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Kanada

Nova Scotia · Mersey-Wassersystem

Kejimkujik Nationalpark

Der einzige Nationalpark Kanadas, der zugleich nationale historische Stätte ist — wegen 4.000 Jahren Mi’kmaw-Geschichte im Wasser und im Stein.

Originalquellen81Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Verortete Orte14Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
ProvinzNova ScotiaNova Scotia · Mersey-Wassersystem
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 20.09.2026

Der Kejimkujik Nationalpark: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Kejimkujik ist ein Park aus Wasser: flache, moorbraune Seen, verbunden durch langsame Flüsse und Portagen — genau das Netz, auf dem die Mi’kmaq seit Jahrtausenden unterwegs sind.

Die Form der Landschaft stammt aus der letzten Eiszeit, die vor 100.000 bis 80.000 Jahren begann. Das Eis schürfte die Böden ab und löffelte aus weichem Schiefer die Seebecken aus; zurück blieben Drumlins, Esker, Findlinge und flache Seen. Die Drumlins zeigen alle nach Südosten — die Richtung, aus der das Eis kam. Das Gestein ist arm: Quarzit und Schiefer aus dem Präkambrium bis Ordovizium, dazu Granit aus dem Devon.

Wie viel Wasser das genau ist, sagt die Parkverwaltung unterschiedlich: Die Seite zu den Lebensräumen nennt einmal rund 15 Prozent der Parkfläche für Seen und Flüsse und wenige Absätze später rund 12 Prozent für Süßwasser insgesamt; die Geologieseite bleibt bei 15 Prozent. Sicher ist: 46 Seen und Teiche und über 30 Bäche und Flüsse, fast alle im Einzugsgebiet des Mersey River.

Der Wald ist akadischer Mischwald, Übergangszone zwischen Süden und Norden. Zweihundert Jahre Holzwirtschaft haben ihn verändert; erst die Parkgründung 1974 beendete den Einschlag. Geblieben sind Inseln aus altem Bestand: Hemlockhaine, in denen 350 Jahre alte Bäume stehen, und Laubwälder auf den Drumlins, die man am Peter Point und an der Portage E sieht. Unter den Hemlocks wächst wegen des dichten Kronendachs fast nichts außer Moosen — und seltenen Orchideen.

1995 wurde der Park zusätzlich zur nationalen historischen Stätte erklärt, als erster Nationalpark Kanadas mit dieser Doppelrolle. Zwei Gedenktafeln, eine auf Englisch und Französisch, eine auf Mi’kmaw, wurden am 1. Oktober 2000, dem Treaty Day, enthüllt. Das Denkmal dafür hat Jean Augustine-McIsaac entworfen; seine Form folgt dem spitzen Hut der Mi’kmaw-Frauen, der in den Petroglyphen des Parks immer wieder vorkommt.

Ökosysteme und Lebensräume ↗

Kejimkujik besuchen: Überblick und Planung

Ein Park mit zwei Teilen und zwei Rollen.

1

Park und historische Stätte

Kejimkujik ist seit 1995 zugleich nationale historische Stätte — als erster Nationalpark Kanadas mit dieser Doppelrolle. Begründet wurde sie mit der Kulturlandschaft, die 4.000 Jahre Mi’kmaw-Besiedlung bezeugt: Petroglyphen, Lagerplätze, Fischwehre, Jagdgebiete, Wege und Grabstätten. Der Küstenteil gehört ausdrücklich nicht zur Denkmalausweisung.

Nationale historische Stätte ↗
2

Binnenland und Küste

Der Hauptteil liegt bei Maitland Bridge an der Route 8, rund 167 Kilometer von Halifax. Der Küstenteil Kejimkujik Seaside liegt bei Port Joli. Die Parkverwaltung nennt für den Abstand drei Zahlen: 93, 99 und 100 Kilometer — Fahrzeit rund eine Stunde und ein Viertel.

Anreise zu beiden Teilen ↗
3

Keine Motorboote mehr

Seit 2026 ist der Betrieb motorisierter Wasserfahrzeuge im Park verboten, außer mit schriftlicher Genehmigung der Parkleitung und für die Verwaltung selbst.

