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Kanada

Prince Edward Island · Nordküste

Prince Edward Island Nationalpark

Vierzig Kilometer Nordküste in drei getrennten Teilen — rote Klippen, weiße Strände und Wanderdünen, die es so in Nordamerika kaum noch gibt.

Originalquellen26Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Verortete Orte10Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
ProvinzPrince Edward IslandPrince Edward Island · Nordküste
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 19.09.2026

Der Prince Edward Island Nationalpark: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Der Prince Edward Island Nationalpark schützt einen Ausschnitt der Maritimen Ebene: Sanddünen, Nehrungen und Strände, Sandhaken und die Feuchtgebiete dahinter — nach dem Faktenblatt der Parkverwaltung einer der kleinsten Nationalparks Kanadas.

Vier Lebensräume prägen den Park: die Küste mit Dünen, Stränden und roten Sandsteinklippen, der Wald, das Süßwasser und die Feuchtgebiete. Die Sandbänke, Nehrungen und Dünen sind aus dem Sand entstanden, den das Meer aus dem Sandstein der Insel herausgewaschen hat.

Den Sand hält vor allem der Strandhafer fest. Seine Wurzeln und Ausläufer bilden ein lebendes Netz; erst wenn er eine Düne stabilisiert hat, siedeln sich Wildrose, Gagelstrauch und Strand-Goldrute an. Hinter den Dünen liegen Barachois-Teiche: ehemalige Meeresbuchten, die der wandernde Sand vom Meer abgeschnitten hat und die dadurch allmählich zu Süßwasser werden.

Süßwasser macht nur etwa vier Prozent der Parkfläche aus. Die Bäche und Teiche entspringen außerhalb der Parkgrenze und hängen deshalb stark davon ab, wie das umliegende Land genutzt wird. In ihnen lebt der Amerikanische Aal, der in Kanada als bedroht eingestuft ist.

Der ursprüngliche Akadische Wald wurde weitgehend gerodet. Der Zustandsbericht von 2015 stufte das Waldökosystem des Parks als schlecht ein, vor allem weil typische Baumarten fehlen. Seitdem pflanzt die Parkverwaltung Rotfichte, Weymouthskiefer, Hemlocktanne, Roteiche, Gelbbirke und Zuckerahorn zurück.

Der Park liegt in Epekwitk, dem nicht abgetretenen Gebiet der Mi’kmaq, das durch die historischen Friedens- und Freundschaftsverträge abgedeckt ist. Mit dem Abkommen Toquktmekl verwalten die Mi’kmaq Epekwitnewaq Kapmntemuow und Parks Canada den Park gemeinsam; ein fünfköpfiges Gremium berät beide Seiten.

Lebensräume: Küste, Wald, Süßwasser, Feuchtgebiete ↗

Prince Edward Island Nationalpark besuchen: Überblick und Planung

Ein Strandpark in drei Teilen — wer alle sehen will, fährt jedes Mal neu an.

1

Drei Teile, getrennt durch Buchten

Der Park gliedert sich in Cavendish–North Rustico, Brackley–Dalvay und Greenwich. Die Parkverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass Buchten die Teile trennen und keine Straße sie direkt verbindet. Plane jeden Teil als eigenes Tagesziel.

Besuchsplanung: drei Parkteile ↗
2

Vierzig Kilometer Küste

Der Park zieht sich 40 Kilometer an der Nordküste entlang, von Cavendish bis North Rustico und von Brackley bis Dalvay, dazu sechs Kilometer auf der Halbinsel Greenwich. Charlottetown liegt nur 24 Kilometer entfernt.

Besuchsplanung: drei Parkteile ↗
3

Ganzjährig zugänglich, Service nur im Sommer

Der Park ist das ganze Jahr offen. Die meisten Einrichtungen arbeiten von Mitte Mai bis in den frühen Herbst, vollen Service gibt es im Juli und August, eingeschränkten im Mai, Juni, September und Oktober.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗
4

Zur Mittagszeit wird es voll

Im Juli und August ist der Park zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten besucht. Die Parkverwaltung rät, früher oder später zu kommen oder gleich Juni und September zu wählen. Freie Parkplätze zeigt der Onlinedienst PEI Now.

