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Deutschland

Niedersachsen & Sachsen-Anhalt · Hochharz

Nationalpark Harz

Ein Wald, der gerade aufhört, Wald zu sein — und wieder einer wird. Dazu der höchste Berg Norddeutschlands.

Originalquellen14Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Verortete Orte10Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
BundesländerNiedersachsen & Sachsen-AnhaltNiedersachsen & Sachsen-Anhalt · Hochharz
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 18.09.2026

Der Nationalpark Harz: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Im Harz stirbt gerade ein Wald — und genau das ist der Plan. Auf 24.732 Hektar wird beobachtet, was passiert, wenn man einen Fichtenforst sich selbst überlässt.

Der Nationalpark Harz erstreckt sich über 24.732 Hektar in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und umfasst damit etwa ein Zehntel des Harzes. Rund 97 Prozent der Fläche sind bewaldet. Der Park reicht von rund 230 Metern in den nördlichen Randzonen bis zum Brocken auf 1.141 Metern — dem höchsten Berg Norddeutschlands.

Er entstand zum 1. Januar 2006 aus der Fusion zweier Vorgänger: dem 1990 gegründeten Nationalpark Hochharz in Sachsen-Anhalt und dem 1994 gegründeten Nationalpark Harz in Niedersachsen. Die gemeinsame Verwaltung sitzt in Wernigerode, mit einer Außenstelle in Sankt Andreasberg.

Wer heute herkommt, sieht zuerst die toten Bäume. Seit 2018 hat der Park mehr als 11.600 Hektar Fichtenwald verloren; rund 90 Prozent des früheren Fichtenbestands sind abgestorben. Ursache waren Stürme, Trockenheit und in ihrer Folge die Borkenkäfer. Die Fichte war hier nie allein von Natur aus zu Hause — sie wurde für den Bergbau in Reinbeständen gepflanzt, und solche Bestände sind anfällig.

Die Parkverwaltung greift nicht ein, wo sie nicht muss: 70,1 Prozent der Fläche gehören zur Naturdynamikzone und bleiben sich selbst überlassen, Borkenkäfer werden nur mechanisch bekämpft, und das Totholz bleibt liegen. Nachgeholfen wird dort, wo der Laubwald ohne Starthilfe zu lange bräuchte — seit 2008 wurden rund 7 Millionen Laubbäume gepflanzt, überwiegend Buchen.

Daneben kommt die Natur von selbst zurück. Zwischen den grauen Stämmen wachsen Birke, Aspe, Eberesche und Salweide auf, in den Hochlagen auch wieder Fichten. Was aussieht wie eine Katastrophe, ist der schnellste Waldumbau, den Deutschland derzeit beobachten kann — und man kann ihm buchstäblich beim Wachsen zusehen.

Auch ein Tier ist zurück: Vor knapp 200 Jahren wurde der letzte frei lebende Luchs im Harz geschossen. Anfang 2000 startete hier das erste offizielle Wiederansiedlungsprojekt Deutschlands für die größte europäische Katze. Heute durchstreifen Luchse wieder den gesamten Harz.

Zahlen zum Waldverlust ↗

Den Besuch im Nationalpark Harz planen

Drei Entscheidungen vorab. Die wichtigste: Wie kommst du auf den Brocken — es geht nicht mit dem Auto.

1

Den Weg auf den Brocken wählen

Die Brockenstraße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Auf den 1.141 Meter hohen Gipfel kommst du zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Brockenbahn — und mit dem Rollstuhl nur mit der Bahn.

Brocken barrierefrei ↗
2

Absolutes Wegegebot beachten

Im Nationalpark gilt: „Nur ausgeschilderte Wege benutzen!“ Rund 600 Kilometer beschilderte Wanderwege führen durch das Gebiet. Vor der Tour die aktuellen Wegesperrungen prüfen — abgestorbene Bäume machen Sperrungen hier häufiger als anderswo.