Parkverwaltung: Kejimkujik ↗
4

Ganzjährig offen, Saison von Mai bis Oktober

Der Park ist das ganze Jahr zugänglich. Volles Angebot gibt es im Juli und August, eingeschränktes im Mai, Juni, September und Oktober; von November bis Mitte Mai nur ausgewählte Dienste. Besucherzentrum und Camping laufen vom Victoria-Day-Wochenende bis zum 31. Oktober.

Betriebszeiten 2026 ↗

Beste Reisezeit und Saison

Die Saison ist kurz — der Park selbst offen.

Sommer

Das Besucherzentrum ist vom 15. Mai bis 31. Oktober 2026 täglich von 8:30 bis 16:30 Uhr offen. Volles Angebot gibt es im Juli und August: dann laufen die Führungen, das Café täglich und der Laden mit langen Zeiten.

Betriebszeiten 2026 ↗

Camping von Mai bis Oktober

Campingplätze und feste Unterkünfte sind vom Victoria-Day-Wochenende bis zum 30. Oktober buchbar. Von November bis zum Victoria-Day-Wochenende ist Camping im ganzen Park nicht erlaubt.

Camping im Hinterland ↗

Hauptsaison und Nebensaison

Die Hauptsaison umfasst 2026 den 15. bis 18. Mai, den 26. Juni bis 8. September und den 9. bis 12. Oktober. Dazwischen und danach gelten die günstigeren Nebensaisonpreise.

Parks Canada: Gebühren ↗

Angeln

Die Angelsaison läuft vom 1. April bis 31. August. Eine Genehmigung ist nötig.

Betriebszeiten 2026 ↗

Winter

Von November bis Mitte Mai bleibt der Park für Wanderung, Rad, Schneeschuh, Langlauf, Picknick, Geocaching und Sternebeobachtung offen — wetterabhängig und mit ausgewählten Diensten.

Winter und Frühjahr ↗

Anreise und Verkehr

Zwei Ziele, zwei Anfahrten.

Zum Hauptteil

Von Halifax 167 Kilometer über Highway 103, Ausfahrt 13 bei Bridgewater, dann Highway 325, 208 und Route 8 durch Caledonia — rund zwei Stunden. Vom Annapolis Valley sind es 60 Kilometer und 45 Minuten, von Digby 86 Kilometer, von Liverpool 80 Kilometer.

Anreise zu beiden Teilen ↗

Zum Küstenteil

Von Halifax 180 Kilometer über Highway 103 bis Ausfahrt 22 und weiter nach Port Joli, rund zwei Stunden und ein Viertel. Vom Hauptteil sind es 99 Kilometer über Route 8 bis Liverpool und dann westwärts auf der 103.

Anreise zu beiden Teilen ↗

Mit dem Bus

Parkbus bietet an ausgewählten Terminen Tagesfahrten von Halifax zum Hauptteil und zum Küstenteil an. Einen regelmäßigen Linienverkehr gibt es nicht.

Anreise zu beiden Teilen ↗

Flugzeug, Fähre, Bahn

Der Flughafen Halifax liegt 197 Kilometer entfernt, die Bahn endet in Halifax, 174 Kilometer entfernt. Fähren erreichen den Südwesten der Provinz in Digby und Yarmouth.

Anreise zu beiden Teilen ↗

Ladepunkte

Am Parkplatz des Besucherzentrums gibt es ganzjährig Ladestationen für Elektroautos, saisonal auch am Café Lakeview auf dem Parkplatz P4 in Merrymakedge und am Tuck Shoppe im Campingplatz.

Anreise zu beiden Teilen ↗

Eintritt und Gebühren

Alle Beträge in kanadischen Dollar, abgerufen bei Parks Canada am 20.09.2026.

Tageseintritt

Erwachsene 7,25 $, Senioren ab 65 Jahren 6,25 $, Familie oder Gruppe 15,00 $ für bis zu sieben Personen in einem Fahrzeug. Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts. Am Küstenteil ist der Eintritt frei.

