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Kanada

Manitoba · Manitoba-Steilstufe

Riding Mountain Nationalpark

Eine Waldinsel mitten im Ackerland Manitobas — mit einer Bisonherde hinter dem Zaun und einer Geschichte, die die Parkverwaltung selbst „zu Unrecht“ nennt.

Originalquellen11Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Verortete Orte7Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
ProvinzManitobaManitoba · Manitoba-Steilstufe
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 19.09.2026

Der Riding Mountain Nationalpark: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Riding Mountain ist eine bewaldete Hochfläche mitten im Ackerland Manitobas — nach Angabe der Parkverwaltung über 3.000 Quadratkilometer, in denen drei verschiedene Ökozonen aufeinandertreffen.

Espen-Parkland, Borealwald und östlicher Laubwald kommen hier zusammen, dazu weite Wiesen aus Rauem Schwingel im Westen und ausgedehnte Marschen und Flussauen. Die Parkverwaltung nennt es ein einzigartiges Gebiet, in dem östliche und westliche sowie nördliche und südliche Ökosysteme aufeinandertreffen.

Der Park ist Lebensraum für Wölfe, Elche, Wapitis und Schwarzbären sowie für hunderte Vogelarten. Am Lake Audy lebt zusätzlich eine Herde von etwa 40 Präriebisons in einem 500 Hektar großen Gehege — Nachfahren von zehn Tieren, die in den 1940er Jahren aus dem Elk-Island-Nationalpark kamen.

Clear Lake bei Wasagaming ist nährstoffarm und dadurch außergewöhnlich klar. Er ist Lebensraum für 14 Fischarten und war historisch eine Quelle für sauberes Trinkwasser.

Der Park liegt im Gebiet von Vertrag 2 und im angestammten Land der Anishinabe. Die Parkverwaltung arbeitet mit der Koalition der First Nations mit Interessen am Park sowie mit Gemeinschaften aus den Verträgen 2, 4 und 1 zusammen.

Als der Park 1930 gegründet wurde, wurden die Anishinabe vertrieben. Die Parkverwaltung schreibt dazu, die Verbindung zum Land sei unterbrochen, aber nicht zerstört worden.

Natur: drei Waldtypen und ihre Tiere ↗

Riding Mountain besuchen: Überblick und Planung

Ein Park, den man in ein paar Stunden streifen oder wochenlang durchwandern kann.

1

Wildnis mit Feldern ringsum

Die Parkverwaltung beschreibt Riding Mountain als ein Wildnisgebiet, das von Landwirtschaft umgeben ist. Genau daraus bezieht der Park seine Bedeutung: Er ist die letzte große zusammenhängende Fläche in einer sonst durchgehend bewirtschafteten Landschaft.

Natur: drei Waldtypen und ihre Tiere ↗
2

Drei Waldtypen auf einmal

Espen-Parkland, Borealwald und östlicher Laubwald treffen hier zusammen. Die Parkverwaltung nennt den Park ein einzigartiges Gebiet, in dem östliche und westliche sowie nördliche und südliche Ökosysteme aufeinandertreffen — sichtbar nicht nur an den Pflanzen, sondern auch an den Vögeln und Säugetieren.

Natur: drei Waldtypen und ihre Tiere ↗
3

Über 3.000 Quadratkilometer

Die Größenangabe steht nicht auf den Webseiten des Parks, sondern im eigenen Film der Parkverwaltung: Riding Mountain erstreckt sich über mehr als 3.000 Quadratkilometer, in denen drei verschiedene Ökozonen zusammenkommen.

Parkverwaltung: Riding Mountain ↗
4

Eine Fahrzeuggenehmigung ist Pflicht

Die Parkverwaltung formuliert es so: Für den Besuch ist eine Genehmigung für das Kraftfahrzeug erforderlich, erhältlich an den Toren des Parks. Plane zwischen ein paar Stunden und mehreren Wochen ein — beides ist hier möglich.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Beste Reisezeit und Saison

Die Tore und das Besucherzentrum haben klar begrenzte Zeiten — der Park selbst nicht.