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗
3

Ein Haus als Einstieg suchen

Acht Besucherzentren und Nationalparkhäuser verteilen sich um den Park. Sechs davon kosten keinen Eintritt, nur Brockenhaus und HarzWaldHaus sind kostenpflichtig.

Alle Besucherzentren ↗

Reisezeit und Betriebszeiten

Der Park ist ganzjährig offen. Was saisonal wechselt, sind Bahn, Brockengarten und einzelne Busse.

Barrierefrei nur von Mai bis Oktober

Die Brockenbahn bietet „von Mai bis Oktober“ die Möglichkeit, auch mit dem Rollstuhl auf den Gipfel zu kommen. Außerhalb dieser Monate steht der spezielle Wagen nicht zur Verfügung.

Brocken barrierefrei ↗

Brockengarten nur im Sommerhalbjahr

Der Brockengarten auf dem Gipfel ist von Mai bis Oktober zugänglich. Der Eingangsbereich ist ebenerdig, die schmalen Pfade zwischen den Beeten sind für Rollstühle nicht geeignet.

Brocken barrierefrei ↗

Brockenhaus täglich, ein Schließtag

„Ausstellung und Gastronomie haben täglich von 9.30 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet.“ Letzter Einlass in die Ausstellung ist 16.30 Uhr. Geschlossen ist am 24. Dezember.

Besucherzentrum Brockenhaus ↗

Ilsetaler-Bus im Sommerhalbjahr

Der Niederflurbus „Ilsetaler“ mit Klapprampe fährt von Mai bis Oktober dienstags, donnerstags und samstags zweimal täglich von Wernigerode nach Drei Annen Hohne.

Anreise ↗

Anreise: mit der Bahn bis auf den Gipfel

Der einzige Nationalpark im Atlas, in dem eine Dampfeisenbahn auf den höchsten Berg fährt.

Mit der Bahn in die Region

Von Norden nennt die Parkverwaltung die Bahnhöfe Goslar, Bad Harzburg und Wernigerode, von Süden Herzberg und Walkenried.

Anreise ↗

Mit der Brockenbahn hinauf

Die Harzer Schmalspurbahn führt von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke auf den Brocken. Rollstuhlfahrende nutzen Hubwagen an den Bahnhöfen Wernigerode, Drei Annen Hohne und Brocken; ein Wagen mit breiterer Tür bietet Platz für bis zu vier Rollstühle.

Brocken barrierefrei ↗

Drei Werktage vorher anmelden

Die Rollstuhlfahrt muss „spätestens drei Werktage vor Fahrtantritt beim Kundenservice der Harzer Schmalspurbahnen“ angemeldet werden. Schwerbehinderte mit gültigem Ausweis und Wertmarke werden kostenlos befördert, bei Merkzeichen B auch die Begleitung.

Brocken barrierefrei ↗

Zu Fuß über die Brockenstraße

Die asphaltierte Brockenstraße ist 10 Kilometer lang und überwindet 500 Höhenmeter. Mehrere Abschnitte steigen über 10 Prozent, im letzten Teil sind es 12 bis 14 Prozent. Für den öffentlichen Verkehr ist sie gesperrt, dient aber als Zulieferungsweg.

Brocken barrierefrei ↗

Eintritt: der Park frei, zwei Häuser nicht

Sechs der acht Besucherzentren kosten nichts. Auch das Luchsgehege ist kostenlos.

Sechs Häuser ohne Eintritt

Kostenlos sind das Besucherzentrum TorfHaus, der Natur-Erlebniszentrum HohneHof, die Nationalparkhäuser Sankt Andreasberg, Schierke und Ilsetal sowie die Rangerstation Scharfenstein. Eintritt kosten nur Brockenhaus und HarzWaldHaus.

