Der Prince Edward Island Nationalpark schützt einen Ausschnitt der Maritimen Ebene: Sanddünen, Nehrungen und Strände, Sandhaken und die Feuchtgebiete dahinter — nach dem Faktenblatt der Parkverwaltung einer der kleinsten Nationalparks Kanadas.
Vier Lebensräume prägen den Park: die Küste mit Dünen, Stränden und roten Sandsteinklippen, der Wald, das Süßwasser und die Feuchtgebiete. Die Sandbänke, Nehrungen und Dünen sind aus dem Sand entstanden, den das Meer aus dem Sandstein der Insel herausgewaschen hat.
Den Sand hält vor allem der Strandhafer fest. Seine Wurzeln und Ausläufer bilden ein lebendes Netz; erst wenn er eine Düne stabilisiert hat, siedeln sich Wildrose, Gagelstrauch und Strand-Goldrute an. Hinter den Dünen liegen Barachois-Teiche: ehemalige Meeresbuchten, die der wandernde Sand vom Meer abgeschnitten hat und die dadurch allmählich zu Süßwasser werden.
Süßwasser macht nur etwa vier Prozent der Parkfläche aus. Die Bäche und Teiche entspringen außerhalb der Parkgrenze und hängen deshalb stark davon ab, wie das umliegende Land genutzt wird. In ihnen lebt der Amerikanische Aal, der in Kanada als bedroht eingestuft ist.
Der ursprüngliche Akadische Wald wurde weitgehend gerodet. Der Zustandsbericht von 2015 stufte das Waldökosystem des Parks als schlecht ein, vor allem weil typische Baumarten fehlen. Seitdem pflanzt die Parkverwaltung Rotfichte, Weymouthskiefer, Hemlocktanne, Roteiche, Gelbbirke und Zuckerahorn zurück.
Der Park liegt in Epekwitk, dem nicht abgetretenen Gebiet der Mi’kmaq, das durch die historischen Friedens- und Freundschaftsverträge abgedeckt ist. Mit dem Abkommen Toquktmekl verwalten die Mi’kmaq Epekwitnewaq Kapmntemuow und Parks Canada den Park gemeinsam; ein fünfköpfiges Gremium berät beide Seiten.
Lebensräume: Küste, Wald, Süßwasser, Feuchtgebiete ↗