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Brandenburg · Uckermark

Nationalpark Unteres Odertal

Deutschlands einziger Flussauen-Nationalpark — 50 Kilometer lang, fünf breit, und im Winter steht das halbe Gebiet unter Wasser.

Originalquellen8Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Verortete Orte9Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
BundeslandBrandenburgBrandenburg · Uckermark
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 19.09.2026

Der Nationalpark Unteres Odertal: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Deutschlands einziger Flussauen-Nationalpark — und der einzige Brandenburgs.

Der Nationalpark Unteres Odertal zieht sich über 50 Kilometer am westlichen Ufer der Oder entlang, von Hohensaaten im Süden bis Staffelde im Norden. Er ist maximal fünf Kilometer breit und umfasst über 10.000 Hektar. Westlich davon liegt eine über 17.000 Hektar große Pufferzone als Landschaftsschutzgebiet. Der Potsdamer Landtag rief ihn 1995 mit dem brandenburgischen Nationalparkgesetz ins Leben; 2006 folgte eine Novelle.

Was ihn prägt, ist keine Wildnis, sondern eine Wasserbaukonstruktion: „Das Gebiet wird geprägt durch die sogenannten Polder, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach holländischem Vorbild für den Hochwasserschutz eingerichtet wurden, um dem Fluss bei hohen Wasserständen Raum zu geben.“ Im Winter sind diese Flächen geflutet, im Sommer werden sie als Wiesen genutzt. Der Park sieht im Januar anders aus als im Juli.

Für Vögel ist das ideal. „Rund 200.000 Wasservögel ziehen im Herbst und im Frühjahr durch die Oderniederung“; gezählt wurden bis zu 35.000 Blässgänse und 30.000 Saatgänse. Im Oktober suchen „bis zu 15.000 Kraniche im nördlichen Odertal ihre Schlafplätze auf“. Insgesamt wurden 284 Vogelarten beobachtet, 145 davon brüten hier — darunter der Wachtelkönig mit bis zu 200 rufenden Männchen, „eines der größten Brutvorkommen in Deutschland“.

Die Zonierung ist auf Zukunft angelegt: Das Gesetz schreibt Wildniszonen auf 50,1 Prozent der Fläche fest, „aus denen sich der Mensch perspektivisch zurückziehen wird“. An den steilen Talrändern liegen bereits heute Reste ursprünglicher Wälder wie der Gellmersdorfer Forst und der Gartzer Schrey, dazu Trockenrasen mit kontinentalen Steppenarten.

Eine Besonderheit ist die Nachbarschaft: „Das unmittelbare Nebeneinander von großen Industriebetrieben wie der PCK Raffinerie GmbH oder der Leipa-Papierfabrik und dem Nationalpark zählt zu den besonderen Merkmalen des Schutzgebietes.“ Und eine zweite: Der Park bildet „einen einheitlichen Naturraum mit der polnischen Seite des Unteren Odertals“ — die Kraniche, die man von Gartz aus sieht, schlafen drüben.

Zahlen & Fakten ↗

Den Besuch im Unteren Odertal planen

Ein Park, dessen Gestalt sich mit dem Pegel ändert — und der Deutschlands einziger seiner Art ist.

1

Der einzige Flussauen-Nationalpark

„Der Nationalpark Unteres Odertal gehört zu den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands und ist der einzige Flussauen-Nationalpark in der Bundesrepublik Deutschland. Er hat eine Länge von 50 Kilometern, ist maximal fünf Kilometer breit und erstreckt sich über eine Fläche von über 10.000 Hektar.“

Zahlen & Fakten ↗
2

Polder statt Wildnis von Anfang an

„Das Gebiet wird geprägt durch die sogenannten Polder, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach holländischem Vorbild für den Hochwasserschutz eingerichtet wurden, um dem Fluss bei hohen Wasserständen Raum zu geben.“ Im Winter geflutet, im Sommer Wiese — das ist der Rhythmus dieses Parks.

Zahlen & Fakten ↗
3

Die Hälfte wird Wildnis

„Im Interesse des Naturschutzes schrieb das Gesetz unter anderem die künftigen Wildniszonen auf 50,1 Prozent der Nationalparkfläche fest, aus denen sich der Mensch perspektivisch zurückziehen wird.“

Zahlen & Fakten ↗

Wann sich die Fahrt lohnt

Kaum ein deutscher Park hat so klar getaktete Höhepunkte.