Alle Besucherzentren ↗

Brockenhaus auf dem Gipfel

Erwachsene zahlen 8 Euro, Senioren 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder von 6 bis 16 Jahren 4 Euro. Die Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern kostet 17 Euro, die Jahreskarte 20 Euro.

Besucherzentrum Brockenhaus ↗

Gruppen und Schulklassen

Ab zehn Personen kostet der Eintritt 5 Euro je Erwachsenem, mit Führung 10 Euro. Schulklassen ab zehn Schülern zahlen 2 Euro je Schüler, mit Führung 4 Euro. Inhaber der HarzCard haben freien Eintritt.

Besucherzentrum Brockenhaus ↗

Luchsgehege kostenlos und immer offen

„Der Eintritt ist frei“, und „das Luchs-Schaugehege ist jederzeit zugänglich“. Die Schaufütterung findet mittwochs und samstags um 14:30 Uhr statt; eine Anmeldung ist auch für Gruppen nicht notwendig.

Luchsgehege Rabenklippe ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Wege und Angebote im Park

Rund 600 Kilometer beschilderte Wanderwege — und ein Gipfel, den man sich verdienen oder erfahren kann.

Film der Nationalparkverwaltung

Luchsfamilie im Nationalpark Harz - eine einzigartige Begegnung

Aufnahmen aus dem Park: Der Luchs war hier fast 200 Jahre verschwunden und ist seit dem Wiederansiedlungsprojekt zurück.

Quelle: Nationalparkverwaltung HarzKanal ansehen ↗

Der Brocken, 1.141 Meter

Der höchste Berg Norddeutschlands und der höchste Punkt des Parks. Oben stehen das Brockenhaus, der Brockengarten und der Brockenrundweg — letzterer ist durch starke Unebenheiten und große Steine für Rollstühle und Kinderwagen nicht geeignet.

Brocken barrierefrei ↗

Luchse sehen, ohne Glück zu brauchen

An der Rabenklippe bei Bad Harzburg liegt ein vier Hektar großes Schaugehege in zerklüfteter Landschaft. Die Zugangsstraße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt: Von Bad Harzburg sind es rund 4 Kilometer zu Fuß, mit der Burgberg-Seilbahn etwa 60 Minuten Wanderung.

Luchsgehege Rabenklippe ↗

Mit dem Bus zum Luchsgehege

Von April bis Anfang November fährt die Buslinie „Grüner Harzer“ (KVG 875) in Richtung Rabenklippe. Das ist die einzige motorisierte Annäherung; die letzte Strecke bleibt zu Fuß.

Luchsgehege Rabenklippe ↗

Radfahren erlaubt, Reiten nur ausgewiesen

Radfahren ist auf den meisten Wegen mit Rücksicht auf Wandernde erlaubt. Reiten nur auf ausgewiesenen Reitwegen. Drohnen sind im gesamten Nationalpark verboten.

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗

Acht Häuser mit eigenem Schwerpunkt

TorfHaus zeigt barrierefrei die zurückkehrende Wildnis, HohneHof hat Entdeckerpfad und Spielplatz, Sankt Andreasberg das FledermausReich, Ilsetal Naturfilme und Rangerwanderungen, Schierke Landschaftseindrücke und Wanderinformationen.

Alle Besucherzentren ↗
Deinen Besuch ergänzen

Mit einem Guide unterwegs

Abfahrtsort, enthaltene Leistungen und Zusatzkosten vor der Buchung prüfen.