Besucherzentrum

Vom 15. Mai bis 9. September 2026 täglich von 9 bis 18 Uhr, vom 10. September bis 12. Oktober täglich von 9 bis 16:30 Uhr.

Öffnungszeiten von Besucherzentrum und Toren ↗

Die beiden Tore

Das Südtor ist vom 27. April bis 8. September 2026 täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt. Das Nordtor vom 5. Juni bis 8. September montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr.

Öffnungszeiten von Besucherzentrum und Toren ↗

Verwaltung und Campingplatzwart

Die Verwaltung ist montags bis donnerstags von 9 bis 12 und 13 bis 16:30 Uhr erreichbar, freitags bis 18 Uhr, unter 204-848-7275. Der Campingplatzwart ist täglich von 9:30 bis 16:30 Uhr unter 204-868-8267 erreichbar.

Öffnungszeiten von Besucherzentrum und Toren ↗

Winter

Die Parkverwaltung führt Winteraktivitäten als eigenen Bereich: Langlauf, Schneeschuhgehen und Schneemobilfahren. Für Aktivitäten auf zugefrorenen Gewässern gibt es eine eigene Sicherheitsseite — Eis ist hier ein ernstes Thema.

Sicherheit: Bären, Bisons, Zecken ↗

Wann die Tiere sichtbar sind

Die Parkverwaltung wirbt mit heulenden Wölfen, röhrenden Wapitis, Schwarzbären, Bisons und Nordlichtern. Wapiti-Brunft und Nordlichter sprechen für den Herbst, die Bisons sind ganzjährig im Gehege.

Aktivitäten und Erlebnisse ↗

Anreise und Verkehr

Gut erreichbar — und als einer der wenigen Parks im Atlas ausdrücklich auch mit dem Bus.

Dreieinhalb Stunden ab Winnipeg

Der Park liegt in Manitoba und ist nach Angabe der Parkverwaltung bequem mit Auto und Bus erreichbar: dreieinhalb Stunden westlich von Winnipeg und knapp drei Stunden östlich von Yorkton.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Mit dem Flugzeug

Die nächstgelegenen Verkehrsflughäfen sind Dauphin und Brandon. Für eine Anreise aus Übersee ist Winnipeg der praktische Ausgangspunkt.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Fahrzeuggenehmigung am Tor

Die Genehmigung für das Kraftfahrzeug wird an den Toren des Parks gekauft. Das Südtor liegt am Highway 10 südlich von Wasagaming, das Nordtor im Norden des Parks.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Zum Bisongehege nur mit dem Auto

Für das Gehege am Lake Audy schreibt die Parkverwaltung ausdrücklich vor, ein Kraftfahrzeug zu benutzen. Die Zufahrt führt über die Lake Audy Road vom Highway 10 oder von der Provincial Road 354.

Das Bisongehege am Lake Audy ↗

Eintritt und Gebühren

Alle Beträge in kanadischen Dollar, abgerufen bei Parks Canada am 19.09.2026.

Tageseintritt

Erwachsene 10,00 $, Senioren ab 65 Jahren 8,75 $, Familie oder Gruppe 19,50 $ für bis zu sieben Personen in einem Fahrzeug. Jugendliche bis 17 Jahre zahlen keinen Eintritt. Kommerzielle Gruppen zahlen 8,50 $ pro Person.

Parks Canada: Gebühren ↗

Jahrespass mit einer Besonderheit

Der Jahrespass kostet 48,25 $ für Erwachsene, 42,50 $ für Senioren und 96,75 $ für Familie oder Gruppe. Riding Mountain führt zusätzlich einen weiteren Familien- oder Gruppenpass für 42,50 $ — praktisch für Haushalte mit zwei Fahrzeugen. Ein Ersatz für einen verlorenen National Pass kostet 18,50 $.