Beste Besuchszeiten und Parken ↗

Beste Reisezeit und Saison

Bewachte Strände nur im Hochsommer — und jedes Jahr ein paar Tage, an denen es eng wird.

Bewachte Strände

Cavendish Beach und Brackley Beach sind vom 28. Juni bis 4. September täglich von 10 bis 18 Uhr bewacht, Stanhope Main Beach vom 29. Juni bis 27. August, Greenwich Beach vom 29. Juni bis 20. August, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Stege und Treppen zu den Stränden stehen vom Victoria-Day-Wochenende im Mai bis Ende September.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗

Campingplätze

Cavendish und Stanhope sind vom 10. Juni bis 21. September geöffnet. Reserviert wird über den Reservierungsdienst von Parks Canada, telefonisch unter 1-877-737-3783.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗

Diese Tage meiden

Besonders voll wird es 2026 am Victoria Day (18. Mai), am Canada Day (1. Juli), während des Cavendish Beach Music Festival (9. bis 11. Juli), am Civic Holiday (3. August) und am Labour Day (7. September).

Beste Besuchszeiten und Parken ↗

Juni und September

Die Parkverwaltung nennt Juni und September ausdrücklich als oft ausgezeichnete Besuchszeit, wenn du es ruhiger magst. Das Besucherzentrum in Greenwich hatte 2026 vom 8. Juni bis 7. September täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Beste Besuchszeiten und Parken ↗

Winter

Von Mitte Oktober bis Mitte Mai sind alle Einrichtungen geschlossen, auch Toiletten und Wärmehütten. Der Gulf Shore Parkway wird zwischen Cavendish und North Rustico sowie zwischen Brackley und Dalvay geräumt, einige Parkplätze ebenso. Loipen werden nicht gespurt, Notfallhilfe gibt es nur eingeschränkt.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗

Anreise und Verkehr

Mit dem Auto über die Brücke oder mit der Fähre — und dann für jeden Parkteil eine eigene Route.

Nach Cavendish

Von der Confederation Bridge bei Borden-Carleton über Route 1, Route 1A und Route 2 nach Kensington, dann 27 Kilometer auf Route 6 nach Norden. Von Charlottetown über Route 2 und Route 7 bis Oyster Bed Bridge, dann 20 Kilometer auf Route 6.

Anreise zu den drei Parkteilen ↗

Nach Brackley

Von Charlottetown 17 Kilometer auf Route 15 nach Norden, die Brackley Point Road. Ab Brackley führt der Gulf Shore Parkway zwölf Kilometer an der Küste entlang bis Dalvay.

Anreise zu den drei Parkteilen ↗

Nach Greenwich

Von Charlottetown 52 Kilometer auf Route 2 nach Osten bis St. Peter’s, dann über Route 313 und die Greenwich Road knapp zehn Kilometer bis zum Besucherzentrum. Die Parkverwaltung beschreibt die Anfahrt auch vom Fährterminal Wood Islands.

Anreise zu den drei Parkteilen ↗

Parken und Wohnmobile

Wenn Parkplätze voll sind, bittet die Parkverwaltung, weiterzufahren statt zu warten — Falschparker werden bei Gefahr abgeschleppt. Stellplätze für Wohnmobile und Anhänger sind sehr knapp; lass große Fahrzeuge möglichst im Ort oder am Besucherzentrum.

Beste Besuchszeiten und Parken ↗

Eintritt und Gebühren

Alle Beträge in kanadischen Dollar, abgerufen bei Parks Canada am 19.09.2026.

Tageseintritt

Erwachsene 10,00 $, Senioren ab 65 Jahren 8,75 $, Familie oder Gruppe 19,50 $ für bis zu sieben Personen in einem Fahrzeug. Jugendliche bis 17 Jahre zahlen keinen Eintritt. Kommerzielle Gruppen zahlen 8,50 $ pro Person.