Partnerangebote
Angebotsfoto: Geführte Etappe auf dem Harzer HexenstiegGeführte Tour

Der Wolfshof · über GetYourGuide

Geführte Etappe auf dem Harzer Hexenstieg

Geführte Tageswanderung vom Rehberger Grabenhaus bei Altenau entlang des historischen Dammgrabens nach Torfhaus. Der Anbieter beschreibt die Tour ausdrücklich im Nationalpark Harz; der Dammgraben gehört zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

5 Stunden15,2 km · 310 HöhenmeterHunde erlaubt

Abfahrt Hotel Der Wolfshof, Transfer zum Startpunkt inbegriffen

Ausflug ansehen ↗Termine und Preise beim Anbieter

Enthalten sind die geführte Wanderung mit diplomiertem Bergwanderführer und der Transfer. Verpflegung, Getränke, Wanderausrüstung und Versicherung sind nicht enthalten. Stornierung bis 24 Stunden vorher kostenfrei. Produktfoto des Anbieters · GetYourGuide

Werbung · Bei Buchung über diesen Partnerlink können wir eine Provision erhalten. Angebotsangaben geprüft am 2026-09-18. Offizielle Eintrittsinformationen ansehen.

Was hier geschützt wird

Der Harz ist gerade das größte Freilandexperiment Deutschlands: Ein Wirtschaftswald stirbt und wird Wildnis.

24.732 Hektar, zu 97 Prozent Wald

Der Park umfasst 24.732 Hektar und damit etwa 10 Prozent der Gesamtfläche des Harzes. Rund 97 Prozent davon sind bewaldet. Er reicht von rund 230 Metern im Norden und 270 Metern im Süden bis zum Brocken auf 1.141 Metern.

Der Nationalpark in Zahlen ↗

Seit 2018 sind 11.600 Hektar Fichte gestorben

„Seit 2018 hat der Nationalpark Harz mehr als 11.600 Hektar Fichtenwald verloren.“ Rund 90 Prozent des früheren Fichtenbestands sind inzwischen abgestorben — Folge von Stürmen, Trockenheit und Borkenkäfern.

Zahlen zum Waldverlust ↗

Sieben Millionen Laubbäume gepflanzt

„Seit 2008 wurden rund 7 Millionen Laubbäume im Nationalpark gepflanzt – überwiegend Buchen, aber auch andere Arten wie zum Beispiel Bergahorn oder Erlen.“ Daneben kommt die Natur von selbst zurück: Birke, Aspe, Eberesche und Salweide als Pioniere.

Waldverjüngung ↗

70 Prozent bleiben sich selbst überlassen

Zum Stand der Zonierung gehören 70,1 Prozent der Fläche zur Naturdynamikzone, 28,7 Prozent zur Naturentwicklungszone, 0,7 Prozent zu Nutzungszonen und 0,5 Prozent sind Wasserflächen. Borkenkäfer werden nur mechanisch bekämpft, nie chemisch; Totholz bleibt liegen.

Gebietsgliederung und Zonen ↗

Der Luchs ist zurück

„Vor knapp 200 Jahren wurde der letzte frei lebende Luchs im Harz geschossen.“ Anfang 2000 startete hier erstmals in Deutschland ein Wiederansiedlungsversuch für die größte europäische Katze. Heute durchstreifen Luchse wieder den gesamten Harz und breiten sich in angrenzende Naturräume aus.

Das Luchsprojekt Harz ↗

Karte und Orte im Park

Gipfel, Besucherzentren und Bahnhöfe — als Orientierung, nicht als Zufahrtsfreigabe.

Orte im Park
Das kahle Gipfelplateau des Brockens unter aufreißender Wolkendecke
Foto: Ragnar1904 ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Der Brocken

Der höchste Berg Norddeutschlands — und der einzige Gipfel im Atlas, auf den eine Dampfeisenbahn fährt, aber kein Privatauto.