Parks Canada: Gebühren ↗

Camping in Wasagaming

Voll erschlossen mit Wasser, Abwasser und Strom 47,25 $ pro Nacht, mit Strom und Wasser 43,75 $, nur mit Strom 40,00 $, ohne Anschluss mit Toiletten- und Duschgebäude 34,00 $. Reservierungsgebühren fallen in Wasagaming und beim Gruppencamping zusätzlich an.

Parks Canada: Gebühren ↗

Einfache Plätze für 19,50 $

Moon Lake, Lake Audy, Whirlpool und Deep Lake kosten als einfache Plätze 19,50 $ pro Nacht — die günstigste Übernachtung im Park und zugleich die ruhigste.

Parks Canada: Gebühren ↗

oTENTik, Jurte und MicroCube

In Wasagaming stehen oTENTik-Zeltbungalows und Jurten für je 147,50 $ pro Nacht sowie MicroCubes für 123,00 $. Für Gruppen ab zehn Personen kostet ein Platz 6,25 $ pro Person; ein überdachter Wildnisplatz kostet 107,25 $ pro Nacht bei mindestens drei Personen. Ein Bündel Feuerholz kostet 14,75 $.

Parks Canada: Gebühren ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Was du im Park unternehmen kannst

Über 400 Kilometer Wege, ein Prärie-Badesee und ein Gehege, das man im Auto durchquert.

Film der Parkverwaltung

Riding Mountain National Park of Canada

Knapp zehn Minuten der Parkverwaltung über den ganzen Park — und zugleich die Quelle für eine Angabe, die auf den Webseiten fehlt: Riding Mountain erstreckt sich über mehr als 3.000 Quadratkilometer, in denen drei verschiedene Ökozonen aufeinandertreffen. Englisch.

Quelle: Parks CanadaKanal ansehen ↗

Über 400 Kilometer Wege

Die Parkverwaltung nennt mehr als 400 Kilometer Wege für alle Ansprüche — von kurzen Lehrpfaden bis zu Tageswanderungen, etwa zur Hütte von Grey Owl. Die Wege sind in sechs Netze gegliedert: Agassiz, Escarpment, Grey Owl Area, Lake Audy, Parkway und West.

Wandern: über 400 km Wege ↗

Durch das Bisongehege fahren

Am Lake Audy lebt eine Herde von etwa 40 Präriebisons in einem 500 Hektar großen Gehege, geteilt in Sommer- und Winterweide. Man fährt über Viehroste hinein und sieht die Tiere aus nächster Nähe. Aussteigen ist verboten — die Parkverwaltung weist auf ein Bußgeld hin.

Das Bisongehege am Lake Audy ↗

Clear Lake

Der See bei Wasagaming ist nährstoffarm und dadurch außergewöhnlich klar — geeignet sogar als Trinkwasserquelle. Er ist Lebensraum für 14 Fischarten; Renke und Groppe gelten als Anzeiger für die Gesundheit des Sees, weil beide einen gut durchlüfteten Seeboden brauchen.

Clear Lake: Zeitleiste und Gewässerschutz ↗

Acht rote Stühle

Im Juli 2015 hat der Park acht Sets der roten Adirondack-Stühle an ausgesuchten Aussichtspunkten aufgestellt. Sie sind über den ganzen Park verteilt und markieren Stellen, die die Verwaltung selbst für sehenswert hält.

Aktivitäten und Erlebnisse ↗

Ein ungewöhnlich breites Angebot

Neben Wandern und Paddeln führt die Parkverwaltung Golf, Tennis, Reiten, Planwagenfahrten, Kitesurfen, Gerätetauchen, Geocaching und Schneemobilfahren auf — eine Bandbreite, die mit dem Ferienort Wasagaming im Park zusammenhängt.

