Der Königssee liegt fjordartig zwischen hohen Felswänden im Nationalpark Berchtesgaden. Es führt keine Straße und kein Fußweg am Ufer entlang. Wer St. Bartholomä oder Salet sehen will, fährt mit dem Schiff — oder geht mehrere Stunden über die Berge.
Die Schifffahrt fährt mit Elektrobooten und ganzjährig, außer wenn der See vereist. Salet am Südende wird nur in den Sommermonaten angefahren. Der veröffentlichte Fahrplan ist ein Grundgerüst: Tatsächlich richtet sich der Takt nach dem Andrang — alle 30 Minuten bei schlechtem Wetter, alle 10 Minuten bei schönem Wetter in den Ferien. Im August sind bis zu 19 Boote unterwegs, im Januar drei bis vier.
Genau genommen liegt nicht alles im Nationalpark. Ein Abgleich mit der Parkgrenze in OpenStreetMap zeigt: Der See selbst, St. Bartholomä, Salet, der Obersee und der Röthbachfall liegen innerhalb der Grenze — die Seelände mit Kassenhaus und Stegen und der große Parkplatz liegen knapp außerhalb. Deshalb gibt es dort überhaupt ein Dorf, einen Parkplatz und eine Talstation.
Eigene Boote sind verboten. Weil der See mitten im Nationalpark liegt, dürfen weder Schlauchboote noch Kanus, SUP-Boards oder Luftmatratzen aufs Wasser. Wer selbst rudern will, mietet von Mitte Mai bis Anfang Oktober ein Ruderboot der Schifffahrt an der Seelände.
Das berühmte Echo wird vom Bootsführer mit dem Flügelhorn an der Echowand erzeugt; das Boot hält dafür kurz an. Die Schifffahrt weist ausdrücklich darauf hin, dass dies eine freiwillige Leistung ist und in Einzelfällen entfallen kann.
Der Nationalpark ist selbst kostenlos. Bezahlt werden das Schiff, das Parken und das, was man vor Ort isst und trinkt. Auch die Wallfahrtskirche und das frühere Jagdschloss in St. Bartholomä kosten keinen Eintritt.
Schifffahrt Königssee: Fragen und Antworten ↗