Parks Canada: Gebühren ↗

Saisonpass und Frühbucher

Der Saisonpass kostet 36,75 $ für Erwachsene, 30,50 $ für Senioren und 72,50 $ für Familie oder Gruppe. Vom 1. Dezember bis 1. Mai gibt es ihn günstiger: 29,50 $ und 24,50 $, für Familie oder Gruppe unverändert 72,50 $. Der Versand kommt hinzu.

Parks Canada: Gebühren ↗

Camping

In der Hauptsaison kostet ein Platz ohne Anschluss in Jeremy’s Bay 34,00 $, mit Strom 40,00 $, ein Zeltplatz an Jake’s Landing 29,50 $. In der Nebensaison sind es 31,75 $, 36,75 $ und 26,75 $. oTENTik und Ôasis kosten 147,50 $, die Hütte an Jim Charles Point 123,00 $ und die an Jake’s Landing 86,50 $.

Parks Canada: Gebühren ↗

Hinterland

Ein Hinterlandplatz kostet 37,00 $ pro Nacht, eine Hütte im Hinterland 68,00 $. Gruppen zahlen an Jim Charles Point 7,25 $ pro Person in der Haupt- und 6,25 $ in der Nebensaison, ab sechs Personen.

Parks Canada: Gebühren ↗

Programme und Ausrüstung

Geführte Wanderungen kosten 6,50 $ pro Person, die Kanufahrten zu den Petroglyphen, über den See oder unter dem Sternenhimmel je 16,25 $, das Malprogramm Milamu’kl 23,00 $. Ein Sternenhimmel-Set zum Ausleihen kostet 12,00 $ am Tag. Eine Angelerlaubnis kostet 15,00 $ am Tag oder 51,25 $ im Jahr.

Parks Canada: Gebühren ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Was du im Park unternehmen kannst

Paddeln ist hier keine Aktivität unter vielen, sondern die Erschließung.

Film der Parkverwaltung

Explore Kejimkujik, Where Memories Abound

Gut viereinhalb Minuten von Parks Canada, aus dem März 2026: eine Runde durch den Park von den Kanurouten über die Wege bis zum Nachthimmel. Englisch; eine französische Fassung gibt es ebenfalls.

Quelle: Parks CanadaKanal ansehen ↗

Paddeln

Kejimkujik gilt der Parkverwaltung als eines der besten Paddelreviere Atlantikkanadas. Für Tagestouren gibt es vier beschriebene Routen: ab Jake’s Landing ein bis zwei Stunden auf dem Mersey River, ab Eel Weir zwei bis vier Stunden zum George Lake, ab Big Dam Lake zwei bis drei Stunden und ab Besucherzentrum anderthalb Stunden. Ausrüstung gibt es bei Whynot Adventure an Jake’s Landing.

Kanu, Kajak und SUP ↗

Wandern

Dreizehn Wege im Vorderland von einem bis 6,3 Kilometern, die meisten leicht. Dazu zwei Hinterlandwege: der Channel Lake Trail als 24-Kilometer-Runde und der Liberty Lake Trail über 56 Kilometer einfach, beide schwer. Am Küstenteil führen zwei Wege ans Meer.

Wege und Routen ↗

Petroglyphen

Über 500 einzelne Felszeichnungen liegen auf glatt geschliffenen Schieferplatten an den Seeufern — eine der größten Sammlungen im Osten Nordamerikas. Sie liegen in einem gesperrten Bereich und sind nur mit Führung zu sehen; die Plätze sind begrenzt.

Die Petroglyphen ↗

Sternenhimmel

Kejimkujik ist der einzige Sternenpark in Nova Scotia. Für den eigenen Abend gibt es ein Set zum Ausleihen, im Sommer dazu geführte Programme und ein jährliches Dark Sky Weekend mit der Royal Astronomical Society of Canada. Nachts bitte nur rotes Licht benutzen.

Sternenpark ↗

Rote Stühle

Sieben Paare stehen bereit: sechs im Hauptteil — Parkeingang, Mill Falls, Picknickplatz Nancy Cove, Merrymakedge, Peter Point und Portage N an den Poison Ivy Falls — und eines am Meer bei Harbour Rocks.

