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Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Europas größtes Wildkatzenvorkommen — in einem Nationalpark, der erst 2015 entstanden ist und sich seinen Urwald noch erarbeitet.

Originalquellen11Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Verortete Orte9Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
BundesländerRheinland-Pfalz & SaarlandRheinland-Pfalz & Saarland · Hunsrück
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 19.09.2026

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Deutschlands jüngster großer Nationalpark — gegründet 2015, über zwei Bundesländer.

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald erstreckt sich auf 10.193 Hektar über Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Verwaltung nennt ihn selbst „eher der Grünschnabel unter den Nationalparks in Deutschland“ — er entstand 2015, Jahrzehnte nach den meisten anderen. Getragen wird er vom Nationalparkamt mit Sitz im „Bunker Erwin“ in Börfink.

Anders als etwa im Bayerischen Wald oder im Hainich steht hier noch kein fertiger Urwald. Der Hunsrück-Hochwald ist ein Entwicklungsnationalpark: „In einem bis zu 30-jährigen Zeitraum, d. h. bis zum Jahr 2045, sind entsprechende unterstützende Maßnahmen zulässig.“ Konkret heißt das Fichtenentnahme an den Rändern, Grabenverschluss in den Mooren — Anstöße, damit die Natur den Rest übernimmt.

Das spiegelt die Zonierung. Die Naturzone 1a ist echte Wildnis und „umfasst momentan ca. 58 % des Nationalparks“; sie soll binnen 30 Jahren auf 75 Prozent wachsen. Die Naturzone 1b sind Entwicklungsbereiche, die schrittweise überführt werden. Die Zone 2 ist Pflegezone und erhält wertvolle Biotope wie Arnikawiesen.

Was es zu schützen gibt, ist beachtlich: „Europas größtes Wildkatzenvorkommen ist hier an erster Stelle zu nennen.“ Dazu Schwarzstorch und Schwarzspecht, 1.400 Käferarten im Totholz, 17 Fledermausarten und 1.500 Pilzarten. Altholzreiche Buchenwälder mit eingestreuten Hangmooren machen etwa die Hälfte der Fläche aus; die Quell- und Hangmoore heißen im Hunsrück „Hangbrücher“.

Besucht wird der Park über drei Nationalpark-Tore: am Erbeskopf, dem mit 816 Metern höchsten Berg von Rheinland-Pfalz; am Keltenpark bei Nonnweiler, wo einer der eindrucksvollsten keltischen Ringwälle Europas steht; und an der Wildenburg bei Kempfeld mit ihrer Felsenlandschaft und dem Wildfreigehege. Dazwischen liegen sechs Traumschleifen, zehn Radwege und vier Etappen des Saar-Hunsrück-Steigs.

Was ist ein Nationalpark? ↗

Den Besuch im Hunsrück-Hochwald planen

Deutschlands jüngster großer Nationalpark — und einer, der über eine Landesgrenze läuft.

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Seit 2015, über zwei Bundesländer

„Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist mit seiner Gründung im Jahr 2015 eher der Grünschnabel unter den Nationalparks in Deutschland.“ Er erstreckt sich auf 10.193 Hektar über Rheinland-Pfalz und das Saarland — und verbindet „zwei Bundesländer, vier Landkreise und acht Gemeinden“.

Was ist ein Nationalpark? ↗
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Ein Entwicklungsnationalpark

Der Park ist noch kein Urwald, er wird einer. „In einem bis zu 30-jährigen Zeitraum, d. h. bis zum Jahr 2045, sind entsprechende unterstützende Maßnahmen zulässig.“ Wer hier hingeht, sieht einen Wald im Umbau, nicht ein fertiges Bild.

Rechtlicher Rahmen ↗
3

Drei Tore als Startpunkte

„Nationalpark-Tore sind zentrale Anlaufpunkte für einen Besuch im Nationalpark.“ Es gibt drei: am Erbeskopf, am Keltenpark bei Nonnweiler und an der Wildenburg bei Kempfeld. Jedes hat einen eigenen Schwerpunkt — Wald und Moore, Kelten und Ringwall, Tiere und Felsen.

Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗

Wann sich die Fahrt lohnt

Ein Mittelgebirgspark ohne ausgeprägte Hochsaison — die Moore haben ihre eigene.