Oktober: bis zu 15.000 Kraniche

„Alljährlich im Oktober suchen für einige Wochen bis zu 15.000 Kraniche im nördlichen Odertal ihre Schlafplätze auf.“ Die Kraniche schlafen auf der polnischen Seite zwischen West- und Ostoder und suchen tagsüber Nahrung auf den Feldern um Gartz — morgens und abends fliegen sie dazwischen hin und her.

Tiere und Pflanzen ↗

Winter: 200.000 Wasservögel

„Rund 200.000 Wasservögel ziehen im Herbst und im Frühjahr durch die Oderniederung.“ Gezählt wurden unter anderem bis zu 35.000 Blässgänse, 30.000 Saatgänse und 17.000 Stockenten. Im Winter kommen die Singschwäne dazu.

Tiere und Pflanzen ↗

Sommer: erst ab 15. Juli aufs Wasser

„In der Zeit vor dem 15. Juli sind Wasserwanderungen im sensiblen Schutzgebiet des Unteren Odertals grundsätzlich verboten, um die Brutsaison der heimischen Vogelwelt nicht zu stören.“ Vom 15. Juli bis 14. November sind geführte Kanutouren möglich.

Kanufahren ↗

Ins Odertal kommen

Mit der Bahn aus Berlin — und aus Stettin genauso.

Über Angermünde nach Criewen

„RE3 ab Berlin / Hbf Richtung Schwedt oder Stralsund, Ausstieg in Angermünde“, dort am Bahnhofsvorplatz umsteigen in die Nationalpark-Buslinie 468, Ausstieg „Criewen Nationalparkzentrum“. Fahrzeit rund anderthalb Stunden.

Anreise ↗

Auch aus Stettin

„RB 66 ab Szczecin/Glowny Richtung S+U Gesundbrunnen Bhf (Berlin), Ausstieg in Angermünde“, dann ebenfalls Linie 468. Fahrzeit etwa zwei Stunden. Ab Bahnhof Schwedt/Oder Mitte sind es mit dem Bus rund 20 Minuten.

Anreise ↗

Auto bleibt draußen

„Stellen Sie als Autofahrer Ihr Kraftfahrzeug auf den Parkplätzen außerhalb des Nationalparks ab.“ Im Park bewegt man sich zu Fuß, mit dem Rad, im Kanu oder auf dem Kremser.

Verhaltensregeln ↗

Was der Besuch kostet

Der Park kostet nichts. Zum Nationalparkhaus nennt die Verwaltung keinen Preis.

Kein Eintritt für den Nationalpark

Für den Nationalpark wird kein Eintritt erhoben; die Verwaltung nennt keine Gebühr. Was den Zugang regelt, sind die Verhaltensregeln und die saisonalen Sperrungen — keine Tickets.

Verhaltensregeln ↗

Nationalparkhaus Criewen

Das Besucherzentrum wurde im September 2000 eröffnet. Geöffnet von April bis Oktober Montag bis Sonntag 9 bis 17 Uhr, von November bis März Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr; „zusätzlich ist in den Schulferien des Landes Brandenburg geöffnet“. Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung.

Nationalparkhaus Criewen ↗

13 Ausstellungsbereiche

Die Ausstellung führt durch 13 Bereiche — mit einem Oder-Aquarium, in dem „mehr als 20 heimische Fischarten“ schwimmen, einem Bluebox-System für den Flug aus der Vogelperspektive und einer Zeitreise ins Jahr 2095. Einen Eintrittspreis nennt die Verwaltung auf dieser Seite nicht.

Nationalparkhaus Criewen ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Unterwegs in der Aue

Vom Turm, vom Rad, vom Kanu — je nachdem, wie hoch das Wasser steht.

Film eines Naturfilmers

Frühling im Nationalpark Unteres Odertal

Die Nationalparkverwaltung führt keinen eigenen Videokanal. Diese fünf Minuten zeigen den Frühling in der Oderaue in 4K — ein Naturfilm, keine amtliche Darstellung.