Die roten Stühle ↗

Natur und Geschichte

Dunkles Wasser, alter Wald und eine der artenreichsten Ecken Kanadas.

Dunkles Wasser

Der Park hat 46 Seen und Teiche und mehr als 30 Bäche und Flüsse, die meisten im Einzugsgebiet des Mersey River — des größten in Nova Scotia. Das Gestein gibt kaum Mineralien ab, die Seen sind nährstoffarm und empfindlich gegen Säure. Die braune Farbe stammt aus der Gerbsäure der Moore.

Ökosysteme und Lebensräume ↗

Alter Wald

Kejimkujik liegt im akadischen Wald, dem Übergang zwischen südlichem Laub- und nördlichem Nadelwald. Seit der Parkgründung 1974 ist Holzeinschlag verboten. Drei Viertel des Waldes sind jung; die Reste alter Hemlock- und Laubbestände sind selten — in ganz Nova Scotia ist weniger als ein Prozent der Wälder über hundert Jahre alt.

Ökosysteme und Lebensräume ↗

Ein Hotspot der Artenvielfalt

Die Biosphärenregion Südwest-Nova, zu der Kejimkujik gehört, beherbergt über drei Viertel der in Nova Scotia gelisteten gefährdeten Arten. Im Park stehen unter anderem Blanding-Schildkröte, Flötenregenpfeifer, Amerikanischer Baummarder und Festland-Elch als stark gefährdet auf der Liste.

Gefährdete Arten ↗

Petroglyphen und 4.000 Jahre

Die frühesten Spuren im Gebiet reichen 3.000 bis 4.000 Jahre zurück, am Mersey River südlich davon bis 6.000 Jahre. Über 60 Fundstellen sind bekannt. Mehr als 500 Felszeichnungen erzählen vom Leben vor und nach dem Kontakt mit Europäern; über 60 davon zeigen den spitzen Hut der Mi’kmaw-Frauen.

Mi’kmaw-Geschichte ↗

Der Küstenteil

Kejimkujik Seaside kam 1988 dazu, um die Küstenformen der Naturregion Atlantic Coast Uplands zu vertreten. Dort liegen Küstenheiden, Moore mit Findlingen, einer der letzten ungestörten Brutstrände des Flötenregenpfeifers und Felsen, auf denen Seehunde liegen.

Ökosysteme und Lebensräume ↗

Karte und Orte im Park

Vierzehn Punkte in beiden Teilen des Parks.

Orte im Park
Dunkles, leicht bewegtes Seewasser vor einem dicht bewaldeten Ufer unter grauem Wolkenhimmel
Foto: Z3lvs ↗ · CC0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Kejimkujik Lake

Der große See im Zentrum — mit Inseln, Buchten und seit 2026 ohne ein einziges Motorboot.

Koordinaten
44.365717, −65.231255
Motorboote
seit 2026 verboten
Navigationsbojen
gibt es nicht mehr
Nötig
Karte, Kompass, GPS-Gerät
Wind
mittags am stärksten
Ufer
Petroglyphen auf Schieferplatten, gesperrt
Kanu, Kajak und SUP ↗
Stilles dunkles Wasser spiegelt Kumuluswolken, am Ufer Laub und Nadelbäume
Foto: Larry from Charlottetown, PEI, Canada ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Der Mersey River

Der Fluss, der das ganze System zusammenhält — und dessen Wasser die Farbe von starkem Tee hat.