Das Moor im Winter

Die Tourist-Info empfiehlt die Börfinker Ochsentour ausdrücklich für die kalte Jahreszeit: „Das Moor ist im Winter besonders schön. Nebelverhangen im November, vereist im Januar und Ende März gibt es wieder überall Leben. Molche und Frösche sind zurück und das Klopfen der Spechte klingt durch den Wald.“

Wandern im Nationalpark ↗

Herbst im Buchenwald

Altholzreiche Buchenwälder machen etwa die Hälfte der Parkfläche aus. Im Herbst färbt sich genau dieser Anteil — am dichtesten an den Hängen, wo alte Rotbuchen stehen dürfen, bis sie zerfallen.

Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗

Vorher: Wegesperrungen prüfen

Die Verwaltung warnt dauerhaft: „Bitte beachten Sie, dass derzeit Beeinträchtigungen durch umgestürzte Bäume auf allen Wegen im Nationalpark zu erwarten sind. Beachten Sie bitte die Sperrungen vor Ort zu Ihrer eigenen Sicherheit.“

Wandern im Nationalpark ↗

In den Hunsrück kommen

Der Park liegt abgelegen — das ist Teil seiner Ruhe und ein Punkt bei der Planung.

Vier Bahnhöfe rundherum

„Die Bahnhöfe Idar-Oberstein, Trier, Türkismühle und Neubrücke sind die Ankunfts- und Abfahrtsbahnhöfe für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald.“ Der urbane Umkreis bilden Koblenz, Saarbrücken, Trier, Kaiserslautern und Mainz.

Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗

Mit dem Bus zu den Toren

Zum Nationalpark-Tor Erbeskopf fahren vom Hauptbahnhof Trier oder von Idar-Oberstein die Buslinien 800 und 890. Zum Wildfreigehege Wildenburg geht es vom Bahnhof Idar-Oberstein/Wittlich mit der Linie 840 und vom Bahnhof Neubrücke/Rhaunen mit der Linie 890.

Nationalpark-Tor Wildenburg & Wildfreigehege ↗

Zehn Radwege durch den Park

„Zehn ausgeschilderte Fahrradwege führen durch den Nationalpark. Über die teilweise sehr naturnahen Radrouten können alle Nationalpark-Tore auf dem Rad erreicht werden.“

Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗

Was der Besuch kostet

Der Park und zwei der drei Tore sind frei. Das Wildfreigehege kostet.

Kein Eintritt für den Nationalpark

Für den Nationalpark selbst wird kein Eintritt erhoben; die Verwaltung nennt keine Gebühr. Auch das Nationalpark-Tor Erbeskopf mit seiner Ausstellung ist frei zugänglich, täglich von 9 bis 17 Uhr.

Nationalpark-Tor Erbeskopf ↗

Wildfreigehege: 5,00 € für Erwachsene

Erwachsene 5,00 €, ermäßigt 4,00 €, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei. „Spätis“ — der Eintritt für die letzten zwei Stunden — kosten 4,00 €. Gruppen bis zehn Erwachsene 40,00 €, jede weitere Person 4,00 €. Jahreskarte 50,00 €, ermäßigt 40,00 €.

Nationalpark-Tor Wildenburg & Wildfreigehege ↗

Öffnungszeiten der Tore

Nationalpark-Tor Erbeskopf: Montag bis Sonntag 9 bis 17 Uhr, geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar. Wildfreigehege Wildenburg: ab dem 1. März 2026 täglich 9 bis 17 Uhr. Für den Keltenpark verweist die Verwaltung auf die Seite des Besucherzentrums.

Nationalpark-Tor Erbeskopf ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Unterwegs im Park

Traumschleifen, ein Fernwanderweg und ein Ringwall aus keltischer Zeit.

Offizieller Park-Film

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald — Imagefilm

Zweieinhalb Minuten vom Kanal des Nationalparkamts selbst. Der Film stammt aus dem Jahr 2016, dem Jahr nach der Gründung — er zeigt die Landschaft, nicht den heutigen Stand der Waldentwicklung.

Quelle: Nationalpark Hunsrück-HochwaldKanal ansehen ↗

Sechs Traumschleifen

„Die Traumschleifen sind Rundwanderwege zwischen 7,5 und 14 Kilometern. Sechs dieser ausgezeichneten Rundwege führen auf Pfaden durch den Nationalpark.“ Die Traumschleife „Gipfelrauschen“ misst 7,5 km und startet am Nationalpark-Tor Erbeskopf; die „Börfinker Ochsentour“ 10 km.