Parks Canada: Gebühren ↗

Günstiger in der Nebensaison

Die Gebührenliste führt einen eigenen Tagestarif für die Nebensaison: Erwachsene 5,00 $, Senioren 4,25 $, Familie oder Gruppe 10,00 $. Welche Wochen genau dazugehören, nennt die Seite nicht — frag bei der Anreise nach.

Parks Canada: Gebühren ↗

Saisonpass und Frühbucherpreis

Der Saisonpass kostet 48,25 $ für Erwachsene, 42,50 $ für Senioren und 96,75 $ für Familie oder Gruppe. Die Liste nennt dazu einen Frühbucherpreis von 24,50 $, 21,25 $ und 60,50 $. Der landesweite Discovery Pass kostet 83,50 $, 71,50 $ und 167,50 $.

Parks Canada: Gebühren ↗

Sommer 2026: Eintritt frei

Mit dem Canada Strong Pass war der Eintritt vom 19. Juni bis 7. September 2026 frei, Camping und Übernachtungen kosteten 25 Prozent weniger. Seit dem 8. September gelten wieder die regulären Gebühren. Reservierungsgebühren, Feuerholz und Genehmigungen waren von der Aktion ausgenommen.

Canada Strong Pass 2026: freier Eintritt im Sommer ↗

Wo du den Pass kaufst

Tagespässe gibt es persönlich an den Parkeingängen und bei Green Gables Heritage Place, beides saisonal, sowie in der Ardgowan National Historic Site in Charlottetown, montags bis freitags von 8:30 bis 16:30 Uhr.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Was du im Park unternehmen kannst

Strände zuerst — aber auch zwanzig Kilometer asphaltierter Radweg und Dünen, die wandern.

Film der Parkverwaltung

If a Tree Falls in the Forest: Restoring the Acadian Forest in PEI National Park

Gut sechs Minuten von Parks Canada über die Seite des Parks, die hinter den Stränden liegt: Der ursprüngliche Akadische Wald wurde für Äcker gerodet, heute pflanzt die Parkverwaltung die fehlenden Baumarten zurück. Englisch, 2018.

Quelle: Parks CanadaKanal ansehen ↗

Baden an den bewachten Stränden

Surfguards sind in der Hochsaison an Cavendish, Brackley, Stanhope und Greenwich im Dienst. An den drei erstgenannten gibt es Rampen, Mobilitätsmatten und Strandrollstühle. Die Parkverwaltung rät, nur zwischen den Flaggen zu schwimmen.

Strände und Baden ↗

Radfahren auf dem Gulf Shore Way

Ein asphaltierter Zweirichtungsweg begleitet den Gulf Shore Parkway, vorbei an den roten Klippen von Cavendish, den Dünen von Brackley, dem Leuchtturm von Covehead und vier bewachten Stränden. Der Westabschnitt misst 8,5, der Ostabschnitt 12,2 Kilometer. Helmpflicht.

Radfahren auf dem Gulf Shore Way ↗

Wanderdünen in Greenwich

Drei Wege zwischen 1,1 und 4,6 Kilometern führen durch abgelegenen Wald, über aufgegebene Felder und zu Aussichten über den Bowley Pond. Alle Wege tragen Informationstafeln zur Landschaft und Geschichte.

Parkteil Greenwich: Dünen und Besucherzentrum ↗

Das Besucherzentrum in Greenwich

Über 20 Ausstellungsstücke, darunter eine Zeitleiste zu 10.000 Jahren Besiedlung mit Funden vom Ort, ein im Boden eingelassenes 3D-Modell der Halbinsel und ein zwölfminütiger Film. Das Zentrum ist vollständig rollstuhlgerecht.

Parkteil Greenwich: Dünen und Besucherzentrum ↗

Vögel beobachten

Der Park ist ein wichtiges Vogelgebiet. Anfänger sehen am ehesten Singammer, Goldwaldsänger, Gürtelfischer, Fischadler und Kanadagans — die Parkverwaltung stellt dafür eine Checkliste bereit und bittet, Beobachtungen bei eBird zu melden.