Einzugsgebiet
größtes in Nova Scotia
Farbe
Gerbsäure aus den Mooren
Mineralien
kaum welche, hohe Säureempfindlichkeit
Fische
Gelber und Weißer Barsch, Katzenwels, Bachsaibling
Aalwehre
jahrtausendelang genutzt, bis ins 20. Jahrhundert
Tagestour
1 bis 2 Stunden ab Jake’s Landing
Ökosysteme und Lebensräume ↗
Morgennebel über einem stillen See, ein heller Findling ragt aus dem Wasser, dahinter herbstlicher Wald
Foto: Canoehead at English Wikipedia ↗ · Public domain ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Das Hinterland

46 Zeltplätze an 17 Seen — erreichbar nur mit dem Paddel oder zu Fuß, und nur mit Reservierung.

Anteil
über 80 Prozent des Parks
Plätze
46 an 17 Seen, dazu 2 Hütten
Saison
Victoria-Day-Wochenende bis Ende Oktober
Höchstdauer
2 Nächte je Platz, 21 Nächte gesamt
Personen
6 je Platz, an drei Plätzen 10
Spontan
nicht möglich — alles reservierungspflichtig
Camping im Hinterland ↗
Ein Dutzend Seehunde liegt auf einem brandungsumspülten Felsen im blauen Atlantik
Foto: Sam Blackman ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Seehunde vor Harbour Rocks

Auf den vorgelagerten Felsen liegen Seehunde — sichtbar vom Weg aus, ohne dass man sie stört.

Stelle
Harbour Rocks Trail
Koordinaten
43.833659, −64.832552
Rote Stühle
das einzige Paar am Meer
Weiter draußen
Eiderenten und andere Seevögel
Am Strand
Brutplatz des Flötenregenpfeifers
Regel
Abstand halten, Wege nicht verlassen
Am Meer: Wege und Aussicht ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Übernachten im Park

Ein Campingplatz mit Auto — und 46 Plätze, zu denen man paddelt oder läuft.

Jeremy’s Bay Campground

Der einzige Campingplatz mit Zufahrt, in vier Bereichen. Es gibt Plätze mit und ohne Strom, Duschen, Spielplätze, einen Laden, WLAN am Hauptweg und einen Lagerfeuerkreis. Feste Unterkünfte stehen an Jim Charles Point und im oTENTik-Dorf.

Jeremy’s Bay Campground ↗

Drei Arten fester Unterkunft

oTENTik für bis zu vier Erwachsene, Ôasis und zwei einfache Hütten. Drei oTENTiks sind barrierefrei, drei nehmen Hunde auf. Reservierung ist Pflicht, gekocht wird draußen.

oTENTik, Ôasis und Hütten ↗

46 Plätze im Hinterland

Über 80 Prozent des Parks sind nur mit Kanu oder zu Fuß erreichbar. Dort liegen 46 Zeltplätze an 17 Seen, verbunden durch Flüsse, Bäche und Portagen, dazu zwei einfache Hütten. Alles muss reserviert werden — spontan geht nichts.

Camping im Hinterland ↗

Die Regeln im Hinterland

Höchstens zwei Nächte hintereinander auf demselben Platz, höchstens 21 Nächte im Hinterland insgesamt. Sechs Personen pro Platz, an drei Plätzen zehn. Der Genehmigungsinhaber muss mindestens 18 Jahre alt sein.

Camping im Hinterland ↗

Navigation ohne Bojen

Auf dem Kejimkujik Lake gibt es keine Navigationsbojen mehr. Wer zu einem Hinterlandplatz paddelt, muss mit Karte, Kompass und GPS-Gerät dorthin finden.

Kanu, Kajak und SUP ↗

Was der Park von dir verlangt

Wind, Blaualgen und Zecken bestimmen den Alltag.

Wind auf dem See

Wind und Wellen auf dem Kejimkujik Lake sind mittags am stärksten. Die Parkverwaltung rät, früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu paddeln und Zeit und Vorräte für erzwungene Wartetage einzuplanen.

Kanu, Kajak und SUP ↗

Ausrüstung im Boot

Jede Person braucht eine passende Schwimmweste. In jedem Kanu oder Kajak müssen ein Schöpfgefäß, eine Pfeife und eine 15 Meter lange schwimmfähige Leine liegen.

Kanu, Kajak und SUP ↗

Blaualgen

In Seen, Flüssen und Bächen können Cyanobakterien auftreten. Bereiche mit sichtbaren Ansammlungen sind zu meiden.