Quelle: Stephan Schulz NaturfilmKanal ansehen ↗

Drei Kanurouten, nur geführt

„Auf drei festgelegten Routen können die Kanuten in die geheimnisvolle Wasserwelt des Odertals eintauchen. Tour 1 und 2 führen auf 7,2 bzw. 11 Kilometer langen Rundfahrten durch die Polderlandschaft auf den Altwässern der Oder.“ Ausgebildete Kanuführer weisen den Weg.

Kanufahren ↗

Zwei Türme und eine Hütte

„Seit den 1990er Jahren ermöglichen zwei Beobachtungstürme und eine Beobachtungshütte die ungestörte Beobachtung der Vogelwelt im Unteren Odertal.“ Einer steht am Südrand von Gartz direkt am Oder-Neiße-Radweg — der beste Platz für den Kranichflug.

Beobachtungstürme ↗

Kranichwoche im September

„Der Nationalpark Unteres Odertal veranstaltet jährlich im September eine Kranichwoche. Hunderte Naturfreunde verfolgen dann vom Oderdeich aus mit Ferngläsern das Naturspektakel des Kranichzugs.“

Beobachtungstürme ↗

Was hier lebt

284 Vogelarten, 145 davon Brutvögel — und eines der größten Wachtelkönig-Vorkommen Deutschlands.

Der Wachtelkönig

„Der Wachtelkönig besitzt im Nationalpark mit bis zu 200 rufenden Männchen eines der größten Brutvorkommen in Deutschland.“ Der Vogel ruft nachts aus hohen Wiesen — hören lässt er sich leichter als sehen.

Tiere und Pflanzen ↗

284 Vogelarten

„In den vergangenen Jahren wurden im Unteren Odertal 284 Vogelarten beobachtet, von denen 145 hier brüten.“ Dazu 50 Säugetier-, 11 Amphibien-, 6 Reptilien- und 49 Fischarten. Biber und Fischotter sind häufig.

Tiere und Pflanzen ↗

Von Seerosen bis Steppenrasen

„Stille, von Seerosen und Schwimmfarn bedeckte Altwässer gehören ebenso zum Nationalpark wie bunte Auenwiesen mit Brenndolde und Alant.“ An den Oderhängen wachsen naturnahe Laubmischwälder, dazu „bunt blühende Trockenrasen“ mit Steppenarten wie dem Frühlingsadonisröschen.

Tiere und Pflanzen ↗

Orte im Überblick

Von Hohensaaten bis Staffelde, immer am Westufer der Oder.

Orte im Park
Geflutete Polder bei Schwedt, kahle Bäume spiegeln sich in der ruhigen Wasserfläche
Foto: Lena vom Land ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Polder

Im Winter Fluss, im Sommer Wiese — nach holländischem Vorbild gebaut.

Gebaut
zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Vorbild
holländischer Hochwasserschutz
Zweck
dem Fluss bei Hochwasser Raum geben
Winter
geflutet — Rastplatz für Zugvögel
Sommer
als Wiesen genutzt
Zahlen & Fakten ↗
Eine Gruppe Kraniche steht auf einer grünen Wiese vor Stolzenhagen, dahinter hohes Schilf
Foto: Franco Soyke ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Kraniche

Bis zu 15.000 im Oktober — schlafen in Polen, fressen in Deutschland.

Zahl
bis zu 15.000 im nördlichen Odertal
Zeit
alljährlich im Oktober, für einige Wochen
Ankunft
erste Rast schon ab September
Schlafplatz
polnisches Zwischenoderland
Beste Sicht
Turm bei Gartz, morgens und abends
Tiere und Pflanzen ↗
Der Wasserstand im Polder sinkt, grünes Gras kommt am Rand der Wasserfläche zum Vorschein
Foto: Lena vom Land ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Das Frühjahr

Wenn das Wasser sinkt, kommt das Gras zurück — und mit ihm die Brutvögel.