Vogelbeobachtung ↗

Natur und Geschichte

Rostroter Sandstein, wandernder Sand — und ein Wald, der erst zurückgepflanzt wird.

Warum die Klippen rot sind

Die Klippen entstanden aus Sand, Schluff und Schlamm, die vor rund 285 Millionen Jahren von einem alten Gebirge in ein breites Tal gespült wurden. Die rote Farbe stammt von Hämatit: Eisenhaltige Minerale im Gestein sind oxidiert, also gerostet. Weil der weiche Sandstein leicht erodiert, verändert sich die Küste ständig.

Lebensräume: Küste, Wald, Süßwasser, Feuchtgebiete ↗

Parabeldünen mit Gegenwällen

Die großen, wandernden Parabeldünen von Greenwich mit ihren Gegenwällen sind laut Parkverwaltung ein in Nordamerika sehr seltenes Phänomen. Die Parkverwaltung verwendet dafür sogar das deutsche Wort. Greenwich wurde 1998 in den Park aufgenommen, um diese Landschaft zu schützen.

Parkteil Greenwich: Dünen und Besucherzentrum ↗

Nach Hurrikan Fiona

Zwei Forscher vermaßen die Dünen von Greenwich seit 2002; ihre letzte Aufnahme des 20-jährigen Projekts machten sie im Mai 2022. Fünf Monate später traf Fiona die Insel. Bis zum Frühjahr 2025 hatten sich die Dünen entlang der Küste deutlich erholt. Ein Befund: Der Mensch gefährdet die Dünen stärker als die Natur.

Dünen nach Hurrikan Fiona ↗

Ein Wald, der fehlt

Ursprünglich wuchs hier Akadischer Mischwald aus Buche, Zuckerahorn, Gelbbirke, Hemlocktanne und Roteiche. Bis 1900 war das meiste für Landwirtschaft, Brennholz und Bauholz gerodet. Heute dominiert Weißfichte. Im Projekt CoRe wurden 54.000 Bäume gepflanzt, um fehlende Arten zurückzubringen.

Pflanzen und Waldwiederherstellung ↗

Epekwitk

Die Insel ist Epekwitk, nicht abgetretenes Gebiet der Mi’kmaq. Mit dem Abkommen Toquktmekl — „Projekte gemeinsam anpacken“ — verwalten die Mi’kmaq den Park heute gemeinsam mit Parks Canada.

Toquktmekl: gemeinsame Verwaltung mit den Mi’kmaq ↗

Karte und Orte im Park

Jeder Punkt ist an einem OpenStreetMap-Objekt belegt.

Orte im Park
Luftbild über dem Westteil des Parks: Fichtenwald und Wiesen, dahinter verzweigte Wasserläufe, eine flache Bucht und eine lange Sandnehrung vor dem offenen Meer
Foto: Gabriel Picard ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Cavendish–North Rustico

Der meistbesuchte Teil des Parks — wegen der Strände, wegen Anne of Green Gables und wegen der roten Klippen der Nordküste.

Strände
Cavendish Main Beach (bewacht), North Rustico, MacNeils Brook.
Klippen
rote Sandsteinklippen; Aussichtspunkt Oceanview.
Cavendish Grove
Tagesbereich seit 2007, benannt nach einem auf der Insel seltenen Bestand aus Zuckerahorn.
Radweg
Gulf Shore Way West, 8,5 km asphaltiert.
Camping
Cavendish Campground, über 200 Stellplätze, eigener Strand.
Winter
Gulf Shore Parkway bis North Rustico wird geräumt.
Parkteil Cavendish–North Rustico ↗
Der weiße, sich nach oben verjüngende Holzleuchtturm von Covehead mit roter Laterne steht vor tiefblauem Himmel auf einer mit Strandhafer bewachsenen Düne
Foto: Andrea Schaffer ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Brackley–Dalvay

Der Parkteil vor den Toren Charlottetowns: ein großer Strand, viele kleine und ein Leuchtturm zwischen den Dünen.

