Der Lusen ist mit 1.373 Metern einer der drei markanten Gipfel, die die Nationalparkverwaltung für den Nationalpark Bayerischer Wald nennt — neben dem Großen Rachel mit 1.453 und dem Großen Falkenstein mit 1.315 Metern. Seine Kuppe ist vollständig von einem Blockmeer aus Granit bedeckt, entstanden durch eiszeitliche Frostverwitterung auf dem Grenzkamm zwischen Bayern und Böhmen. Oben steht ein Gipfelkreuz, knapp darunter auf 1.343 Metern das Lusenschutzhaus.
Zwei Wege sind die gängigen: Vom Parkplatz Fredenbrücke führt der Sommerweg über Martinsklause, Teufelsloch, Hochwaldsteig und die Himmelsleiter zum Gipfel — 533 Höhenmeter, rund anderthalb Stunden. Kürzer geht es vom Parkplatz am oberen Ortsende von Waldhäuser über die Böhmstraße zum Lusenparkplatz und von dort über den Winterweg am Schutzhaus vorbei: knapp 400 Höhenmeter, etwa eine Stunde.
Seit dem neuen Verkehrskonzept entscheidet die Wahl des Parkplatzes über den Preis. Der Großparkplatz Graupsäge ist kostenlos und mit dem Igelbus an den Berg angebunden; wer näher heranfährt, zahlt 5 €, 7,50 € oder — an der Waldhausreibe — 10 € am Tag. Außerhalb der Igelbus-Saison ist das Parken kostenlos.
Der Gipfel liegt vollständig im Nationalpark: Eine Punkt-im-Polygon-Prüfung gegen die OpenStreetMap-Grenze setzt Gipfel, Schutzhaus, Fredenbrücke und die Graupsäge allesamt innerhalb des Schutzgebiets. In den Hochlagen gilt ganzjährig das Wegegebot — man bleibt auf den ausgeschilderten Wegen.
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