Brutzeit
Wasserwandern bis 14. Juli verboten
Brutvögel
145 Arten
Wachtelkönig
ruft nachts aus hohen Wiesen
Seltene Gäste
Weißflügel- und Weißbartseeschwalbe, Zwergmöwe
Ab 15. Juli
geführte Kanutouren möglich
Zahlen & Fakten ↗
Blick vom Deich auf die Stadt Gartz nach Sonnenuntergang, der Himmel noch hell über den Dächern
Foto: Stephan Laude ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Gartz und der Deich

Der Oderdeich ist die Tribüne — und der Oder-Neiße-Radweg führt daran entlang.

Turm
am Südrand von Gartz, seit den 1990er Jahren
Lage
direkt am Oder-Neiße-Radweg
Zu sehen
Kranichflug zwischen Schlaf- und Fressplätzen
Kranichwoche
jährlich im September
Weitere Türme
Stützkow und Mescherin, dazu die Hütte „Seeschwalbe“
Beobachtungstürme ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Wo man schläft

In Schwedt, Criewen oder Gartz — im Park gar nicht.

Kein Übernachten im Freien

„Verzichten Sie auf das Zelten und Übernachten im Freien.“ Der Park ist schmal genug, dass man ihn von außen erschließen kann — Unterkünfte liegen in den Orten am Rand.

Verhaltensregeln ↗

Schwedt als Nationalparkstadt

„Die größte vom Nationalpark umgebende Kommune ist die Nationalparkstadt Schwedt/Oder, die mit über 30.000 Einwohnern auch die größte Stadt der Uckermark ist.“ Hier ist die Auswahl am größten.

Zahlen & Fakten ↗

Criewen am Zentrum

Der Ortsteil Criewen beherbergt Nationalparkhaus und Verwaltung und liegt am Schlosspark. Wer früh am Morgen an den Türmen sein will, wohnt hier oder in Gartz am nördlichen Ende.

Nationalparkhaus Criewen ↗

Was erlaubt ist und was nicht

Neun Sätze aus dem Nationalparkgesetz „Unteres Odertal“.

Auf den Wegen bleiben

„Bleiben Sie als Fußgänger oder Radfahrer auf den Wegen.“ Dazu: „Nehmen Sie Rücksicht auf wild lebende Tiere, vermeiden Sie jede Beunruhigung und führen Sie ihren Hund an der Leine.“

Verhaltensregeln ↗

Kein Lärm, kein Feuer

„Verursachen Sie bitte keinen Lärm.“ — „Vermeiden Sie jede Brandgefahr und machen Sie bitte kein Feuer.“ — „Belassen Sie wild wachsende Pflanzen an ihrem natürlichen Wuchsort.“

Verhaltensregeln ↗

Wasserstand und Sperrungen prüfen

Die Verwaltung führt eine eigene Seite mit Sperrungen und den Pegelständen der Oder bei Stützkow. In einem Auennationalpark ist das keine Formalie: Bei Hochwasser sind Wege und Deichabschnitte nicht begehbar.

Nationalparkverwaltung Unteres Odertal ↗

Was sich anschließt

Die andere Hälfte der Aue liegt in Polen.

Zwei polnische Landschaftsschutzparks

Östlich der Oder schließen der Landschaftsschutzpark Unteres Odertal (Park Krajobrazowy Dolina Dolnej Odry) und der Zehdener Landschaftsschutzpark (Cedyński Park Krajobrazowy) an. Beide Seiten verstehen sich als Teile eines grenzüberschreitenden Verbunds.

Zahlen & Fakten ↗

Das Zwischenoderland

Die Kranichschlafplätze liegen drüben: „Die Kraniche finden auf den seit 70 Jahren ungenutzten Flächen des polnischen Zwischenoderlandes zwischen der West- und der Ostoder ungestörte Schlafplätze.“ Was man von Gartz aus sieht, ist ihr Pendelflug.

Beobachtungstürme ↗

Nach Berlin zurück

Mit dem RE3 ab Angermünde ist Berlin in gut einer Stunde erreicht — das Odertal ist einer der wenigen Nationalparks, die sich als Tagesausflug aus einer Großstadt machen lassen.

Anreise ↗

Häufige Fragen zum Nationalpark Unteres Odertal

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Kostet der Nationalpark Unteres Odertal Eintritt?