Wandern im Nationalpark ↗

Vier Etappen des Saar-Hunsrück-Steigs

„Vier Etappen (Etappen 9 bis 12) des 410 Kilometer langen Steigs verlaufen von Nonnweiler bis nach Idar-Oberstein durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Diese führen über den keltischen Ringwall, durch Buchenwälder, Moore, über den Erbeskopf bis hin zur Wildenburg.“

Wandern im Nationalpark ↗

Felsenmeere an der Wildenburg

„Die Felsenlandschaft rund um die Reste der Wildenburg, einer mittelalterlichen Burg, ist einer der Höhepunkte des Nationalparks.“ Bei einer Tour zu den kleinen Felsenmeeren, den „Rosselhalden“, kommt man der wilden Natur nahe.

Nationalpark-Tor Wildenburg & Wildfreigehege ↗

Was hier lebt

Europas größtes Wildkatzenvorkommen — und 1.400 Käferarten im Totholz.

Die Wildkatze

„Flora und Fauna bieten hier einige Besonderheiten. Europas größtes Wildkatzenvorkommen ist hier an erster Stelle zu nennen. Und dort, wo die Katze lebt, gibt es auch viele Mäuse.“ Dazu Schwarzstorch und Schwarzspecht, Rothirsch, Reh- und Schwarzwild.

Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗

Das Leben im toten Holz

„1400 Käferarten finden ihren Lebensraum im Totholz, 17 Fledermausarten sind auf Höhlen in abgestorbenen Bäumen angewiesen und 1500 Pilzarten zersetzen die Holzsubstanz.“ Neben der Buche wachsen im Park insgesamt 35 Baumarten.

Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗

Hangbrücher — Moore am Hang

„Die Quell- und Hangmoore im Nationalpark werden im Hunsrück als ‚Hangbrücher‘ bezeichnet. Das Quellwasser fließt unterirdisch den Hang hinunter und tritt an einigen Stellen wieder zu Tage.“ Viele wurden früher für Fichtenkulturen entwässert und sind inzwischen teilweise renaturiert.

Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗

Orte im Überblick

Drei Tore, ein Ringwall und die Bahnhöfe ringsum — mit geprüften Koordinaten.

Orte im Park
Lichter Buchenbestand im Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit schlanken Stämmen und hellgrünem Laub
Foto: FrDr ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Buchenwälder

Etwa die Hälfte der Fläche — alt werden dürfen sie erst seit 2015.

Anteil
altholzreiche Buchenwälder mit Hangmooren ≈ die Hälfte
Art
überwiegend Rotbuche
Europaweit
alte Buchenwälder gelten als stark gefährdet
Baumarten gesamt
35
Ziel
zerfallen, verrotten, sich selbst verjüngen
Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗
Der Nordwall der Keltenburg bei Otzenhausen: ein langgestreckter Wall aus losem Gestein, dahinter Wald
Foto: Mussklprozz ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Der Ringwall von Otzenhausen

Eine keltische Befestigung im Wald — und das jüngste der drei Tore.

Was
eine der eindrucksvollsten keltischen Anlagen Europas
Besucherzentrum
2024 eröffnet
Dazu
rekonstruiertes Keltendorf
Wo
Ringwallstraße 80, 66620 Nonnweiler
Führungen
April bis November, Sonn- und Feiertage
Nationalpark-Tor Keltenpark ↗
Blick von der Wildenburg über bewaldete Höhenzüge hinüber zum langgestreckten Rücken des Erbeskopfs
Foto: Jörg Braukmann ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Der Erbeskopf

816 Meter — der höchste Punkt von Rheinland-Pfalz und eines der drei Tore.

Höhe
816 m, höchster Berg in Rheinland-Pfalz
Tor
Ausstellung zu Wald und Mooren, tägl. 9–17 Uhr
Traumschleife
„Gipfelrauschen“, 7,5 km, ca. 3 Std.
Anreise
Buslinien 800 und 890 ab Trier Hbf oder Idar-Oberstein
Café
Café Hunsrückhaus, eigene Öffnungszeiten
Wandern im Nationalpark ↗
Blick vom Aufstieg zum Ringwall Otzenhausen nach Westen über Geröll und Wald, am Horizont drei Windräder
Foto: Flocci Nivis ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Blick vom Ringwall

Auch ein Nationalpark hat Nachbarn — hier stehen sie am Horizont.