Brackley Beach
bewacht, feiner Sand, 17 km ab Charlottetown.
Stille Strände
Shaws Beach, Ross Lane, Stanhope Cape, Dalvay Beach.
Covehead
Leuchtturm und Hafen, Aussichtspunkt mit Strandzugang.
Radweg
Gulf Shore Way East, 12,2 km bis Dalvay.
Stanhope
Campingplatz mit über 100 Stellplätzen.
Achtung
starke Strömungen in Covehead Bay bei Gezeitenwechsel.
Parkteil Brackley–Dalvay ↗
Eine hohe, teils bewachsene Sanddüne erhebt sich hinter einem Schilfgürtel über einem dunkelblauen Teich, darüber wolkenloser Himmel
Foto: Andrea Schaffer ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Greenwich

Weniger besucht, aber das Herzstück für Landschaftsliebhaber: die größten Sanddünen der Insel und 10.000 Jahre Siedlungsgeschichte.

Seit
1998 Teil des Nationalparks.
Lage
Westspitze einer Halbinsel zwischen St. Peters Bay und Sankt-Lorenz-Golf.
Dünen
große, wandernde Parabeldünen mit Gegenwällen — in Nordamerika sehr selten.
Archäologie
Grabungen 1983 bis 2002: Spuren der Mi’kmaq, französischer und akadischer Siedler sowie schottischer, irischer und englischer Einwanderer.
Wege
drei Wege, 1,1 bis 4,6 km.
Strand
bewacht, Solarstrom und Komposttoiletten.
Parkteil Greenwich: Dünen und Besucherzentrum ↗
Eine Besucherin mit türkisem Hut geht über einen schwimmenden Holzsteg durch dichtes Schilf auf die grün bewachsenen Dünen von Greenwich zu
Foto: Nicogag ↗ · CC BY-SA 3.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Dünen

Aus einem Häufchen Sand hinter angeschwemmtem Seetang wird mit etwas Strandhafer eine Düne — und mit zehn Schritten ist die Pflanze wieder tot.

Anfang
Sand sammelt sich hinter Seetang, Steinen oder Treibholz.
Strandhafer
hält die Düne mit Wurzelausläufern zusammen.
Bewohner
Savannenammer, Wiesenhüpfmaus, Rotfuchs, Kornweihe.
Schaden
zehn Schritte töten eine Strandhaferpflanze; danach bläst der Wind Löcher in die Düne.
Schutz
Sperrflächen, Stege, Neupflanzung von Strandhafer.
Nach Fiona
bis Frühjahr 2025 deutliche Erholung entlang der Küste.
Dünen nach Hurrikan Fiona ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Übernachten im Park

Zwei Campingplätze nah am Strand, dazu feste Unterkünfte ohne Zeltstangen.

Cavendish

Der größte Platz im Park, mit über 200 Stellplätzen und einem eigenen Strand. Voll erschlossen kostet die Nacht 43,75 $, mit Strom und Wasser 40,00 $, ohne Anschluss mit Duschgebäude 34,00 $.

Camping in Cavendish und Stanhope ↗

Stanhope

Ruhiger, mit über 100 Stellplätzen, zu denselben Preisen wie Cavendish. Hier gibt es auch ausgestattete Stellplätze für 86,50 $ pro Nacht und Gruppencamping für 7,25 $ pro Person.

Camping in Cavendish und Stanhope ↗

oTENTik und Bunkie

Ein oTENTik kostet 147,50 $ pro Nacht und schläft fünf bis sechs Personen — sechs stehen in Cavendish, acht in Stanhope, je zwei davon barrierearm. Grill gibt es seit 2024 keinen mehr. Ein Bunkie kostet 123,00 $ ohne und 147,50 $ mit Wasser und Strom.

oTENTiks ↗

Kein eigenes Feuerholz

Zum Schutz vor eingeschleppten Arten darfst du kein Feuerholz mitbringen, auch keines, das anderswo auf der Insel gekauft wurde. Holz gibt es auf beiden Campingplätzen zu kaufen.