Aktivitäten und Erlebnisse ↗

Natur und Geschichte

Die Bisons kamen zurück — die Menschen, die hier lebten, mussten gehen.

Was hier lebt

Borealwald, ein Streifen östlicher Laubwald am Fuß der Steilstufe, weite Wiesen aus Rauem Schwingel im Westen und ausgedehnte Marschen und Flussauen. Darin leben Wölfe, Elche, Wapitis, Schwarzbären, hunderte Vogelarten und die Bisonherde im Gehege.

Natur: drei Waldtypen und ihre Tiere ↗

Die Bisons: zweiter Anlauf

1931 wurden 20 Tiere aus Wainwright in Alberta als Schauherde hergebracht — die Ebene am Lake Audy wurde gewählt, weil alte Bisonknochen und Spuren zeigten, dass sie zum historischen Verbreitungsgebiet gehörte. Diese erste Herde war mit Rindertuberkulose infiziert und musste getötet werden. In den 1940er Jahren ersetzten zehn Tiere aus dem Elk-Island-Nationalpark sie; die heutigen Bisons sind deren Nachfahren.

Das Bisongehege am Lake Audy ↗

Wie die Herde gehalten wird

Im Frühsommer dürfen die Tiere in die Südweide, im Herbst wird die Herde ohne die ausgewachsenen Zuchtbullen in die Nordweide gebracht — so kalbt sie nur einmal im Jahr. Seit dem erneuten Auftreten von Rindertuberkulose 1991 werden die Tiere alle drei Jahre getestet. Übersteigt die Herde 50 Tiere, werden überzählige verkauft: Die Fläche trägt etwa 35 bis 40, und natürliche Räuber greifen im Gehege nicht.

Das Bisongehege am Lake Audy ↗

Löcher im Zaun, mit Absicht

Weil der Zaun nicht zum Ökosystem gehört, hat die Parkverwaltung ihn an mehreren Stellen heruntergedrückt oder hochgezogen. Wapitis und Hirsche nutzen diese „Sprünge“, Bären, Kojoten und Füchse die „Löcher“, um in das Gehege hinein- und wieder herauszukommen.

Das Bisongehege am Lake Audy ↗

Was 1930 geschah

Die Parkverwaltung führt eine Zeitleiste zum Clear Lake und benennt darin klar, was passierte. 1896 war am See die Fischereistation IR 61A für die heutige Keeseekoowenin Ojibway First Nation eingerichtet worden. 1930 wurde der Nationalpark gegründet — und mit der Gründung, so die Parkverwaltung wörtlich, wurde die Fischereistation zu Unrecht entfernt. 1936 wurden die dort lebenden Mitglieder zwangsweise aus ihren Häusern geholt.

Clear Lake: Zeitleiste und Gewässerschutz ↗

Und was seither geschah

1991 wurde IR 61A nach langen Verhandlungen über Landansprüche zurückgegeben. 1998 folgte die Ministervereinbarung zum Senior Officials Forum, 2018 eine vorläufige Übereinkunft zur gemeinsamen Bewirtschaftung des Clear Lake. Heute arbeitet die Parkverwaltung mit der Koalition der First Nations mit Interessen am Park und mit Gemeinschaften aus den Verträgen 2, 4 und 1 auf „Mino Bimaadiziwin“ hin — das gute Leben.

Clear Lake: Zeitleiste und Gewässerschutz ↗

Karte und Orte im Park

Jeder Punkt ist an einem OpenStreetMap-Objekt belegt.

Orte im Park
Die Bisonherde grast verstreut über einen blühenden Wiesenhang im Gehege, dahinter eine geschlossene Waldkante
Foto: Pharmagal ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Das Bisongehege am Lake Audy

Etwa vierzig Präriebisons auf fünfhundert Hektar — und eine Geschichte in zwei Anläufen, von denen der erste scheiterte.