Lage
Aufstieg zum Ringwall, Blick nach Westen
Zu sehen
drei Windkraftanlagen jenseits der Parkgrenze
Kontext
der Park liegt im Naturpark Saar-Hunsrück, 2.055 km²
Grenzen
zwei Bundesländer, vier Landkreise, acht Gemeinden
Größe
10.193 ha — etwa 14.000 Fußballfelder
Gebiet & Zonen des Nationalparks ↗
Ein schmaler Waldpfad steigt zwischen bemoosten Steinen und alten Bäumen zur Keltenburg hinauf
Foto: Mussklprozz ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Wege

Sechs Traumschleifen, zehn Radwege, vier Fernwanderetappen.

Traumschleifen
6 im Park, zwischen 7,5 und 14 km
Saar-Hunsrück-Steig
Etappen 9 bis 12, Nonnweiler bis Idar-Oberstein
Steig gesamt
410 km
Rad
10 ausgeschilderte Routen, alle Tore erreichbar
Achtung
Sperrungen wegen umgestürzter Bäume möglich
Wandern im Nationalpark ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Wo man schläft

In den Dörfern ringsum — der Park selbst ist unbewohnt.

Nationalpark-Partnerbetriebe

Die Verwaltung führt ein Partnerprogramm für Gastgeber und Gastronomie und veröffentlicht eine Partnerkarte. Wer Wert darauf legt, dass die Unterkunft die Schutzziele mitträgt, findet dort den geprüften Kreis.

Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald ↗

Basis nach Tor wählen

Kempfeld liegt am Tor Wildenburg, Nonnweiler am Keltenpark, Hilscheid und Thalfang am Erbeskopf. Wer ohne Auto reist, wohnt am besten dort, wo die Buslinie hinführt.

Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗

Der Park kennt keine Grenzen

„Der Nationalpark kennt keine Verwaltungsgrenzen. Er verbindet zwei Bundesländer, vier Landkreise und acht Gemeinden miteinander.“ Für Gäste heißt das: Auch die Unterkunft kann im jeweils anderen Bundesland liegen.

Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald ↗

Was erlaubt ist und was nicht

Drei Zonen, ein klares Ziel — und ein Wald, der noch dorthin wächst.

Naturzone 1a: Wildnis

„Die Naturzone 1a sind Wildnisbereiche. Hier darf Natur Natur sein. Der Wald wird sich selbst überlassen. Momentan umfasst diese Fläche ca. 58 % des Nationalparks. Die Aufgabe der Nationalparkverwaltung ist, diese Fläche innerhalb von 30 Jahren auf insgesamt 75 % zu erweitern.“

Gebiet & Zonen des Nationalparks ↗

Naturzone 1b und Pflegezone

Die Naturzone 1b sind Entwicklungsbereiche, „die schrittweise in Wildnisbereiche überführt werden“ — etwa durch Grabenverschluss oder die Entnahme von Fichten am Rand. „Die Zone 2 ist Pflegezone“, dort werden wertvolle Biotope wie Arnikawiesen erhalten.

Gebiet & Zonen des Nationalparks ↗

Hunde im Wildfreigehege

„Hunde sind an der kurzen Leine herzlich willkommen! (Bitte nur auf dem Rundweg. Die begehbaren Gehege dürfen die Hunde nicht betreten.)“ Das gilt für das Wildfreigehege an der Wildenburg.

Nationalpark-Tor Wildenburg & Wildfreigehege ↗

Was sich anschließt

Zwei Bundesländer, ein Fernwanderweg und die Kelten.

Der Ringwall von Otzenhausen

Am Tor Keltenpark steht „der Ringwall, eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa“. Das 2024 eröffnete Besucherzentrum verbindet keltische Kulturgeschichte mit dem Nationalpark; nebenan liegt ein rekonstruiertes Keltendorf.

Nationalpark-Tor Keltenpark ↗

410 Kilometer Saar-Hunsrück-Steig

Die vier Nationalpark-Etappen sind nur ein Teil des Fernwanderwegs. Wer weiterläuft, kommt an Mosel, Saar, Ruwer und Nahe — der Naturpark Saar-Hunsrück reicht bis in die Weinberge.

Wandern im Nationalpark ↗

Ein Park im Aufbau

Bis 2045 läuft die Entwicklungsphase. Wer in zehn Jahren wiederkommt, sieht einen anderen Wald: mehr Buche, weniger Fichte, mehr Totholz — und einen Wildnisanteil, der von 58 auf 75 Prozent wachsen soll.

Gebiet & Zonen des Nationalparks ↗

Häufige Fragen zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Kostet der Nationalpark Hunsrück-Hochwald Eintritt?