Camping in Cavendish und Stanhope ↗

Was der Park von dir verlangt

Das Meer ist hier das Hauptrisiko, die Dünen das empfindlichste Gut.

Brandung und Rippströmungen

Die Nordküste kann innerhalb kurzer Zeit von ruhig zu kräftiger Brandung wechseln. Wirst du von einer Rippströmung erfasst: nicht dagegen anschwimmen, seitlich herausschwimmen, notfalls treiben lassen und um Hilfe winken. Rote Flagge heißt Badeverbot.

Sicherheit am Wasser ↗

Keine Luftmatratzen

Schwimmringe, Liegen und andere aufblasbare Spielzeuge sind im Wasser verboten, weil ablandiger Wind sie weit hinaustreibt. Schwimmhilfen für kleine Kinder sind erlaubt, wenn ein Erwachsener in Armlänge bleibt.

Sicherheit am Wasser ↗

Runter von den Dünen

Nach Angabe der Parkverwaltung reichen zehn Schritte, um eine Strandhaferpflanze zu töten. Die Parkverwaltung bittet, allen Dünen fernzubleiben — auch den flachen „Babydünen“ am Strand, wo neue Dünen um die ersten Pflanzen herum entstehen. Nutze die Stege und markierten Zugänge.

Dünen nach Hurrikan Fiona ↗

Hunde nicht an den Strand

Vom 1. April bis 15. Oktober sind Haustiere an allen Stränden des Parks verboten, zum Schutz des bedrohten Gelbfuß-Regenpfeifers, der am Boden brütet. Auf Wegen, Picknick- und Campingplätzen sind Hunde an der höchstens drei Meter langen Leine erlaubt.

Mit Hund im Park ↗

Kein Sprung von der Brücke

Von der Brücke bei Covehead zu springen oder zu tauchen ist verboten. Die Mindeststrafe beträgt 175 $. In Covehead Bay und bei Robinsons Island erzeugen schmale Rinnen bei Gezeitenwechsel starke Strömungen.

Sicherheit am Wasser ↗

Weiterreise und Umgebung

Was sich anschließt — im Park, auf der Insel und jenseits der Brücke.

Green Gables Heritage Place

Der Hof, der Lucy Maud Montgomery zum Schauplatz von „Anne auf Green Gables“ inspirierte, liegt in Cavendish direkt am Park. Die beiden kurzen Rundwege Haunted Wood und Balsam Hollow beginnen dort und kosten Eintritt.

Parkteil Cavendish–North Rustico ↗

Dalvay-by-the-Sea

Ein ehemaliger Sommersitz im Stil des Queen Anne Revival zwischen Strand und Dalvay Lake, heute nationale historische Stätte. Das Gelände ist ganzjährig offen; von Juni bis Ende September ist das Haus ein Hotel, dessen Restaurant auch Tagesgäste besuchen können. Fans kennen es als „White Sands Hotel“ aus den Anne-Verfilmungen.

Dalvay-by-the-Sea National Historic Site ↗

Charlottetown

Die Hauptstadt der Provinz liegt 24 Kilometer vom Park entfernt. In der Ardgowan National Historic Site sitzt die Parkverwaltung, dort gibt es montags bis freitags Pässe und Ladestationen für Elektroautos.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗

French River

Westlich von Cavendish, an der Einfahrt zur New London Bay, verwaltet Parks Canada seit Kurzem 135,34 Acres Ackerland, Klippen und Strand. 2026 kostet der Zugang nichts; es gelten aber die Parkregeln — auch das Hundeverbot am Strand vom 1. April bis 15. Oktober.

Neue Parkfläche bei French River ↗

Häufige Fragen zum Prince Edward Island Nationalpark

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Was kostet der Eintritt?