Blaualgen ↗

Zecken und Giftefeu

Zecken kommen im Park vor; die Parkverwaltung hat dafür eine eigene Seite. Giftefeu wächst unter anderem in den Auen — die Portage N heißt nicht ohne Grund Poison Ivy Falls.

Zecken ↗

Hunde und Feuer

Hunde müssen angeleint bleiben und dürfen nicht an den Strand von Meadow Beach. Für Feuer gilt die jeweils aktuelle Gefahrenstufe; bei Feuerverbot ändern sich die Regeln kurzfristig.

Feuer und Feuerverbot ↗

Weiterreise und Umgebung

Historische Stätten im Annapolis-Tal und an der Südküste.

Küstenteil als Tagesziel

Kejimkujik Seaside ist ein reiner Tagesbereich ohne Eintritt. Übernachtet wird nebenan im Thomas Raddall Provincial Park. Ein halber bis ganzer Tag reicht für Wege und Strand.

Kejimkujik Seaside ↗

Historische Stätten von Parks Canada

In der Umgebung liegen Fort Anne in Annapolis Royal, Kanadas erste verwaltete nationale historische Stätte, die Siedlung Melanson und Port-Royal mit der nachgebauten Habitation.

Parkverwaltung: Kejimkujik ↗

Nachbarorte

Caledonia und Maitland Bridge liegen direkt an der Route 8, Liverpool an der Küste. Von dort sind es 66 Kilometer zum Hauptteil.

Anreise zu beiden Teilen ↗

Pässe für Mi’kmaq

Mi’kmaq aus Nova Scotia erhalten eigene Pässe für den Park; die Parkverwaltung führt dafür eine eigene Seite. Wer Mi’kmaw ist und die Petroglyphen sehen möchte, wendet sich direkt an den Park.

Pässe für Mi’kmaq aus Nova Scotia ↗

Häufige Fragen zum Kejimkujik Nationalpark

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Was kostet der Eintritt?

Der Tageseintritt kostet 7,25 $ für Erwachsene, 6,25 $ für Senioren und 15,00 $ für Familie oder Gruppe bis sieben Personen in einem Fahrzeug. Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts. Für den Küstenteil Kejimkujik Seaside wird gar kein Eintritt erhoben.

Parks Canada: Gebühren ↗

Warum ist Kejimkujik auch eine historische Stätte?

Weil die Kulturlandschaft 4.000 Jahre Mi’kmaw-Besiedlung bezeugt: Petroglyphen, Lagerplätze, Fischwehre, Jagdgebiete, Wege und Grabstätten. Parks Canada und die Mi’kmaq schlugen die Ausweisung 1994 gemeinsam vor; 1995 wurde sie erteilt. Kejimkujik war damit der erste Nationalpark Kanadas mit beiden Rollen. Der Küstenteil gehört nicht dazu.

Nationale historische Stätte ↗

Kann ich die Petroglyphen sehen?

Nur mit Führung. Über 500 Felszeichnungen liegen auf Schieferplatten an den Seeufern, in einem gesperrten Bereich; die Plätze bei den Führungen sind begrenzt. Für Mi’kmaw-Besucher richtet der Park den Zugang auf Anfrage ein.

Die Petroglyphen ↗

Brauche ich ein Kanu?

Nicht unbedingt — dreizehn Wege im Vorderland lassen sich zu Fuß gehen, und Mill Falls liegt direkt beim Besucherzentrum. Aber über 80 Prozent des Parks sind nur mit Kanu oder zu Fuß erreichbar, und die Hinterlandplätze liegen an Seen. Ausrüstung gibt es an Jake’s Landing zu leihen.

Kanu, Kajak und SUP ↗

Wo kann ich übernachten?

Im Jeremy’s Bay Campground mit Zufahrt, Strom, Duschen und festen Unterkünften — oTENTik, Ôasis und zwei einfache Hütten — oder auf einem der 46 Hinterlandplätze an 17 Seen. Alles muss reserviert werden. Camping ist von Mitte Mai bis Ende Oktober möglich, danach nicht mehr.

Camping und Übernachten ↗

Darf ich mit dem Motorboot fahren?