Herde
etwa 40 Präriebisons.
Fläche
500 Hektar, geteilt in Sommer- und Winterweide.
Erster Anlauf
1931 kamen 20 Tiere aus Wainwright, Alberta — infiziert mit Rindertuberkulose, die Herde musste getötet werden.
Zweiter Anlauf
in den 1940er Jahren zehn Tiere aus dem Elk-Island-Nationalpark; die heutigen sind deren Nachfahren.
Gesundheit
seit dem erneuten Auftreten der Rindertuberkulose 1991 alle drei Jahre getestet.
Bestandsgrenze
Die Fläche trägt 35 bis 40 Tiere; über 50 werden überzählige verkauft.
Zufahrt
nur mit dem Fahrzeug, über die Lake Audy Road. Aussteigen verboten.
Das Bisongehege am Lake Audy ↗
Ein hölzerner Steg führt in den Clear Lake hinaus, am gegenüberliegenden Ufer eine dunkle Waldkante unter hohem Wolkenhimmel
Foto: JoannaPoe ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Clear Lake

Ein Prärieseee, der so klar ist, dass er als Trinkwasserquelle taugte — und der Ort, an dem die Geschichte des Parks am wenigsten schön ist.

Warum klar
nährstoffarm (oligotroph); umgeben vom Ökozonengürtel der Boreal Plains, der als natürlicher Wasserfilter wirkt.
Fische
14 Arten, darunter Renke, Hecht, Zander und Groppe.
Anzeigerarten
Renke und Groppe brauchen einen gut durchlüfteten Seeboden und gelten als Gradmesser für die Seegesundheit.
1896
Fischereistation IR 61A für die heutige Keeseekoowenin Ojibway First Nation eingerichtet.
1930
Parkgründung — die Fischereistation wird laut Parkverwaltung zu Unrecht entfernt.
1936
die dort lebenden Mitglieder werden zwangsweise aus ihren Häusern geholt.
1991
IR 61A wird nach langen Verhandlungen zurückgegeben.
2018
vorläufige Übereinkunft zur gemeinsamen Bewirtschaftung des Sees.
Clear Lake: Zeitleiste und Gewässerschutz ↗
Stiller Waldteich mit abgestorbenen Bäumen im Wasser, ringsum dichter Nadelwald, der sich in der Oberfläche spiegelt
Foto: Jamie B. from USA ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Wald und Wasser

Drei Waldtypen, dazu Marschen und Flussauen. Was wie ein ruhiger Teich aussieht, ist oft das Werk von Bibern.

Borealwald
Nadelwald im Norden des Parks.
Östlicher Laubwald
ein Streifen am Fuß der Steilstufe.
Espen-Parkland
der Übergang zur Prärie.
Grasland
weite Wiesen aus Rauem Schwingel im Westen.
Feuchtgebiete
ausgedehnte Marschen und Flussauen.
Tiere
Wölfe, Elche, Wapitis, Schwarzbären, hunderte Vogelarten.
Besonderheit
Hier treffen östliche auf westliche und nördliche auf südliche Ökosysteme.
Natur: drei Waldtypen und ihre Tiere ↗
Das hölzerne Torgebäude des Parks am Highway 10 bei Wasagaming, davor die Fahrbahn mit einem passierenden Auto
Foto: JPark99 ↗ · Public domain ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Tore

An den Toren wird die Fahrzeuggenehmigung gekauft — und eines davon ist selbst eine nationale historische Stätte.

Südtor
27. April bis 8. September 2026, täglich 8–20 Uhr.
Nordtor
5. Juni bis 8. September, Mo–Do 9–17 Uhr, Fr–So 8–20 Uhr.
Fahrzeuggenehmigung
an den Toren erhältlich, für den Besuch erforderlich.
East Gate
eigene nationale historische Stätte: Kanadas letzter erhaltener Nationalparkeingang im Stil der frühen 1930er Jahre.
Verwaltung
204-848-7275, Mo–Do 9–12 und 13–16:30 Uhr, Fr bis 18 Uhr.
Öffnungszeiten von Besucherzentrum und Toren ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Übernachten im Park

Ein großer Platz im Ort und vier einfache draußen.