Der Tageseintritt kostet 10,00 $ für Erwachsene, 8,75 $ für Senioren und 19,50 $ für Familie oder Gruppe bis sieben Personen in einem Fahrzeug. Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts. In der Nebensaison gilt ein halbierter Tagestarif. Vom 19. Juni bis 7. September 2026 war der Eintritt mit dem Canada Strong Pass frei.

Parks Canada: Gebühren ↗

Sind die drei Parkteile verbunden?

Nein. Cavendish–North Rustico, Brackley–Dalvay und Greenwich sind durch Buchten getrennt und nicht direkt über eine Straße verbunden. Jeder Teil hat eine eigene Anfahrt; innerhalb der beiden westlichen Teile verbindet der Gulf Shore Parkway die Strände.

Besuchsplanung: drei Parkteile ↗

Wo kann ich sicher baden?

An den bewachten Stränden Cavendish, Brackley, Stanhope Main und Greenwich, im Sommer zwischen Ende Juni und Ende August bis Anfang September. Schwimm zwischen den Flaggen; bei roter Flagge ist Baden verboten. Aufblasbare Spielzeuge sind im Wasser nicht erlaubt.

Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗

Darf mein Hund mit an den Strand?

Vom 1. April bis 15. Oktober nicht. In dieser Zeit sind Haustiere an allen Stränden des Parks verboten, zum Schutz brütender Vögel wie des Gelbfuß-Regenpfeifers. Auf Wegen, Picknick- und Campingplätzen sind angeleinte Hunde erlaubt.

Mit Hund im Park ↗

Wie weit ist es von Charlottetown?

Der Park liegt 24 Kilometer von Charlottetown entfernt. Nach Brackley sind es 17 Kilometer über Route 15, nach Greenwich rund 62 Kilometer über Route 2 und Route 313.

Besuchsplanung: drei Parkteile ↗

Hat der Park mit Anne auf Green Gables zu tun?

Ja. Cavendish ist weltweit für seine Verbindung zu Lucy Maud Montgomery und ihrer Heldin Anne Shirley bekannt. Green Gables Heritage Place, der Hof, der die Autorin inspirierte, liegt direkt am Parkteil Cavendish–North Rustico.

Parkteil Cavendish–North Rustico ↗

Quellen und Stand

Alle Angaben stammen von der Parkverwaltung und sind mit Datum geprüft.

  1. Parkverwaltung: Prince Edward Island ↗
  2. Besuchsplanung: drei Parkteile ↗
  3. Parks Canada: Gebühren ↗
  4. Canada Strong Pass 2026: freier Eintritt im Sommer ↗
  5. Betriebszeiten: Strände, Campingplätze, Winter ↗
  6. Anreise zu den drei Parkteilen ↗
  7. Beste Besuchszeiten und Parken ↗
  8. Aktivitäten und Erlebnisse ↗
  9. Wander- und Radwege ↗
  10. Vogelbeobachtung ↗
  11. Radfahren auf dem Gulf Shore Way ↗
  12. Strände und Baden ↗
  13. Camping in Cavendish und Stanhope ↗
  14. oTENTiks ↗
  15. Parkteil Cavendish–North Rustico ↗
  16. Parkteil Brackley–Dalvay ↗
  17. Parkteil Greenwich: Dünen und Besucherzentrum ↗
  18. Lebensräume: Küste, Wald, Süßwasser, Feuchtgebiete ↗
  19. Pflanzen und Waldwiederherstellung ↗
  20. Dünen nach Hurrikan Fiona ↗
  21. Sicherheit am Wasser ↗
  22. Mit Hund im Park ↗
  23. Toquktmekl: gemeinsame Verwaltung mit den Mi’kmaq ↗
  24. Neue Parkfläche bei French River ↗
  25. Faktenblatt der Parkverwaltung (Stand 2013, PDF) ↗
  26. Dalvay-by-the-Sea National Historic Site ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 19.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: Kelly Wang ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Alle Standorte an einem OpenStreetMap-Objekt belegt; Typ des Objekts jeweils geprüft. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.