Nein. Seit 2026 ist der Betrieb motorisierter Wasserfahrzeuge im Park verboten, außer mit schriftlicher Genehmigung der Parkleitung und für Zwecke der Verwaltung. Auf dem Kejimkujik Lake gibt es auch keine Navigationsbojen mehr — wer paddelt, braucht Karte, Kompass und GPS.

Parkverwaltung: Kejimkujik ↗

Quellen und Stand

Alle Angaben stammen von der Parkverwaltung und sind mit Datum geprüft.

  1. Parkverwaltung: Kejimkujik ↗
  2. Parks Canada: Gebühren ↗
  3. Betriebszeiten 2026 ↗
  4. Anreise zu beiden Teilen ↗
  5. Besuch planen ↗
  6. Einrichtungen und Service ↗
  7. Barrierefreiheit ↗
  8. Karten und Broschüren ↗
  9. Besucherleitfaden Kejimkujik ↗
  10. Besucherleitfaden Seaside ↗
  11. Pässe und Genehmigungen ↗
  12. Pässe für Mi’kmaq aus Nova Scotia ↗
  13. Kejimkujik Seaside ↗
  14. Reservieren und kaufen ↗
  15. Orte in der Umgebung ↗
  16. Baustellen im Park ↗
  17. Aktivitäten im Park ↗
  18. Wege und Routen ↗
  19. Mill-Falls-Weg ↗
  20. Ukme’k-Weg ↗
  21. Kanu, Kajak und SUP ↗
  22. Radfahren ↗
  23. Baden ↗
  24. Angeln ↗
  25. Geocaching ↗
  26. Picknick ↗
  27. Winter und Frühjahr ↗
  28. Schneeschuhwandern ↗
  29. Sternenpark ↗
  30. Die roten Stühle ↗
  31. Coastie: Küstenwandel dokumentieren ↗
  32. Führungen und Programme ↗
  33. Am Meer: Wege und Aussicht ↗
  34. Camping und Übernachten ↗
  35. Jeremy’s Bay Campground ↗
  36. Jake’s Landing ↗
  37. Hemlock-Bereich ↗
  38. oTENTik, Ôasis und Hütten ↗
  39. Camping im Hinterland ↗
  40. Hinterland mit dem Kanu ↗
  41. Hinterland zu Fuß ↗
  42. Feuerholz im Hinterland ↗
  43. Gruppencamping ↗
  44. Sicherheit und Regeln ↗
  45. Regeln im Park ↗
  46. Regeln auf dem Campingplatz ↗
  47. Feuer und Feuerverbot ↗
  48. Sicher paddeln ↗
  49. Blaualgen ↗
  50. Zecken ↗
  51. Schwarzbären ↗
  52. Kojoten ↗
  53. Sauberes Lager ↗
  54. Giftefeu ↗
  55. Hitze ↗
  56. Sicherheit am Meer ↗
  57. Aktuelle Meldungen ↗
  58. Natur und Wissenschaft ↗
  59. Ökosysteme und Lebensräume ↗
  60. Geologie ↗
  61. Gefährdete Arten ↗
  62. Süßwasser-Ökosysteme ↗
  63. Küsten-Ökosysteme ↗
  64. Mi’kmaw Earth Keepers ↗
  65. Wälder des Parks ↗
  66. Reptilien ↗
  67. Blanding-Schildkröte ↗
  68. Flötenregenpfeifer ↗
  69. Natur am Meer ↗
  70. Kultur und Geschichte ↗
  71. Mi’kmaw-Geschichte ↗
  72. Die Petroglyphen ↗
  73. Birkenrindenkanus ↗
  74. Das L’nu-Langhaus ↗
  75. Nationale historische Stätte ↗
  76. Geschichte ↗
  77. Geschichte des Seaside ↗
  78. Europäische Besiedlung ↗
  79. Managementplan ↗
  80. Feuermanagement ↗
  81. Hinweise und Verfügungen ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 20.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: Z3lvs ↗ · CC0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Zwei Punkte mit den Koordinaten, die die Parkverwaltung selbst veröffentlicht; die übrigen an einem OpenStreetMap-Objekt belegt. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.