Wasagaming

Der Hauptcampingplatz liegt im Ferienort im Park, mit allen Ausstattungsstufen von unerschlossen bis voll versorgt. Hier stehen auch die oTENTiks, Jurten und MicroCubes.

Parks Canada: Gebühren ↗

Moon Lake, Lake Audy, Whirlpool, Deep Lake

Vier einfache Plätze für 19,50 $ pro Nacht, verteilt über den Park. Wer Ruhe sucht statt Ferienbetrieb, ist hier richtig.

Parks Canada: Gebühren ↗

Gruppen und Wildnis

Ausgewiesene Gruppenplätze kosten 6,25 $ pro Person bei mindestens zehn Personen. Ein überdachter Wildnisplatz kostet 107,25 $ pro Nacht und setzt mindestens drei Personen voraus.

Parks Canada: Gebühren ↗

Camping nur mit zwei Papieren

Die Parkverwaltung stellt klar: Camping ist ausschließlich in ausgewiesenen Bereichen erlaubt, und zwar mit gültiger Campinggenehmigung und gültigem Parkeintrittspass. Beides zusammen, nicht eines davon.

Parkverwaltung: Riding Mountain ↗

Was der Park von dir verlangt

Bären, Bisons, Zecken — und Eis im Winter.

Du bist im Bärenland

Die Parkverwaltung überschreibt einen Abschnitt genau so. Abfall gehört in die bärensicheren Behälter in Wasagaming und auf allen Camping- und Picknickplätzen; im Hinterland wird er verbrannt oder mitgenommen. Fischreste gehören an die Ausnehmtische, damit der Geruch an einer Stelle bleibt.

Sicherheit: Bären, Bisons, Zecken ↗

Bisons sind Wildtiere

Nicht füttern, nicht nähern — weder Bären noch Bisons noch anderen Tieren. Im Gehege am Lake Audy gilt zusätzlich: nicht aus dem Fahrzeug aussteigen, außer am Bison-Ausstellungsbereich.

Sicherheit: Bären, Bisons, Zecken ↗

Zecken und Lyme-Borreliose

Die Parkverwaltung führt dazu eine eigene Seite. In den Laubwäldern und Wiesen Manitobas gehört der Zeckenschutz zur Vorbereitung.

Sicherheit: Bären, Bisons, Zecken ↗

Eis im Winter

Für Aktivitäten auf zugefrorenen Gewässern gibt es eine eigene Sicherheitsseite. Auf einem Prärieseee mit wechselnden Temperaturen ist die Eisdicke nichts, was man schätzen sollte.

Sicherheit: Bären, Bisons, Zecken ↗

Aktuelle Lage prüfen

Die Parkverwaltung führt fortlaufend aktualisierte Seiten zu wichtigen Meldungen, Wegzuständen, Wetter, Straßenzustand und Waldbrandgefahr. Diese gehören zur Reisevorbereitung.

Parkverwaltung: Riding Mountain ↗

Weiterreise und Umgebung

Was sich anschließt — im Park und außerhalb.

Wasagaming

Der Ferienort im Park ist Standort des Besucherzentrums, des Hauptcampingplatzes und der Versorgung. Von hier aus lässt sich der ganze Park als Tagesziel erschließen.

Öffnungszeiten von Besucherzentrum und Toren ↗

Das East Gate als historische Stätte

Der Registrierungskomplex am Osttor ist eine eigene nationale historische Stätte: Kanadas letzter erhaltener Nationalparkeingang im Stil der frühen 1930er Jahre, sorgfältig instand gehalten.