Der Nationalpark ist frei zugänglich, ebenso das Nationalpark-Tor Erbeskopf mit seiner Ausstellung. Eintritt kostet nur das Wildfreigehege an der Wildenburg: Erwachsene 5,00 €, ermäßigt 4,00 €, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei. Eine Jahreskarte kostet 50,00 €, ermäßigt 40,00 €.

Nationalpark-Tor Wildenburg & Wildfreigehege ↗

Liegt der Erbeskopf im Nationalpark?

Die Verwaltung führt den Erbeskopf als Standort eines der drei Nationalpark-Tore, also als Startpunkt für den Besuch. Eine Aussage, dass der Gipfel selbst innerhalb der Parkgrenze liegt, findet sich auf ihren Seiten nicht — wir behaupten sie deshalb auch nicht. Wanderwege wie die Traumschleife „Gipfelrauschen“ führen durch den Park hinauf zum Erbeskopf.

Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗

Wie groß ist der Park und wo liegt er?

10.193 Hektar, „etwa 14.000 Fußballfelder groß“, verteilt auf Rheinland-Pfalz und das Saarland. Er liegt im Naturpark Saar-Hunsrück und verbindet zwei Bundesländer, vier Landkreise und acht Gemeinden. Damit ist er einer der kleineren deutschen Nationalparks.

Gebiet & Zonen des Nationalparks ↗

Sehe ich hier Wildkatzen?

Im Wald kaum — die Wildkatze ist ausgesprochen scheu, obwohl der Park „Europas größtes Wildkatzenvorkommen“ beherbergt. Sicher zu sehen ist sie im Wildfreigehege an der Wildenburg, zusammen mit Wölfen und Hirschen. Das ist ein Schaugehege, keine freie Wildbahn.

Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗

Welche Wanderwege gibt es?

Sechs Traumschleifen führen durch den Park, Rundwege zwischen 7,5 und 14 Kilometern — etwa „Gipfelrauschen“ ab dem Tor Erbeskopf (7,5 km) und die „Börfinker Ochsentour“ (10 km). Dazu verlaufen vier Etappen des 410 Kilometer langen Saar-Hunsrück-Steigs von Nonnweiler bis Idar-Oberstein durch den Nationalpark. Zehn ausgeschilderte Radwege verbinden alle drei Tore.

Wandern im Nationalpark ↗

Wie komme ich ohne Auto hin?

Über die Bahnhöfe Idar-Oberstein, Trier, Türkismühle und Neubrücke. Zum Tor Erbeskopf fahren die Buslinien 800 und 890 ab Trier Hbf oder Idar-Oberstein; zum Wildfreigehege Wildenburg die Linie 840 ab Idar-Oberstein/Wittlich und die Linie 890 ab Neubrücke/Rhaunen.

Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗

Warum heißt es „Urwald von morgen“?

Weil der Wald noch keiner ist. Der Hunsrück-Hochwald ist ein Entwicklungsnationalpark; bis 2045 sind unterstützende Maßnahmen zulässig, etwa die Entnahme von Fichten oder das Schließen alter Entwässerungsgräben in den Mooren. Der Wildnisanteil liegt bei rund 58 Prozent und soll auf 75 Prozent steigen.

Rechtlicher Rahmen ↗

Die offizielle Website ist nicht erreichbar — was nun?

Die alte Adresse nationalpark-hunsrueck-hochwald.de, auf die viele Links im Netz noch zeigen, liefert kein gültiges Zertifikat mehr und lässt sich nicht aufrufen. Die aktuelle Seite des Nationalparkamts ist nlphh.de — dieselbe Domain wie die E-Mail-Adresse der Poststelle.

Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald ↗

Woher die Angaben stammen

Geprüft am 19.09.2026.

  1. Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald ↗
  2. Was ist ein Nationalpark? ↗
  3. Gebiet & Zonen des Nationalparks ↗
  4. Tiere, Pflanzen & Lebensräume ↗
  5. Rechtlicher Rahmen ↗
  6. Wandern im Nationalpark ↗
  7. Nationalpark-Tore, Infostellen & Anreise ↗
  8. Nationalpark-Tor Erbeskopf ↗
  9. Nationalpark-Tor Wildenburg & Wildfreigehege ↗
  10. Nationalpark-Tor Keltenpark ↗
  11. Organisation des Nationalparkamts ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 19.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: AndibeiWikki ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Ortskoordinaten über OpenStreetMap ermittelt, eingegrenzt auf die Hunsrück-Region und auf den Objekttyp geprüft (Gipfel, Tiergehege, Ringwall, Bahnhof, Gemeinde). Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.