Nein, der Park ist frei zugänglich; die Verwaltung nennt keine Gebühr. Für das Nationalparkhaus in Criewen gibt sie auf ihrer Seite ebenfalls keinen Preis an — dort stehen nur die Öffnungszeiten.

Verhaltensregeln ↗

Wann sehe ich die Kraniche?

„Alljährlich im Oktober suchen für einige Wochen bis zu 15.000 Kraniche im nördlichen Odertal ihre Schlafplätze auf.“ Erste Vögel rasten schon ab September. Am besten vom Beobachtungsturm bei Gartz in den Morgen- und Abendstunden, wenn sie zwischen den Schlafplätzen im polnischen Zwischenoderland und den Feldern hin- und herfliegen. Im September gibt es außerdem eine Kranichwoche.

Tiere und Pflanzen ↗

Kann ich im Odertal Kanu fahren?

Ja, aber nur geführt und nur zwischen dem 15. Juli und dem 14. November. „In der Zeit vor dem 15. Juli sind Wasserwanderungen im sensiblen Schutzgebiet des Unteren Odertals grundsätzlich verboten, um die Brutsaison der heimischen Vogelwelt nicht zu stören.“ Es gibt drei festgelegte Routen; Tour 1 und 2 sind 7,2 und 11 Kilometer lange Rundfahrten.

Kanufahren ↗

Warum steht der Park im Winter unter Wasser?

Weil er dafür gebaut wurde. Die Polder wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach holländischem Vorbild für den Hochwasserschutz angelegt, „um dem Fluss bei hohen Wasserständen Raum zu geben“. Im Winter sind sie geflutet, im Sommer werden sie als Wiesen genutzt — und die überschwemmten Flächen sind ein idealer Rastplatz für Zugvögel.

Zahlen & Fakten ↗

Wie komme ich ohne Auto hin?

Ab Berlin mit dem RE3 Richtung Schwedt oder Stralsund bis Angermünde, dort am Bahnhofsvorplatz in die Nationalpark-Buslinie 468 umsteigen, Ausstieg „Criewen Nationalparkzentrum“ — rund anderthalb Stunden. Aus Stettin führt die RB 66 ebenfalls über Angermünde, Fahrzeit etwa zwei Stunden. Autos gehören auf die Parkplätze außerhalb des Nationalparks.

Anreise ↗

Darf mein Hund mit?

Ja, an der Leine: „Nehmen Sie Rücksicht auf wild lebende Tiere, vermeiden Sie jede Beunruhigung und führen Sie ihren Hund an der Leine.“ Zelten und Übernachten im Freien sind untersagt, ebenso Feuer und Lärm.

Verhaltensregeln ↗

Gehört auch die polnische Seite dazu?

Nicht zum deutschen Nationalpark, aber zum selben Naturraum. Der Park „bildet einen einheitlichen Naturraum mit der polnischen Seite des Unteren Odertals“ und grenzt an den Park Krajobrazowy Dolina Dolnej Odry sowie den Cedyński Park Krajobrazowy. Die Verwaltungen arbeiten im grenzüberschreitenden Schutzgebietsverbund zusammen.

Zahlen & Fakten ↗

Wie viele Vogelarten gibt es hier wirklich?

Die Naturseite der Verwaltung nennt 284 beobachtete Arten, davon 145 Brutvögel. Der Ausstellungstext des Nationalparkhauses spricht von 236 gezählten Arten. Wir folgen der Naturseite, halten die Abweichung aber fest, statt eine der beiden Zahlen unkommentiert zu übernehmen.

Tiere und Pflanzen ↗

Woher die Angaben stammen

Geprüft am 19.09.2026.

  1. Nationalparkverwaltung Unteres Odertal ↗
  2. Zahlen & Fakten ↗
  3. Tiere und Pflanzen ↗
  4. Verhaltensregeln ↗
  5. Nationalparkhaus Criewen ↗
  6. Anreise ↗
  7. Kanufahren ↗
  8. Beobachtungstürme ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 19.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: Lena vom Land ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Ortskoordinaten über OpenStreetMap ermittelt, eingegrenzt auf das untere Odertal und auf den Objekttyp geprüft; Criewen zusätzlich gegen die GPS-Angabe der Nationalparkverwaltung abgeglichen. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.