Parkverwaltung: Riding Mountain ↗

Winnipeg

Dreieinhalb Stunden östlich, mit internationalem Flughafen. Auf dem Weg liegen weitere Parks-Canada-Orte, darunter The Forks, Lower Fort Garry und Riel House.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Dauphin und Brandon

Die nächstgelegenen Verkehrsflughäfen, beide in gut erreichbarer Entfernung. Yorkton in Saskatchewan liegt knapp drei Stunden westlich.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Häufige Fragen zum Riding Mountain Nationalpark

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Kann ich in Riding Mountain Bisons sehen?

Ja, im Gehege am Lake Audy. Dort leben etwa 40 Präriebisons auf 500 Hektar. Man fährt mit dem Auto hinein — die Parkverwaltung schreibt ausdrücklich vor, ein Fahrzeug zu benutzen, und das Aussteigen ist außerhalb des Ausstellungsbereichs verboten.

Das Bisongehege am Lake Audy ↗

Was kostet der Eintritt?

Der Tageseintritt kostet 10,00 $ für Erwachsene, 8,75 $ für Senioren und 19,50 $ für Familie oder Gruppe bis sieben Personen in einem Fahrzeug. Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts. Für den Besuch ist zusätzlich eine Genehmigung für das Kraftfahrzeug erforderlich, die an den Parktoren gekauft wird.

Parks Canada: Gebühren ↗

Wie komme ich hin?

Der Park liegt in Manitoba, dreieinhalb Stunden westlich von Winnipeg und knapp drei Stunden östlich von Yorkton. Die Parkverwaltung nennt Auto und Bus als Anreisewege. Die nächsten Verkehrsflughäfen sind Dauphin und Brandon.

Anreise und Besuchsplanung ↗

Wie groß ist der Park?

Über 3.000 Quadratkilometer. Diese Zahl steht nicht auf den Webseiten, sondern im Film der Parkverwaltung, der zugleich erklärt, dass hier drei verschiedene Ökozonen aufeinandertreffen.

Parkverwaltung: Riding Mountain ↗

Wo kann ich günstig übernachten?

Auf den vier einfachen Plätzen Moon Lake, Lake Audy, Whirlpool und Deep Lake für 19,50 $ pro Nacht. Der Hauptplatz in Wasagaming kostet je nach Ausstattung 34,00 $ bis 47,25 $. Camping ist nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt, mit Campinggenehmigung und Eintrittspass.

Parks Canada: Gebühren ↗

Was ist 1930 mit den Anishinabe passiert?

Die Parkverwaltung benennt es selbst. 1896 war am Clear Lake die Fischereistation IR 61A für die heutige Keeseekoowenin Ojibway First Nation eingerichtet worden. Mit der Parkgründung 1930 wurde sie — so die Parkverwaltung wörtlich — zu Unrecht entfernt, 1936 wurden die dort lebenden Mitglieder zwangsweise aus ihren Häusern geholt. 1991 wurde das Gebiet zurückgegeben.

Clear Lake: Zeitleiste und Gewässerschutz ↗

Quellen und Stand

Alle Angaben stammen von der Parkverwaltung und sind mit Datum geprüft.

  1. Parkverwaltung: Riding Mountain ↗
  2. Parks Canada: Gebühren ↗
  3. Öffnungszeiten von Besucherzentrum und Toren ↗
  4. Anreise und Besuchsplanung ↗
  5. Aktivitäten und Erlebnisse ↗
  6. Wandern: über 400 km Wege ↗
  7. Das Bisongehege am Lake Audy ↗
  8. Natur: drei Waldtypen und ihre Tiere ↗
  9. Clear Lake: Zeitleiste und Gewässerschutz ↗
  10. Parkverwaltung und Zusammenarbeit mit den Anishinabe ↗
  11. Sicherheit: Bären, Bisons, Zecken ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 19.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: Norm Andreiw ↗ · CC BY 3.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Alle Standorte an einem OpenStreetMap-Objekt belegt; Typ des Objekts jeweils geprüft. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.