Höhe
1.141 Meter über NHN.
Anfahrt
Brockenstraße für den öffentlichen Verkehr gesperrt; Zugang zu Fuß, mit dem Rad oder der Brockenbahn.
Brockenstraße
10 Kilometer, 500 Höhenmeter; Abschnitte über 10 Prozent, zuletzt 12 bis 14 Prozent.
Oben
Brockenhaus, Brockengarten (Mai bis Oktober) und Brockenrundweg.
Brockenrundweg
Durch starke Unebenheiten und große Steine nicht für Rollstühle und Kinderwagen geeignet.
Brockenuhr
Plateau ebenerdig auf festem Schotter- und Sandboden; der 30 Meter lange Zuweg ist ausgewaschen.
Brocken barrierefrei ↗
Das Brockenhaus mit seiner weißen Kuppel, dahinter der Blick über den Harz
Foto: Sebastian Koppehel ↗ · CC BY 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Besucherzentrum Brockenhaus

Das einzige kostenpflichtige Haus auf dem Gipfel — Ausstellung über drei Etagen zu Natur, Geschichte, Kaltem Krieg und Wetter.

Geöffnet
Täglich 9.30 bis 17.00 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr. Geschlossen am 24. Dezember.
Eintritt
8 € Erwachsene, 7 € Senioren, 5 € ermäßigt, 4 € Kinder von 6 bis 16 Jahren.
Familie & Jahr
17 € Familienkarte (2 Erwachsene mit Kindern), 20 € Jahreskarte.
Gruppen
Ab 10 Personen 5 € je Erwachsenem, mit Führung 10 €; Schulklassen 2 € je Schüler, mit Führung 4 €.
HarzCard
Inhaber haben freien Eintritt.
Barrierefrei
Eingang rechts neben der Drehtür, rollstuhlgerechter Aufzug, behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss.
Besucherzentrum Brockenhaus ↗
Luchs mit Pinselohren im Schaugehege an der Rabenklippe bei der Fütterung
Foto: Matthias Süßen ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Luchsgehege Rabenklippe

Vier Hektar zerklüftete Landschaft bei Bad Harzburg — kostenlos, jederzeit offen, und zweimal die Woche mit Schaufütterung.

Lage
An der Rabenklippe bei Bad Harzburg im Nationalpark Harz.
Größe
Vier Hektar großes Schaugehege.
Eintritt
Frei. Das Gehege ist jederzeit zugänglich.
Schaufütterung
Mittwochs und samstags um 14:30 Uhr; Anmeldung auch für Gruppen nicht notwendig.
Zuweg
Zugangsstraße für den öffentlichen Verkehr gesperrt: rund 4 Kilometer ab Bad Harzburg, mit der Burgberg-Seilbahn etwa 60 Minuten Wanderung.
Bus
Linie „Grüner Harzer“ (KVG 875) von April bis Anfang November.
Luchsgehege Rabenklippe ↗
Dampfzug der Brockenbahn am Bahnhof auf dem Gipfel unter blauem Himmel
Foto: Tobias Nordhausen ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Brockenbahn

Der barrierefreie Weg auf den Gipfel — aber nur von Mai bis Oktober und nur mit Voranmeldung.

Strecke
Von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke auf den Brocken.
Barrierefrei
Mai bis Oktober; Hubwagen an den Bahnhöfen Wernigerode, Drei Annen Hohne und Brocken.
Wagen
Ein spezieller Personenwagen mit breiterer Tür und breiterer Bühne bietet Platz für bis zu vier Rollstühle.
Anmeldung
Spätestens drei Werktage vor Fahrtantritt beim Kundenservice der Harzer Schmalspurbahnen.
Kostenbefreiung
Schwerbehinderte mit gültigem Ausweis und Wertmarke fahren kostenlos, bei Merkzeichen B auch die Begleitung.
Zustieg
Wernigerode oder Drei Annen Hohne.
Brocken barrierefrei ↗
Silbergraue tote Fichtenstämme vor blauem Himmel, darunter dichter grüner Jungwuchs
Foto: ArtMechanic ↗ · CC BY-SA 3.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Der Waldwandel

Kein Schadensbild, sondern ein Umbau: Was hier gerade passiert, lässt sich in Deutschland nirgends sonst in dieser Größe beobachten.

Verlust
Seit 2018 mehr als 11.600 Hektar Fichtenwald verloren.
Anteil
Rund 90 Prozent des früheren Fichtenbestands sind abgestorben.
Ursachen
Stürme, extreme Witterung und in deren Folge Borkenkäfer.
Gepflanzt
Seit 2008 rund 7 Millionen Laubbäume, überwiegend Buchen, dazu Bergahorn und Erlen.
Von selbst
Als Pioniere kommen Birke, Aspe, Eberesche und Salweide, in Hochlagen auch Fichten.
Umgang
Borkenkäfer nur mechanisch, nie chemisch bekämpft; Totholz bleibt im Wald.
Zahlen zum Waldverlust ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Übernachten in und am Park

Im Park gar nicht. Drumherum in den Orten an Bahn und Bus.

Campen und Biwakieren sind verboten

„Das Campen oder Biwakieren im Nationalpark ist nicht erlaubt.“ Offenes Feuer ist ebenfalls verboten. Wer mehrtägig unterwegs ist, übernachtet in den Orten am Rand.

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗

Orte an der Schmalspurbahn

Wernigerode, Drei Annen Hohne und Schierke liegen an der Strecke auf den Brocken und sind damit ohne Auto erreichbar. Drei Annen Hohne hat Bahnhof und Besucherzentrum zugleich.

Anreise ↗

Torfhaus als Basis ohne Bahn

Torfhaus hat eine Bushaltestelle und ein Besucherzentrum. Von hier führt der Goetheweg auf den Brocken; das Nationalpark-Besucherzentrum ist barrierefrei und kostenlos.

Alle Besucherzentren ↗

Praxis-Check: Regeln und Anforderungen

Was hier strenger ist als im Wald nebenan — und was barrierefrei konkret bedeutet.

Hunde ja, Leine immer

„Hunde immer an die Leine!“ Freilaufende Hunde beunruhigen die Wildtiere; die Leinenpflicht gilt im ganzen Nationalpark.

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗

Drohnen sind verboten

„Ferngesteuerte Fluggeräte wie Drohnen sind im gesamten Gebiet des Nationalparks verboten.“ Ebenso gilt: „Entnehmen Sie der Natur nichts!“

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗

Barrierefrei heißt hier: mit der Bahn

Das Brockenhaus hat einen barrierefreien Eingang rechts neben der Drehtür, einen rollstuhlgerechten Aufzug und eine behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss. Das Plateau der Brockenuhr ist ebenerdig, der 30 Meter lange Zuweg dorthin durch Auswaschungen und Steine aber schwieriger befahrbar.

Brocken barrierefrei ↗

Sperrungen sind hier die Regel, nicht die Ausnahme

Abgestorbene Fichten können jederzeit umstürzen. Die Parkverwaltung führt eine eigene Seite mit aktuellen Wegesperrungen — die gehört vor jeder Tour geprüft, nicht erst am Wegweiser.

Aktuelle Wegesperrungen ↗

In der Nähe

Andere Parks im Atlas und Orte am Rand, die oft mit dem Park verwechselt werden.

Wernigerode

Ausgangsbahnhof der Schmalspurbahn und einer der von der Parkverwaltung genannten Anreisebahnhöfe. Die Stadt selbst liegt außerhalb des Nationalparks.

Anreise ↗

Bad Harzburg

Anreisebahnhof im Norden und Ausgangspunkt zum Luchsgehege an der Rabenklippe. Hier steht auch das HarzWaldHaus — eines der beiden kostenpflichtigen Häuser.

Alle Besucherzentren ↗

Häufige Fragen zum Nationalpark Harz

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Kostet der Nationalpark Harz Eintritt?

Für den Nationalpark selbst nicht. Von den acht Besucherzentren und Nationalparkhäusern sind sechs kostenlos: TorfHaus, HohneHof, Sankt Andreasberg, Schierke, Ilsetal und die Rangerstation Scharfenstein. Eintritt kosten nur das Brockenhaus auf dem Gipfel und das HarzWaldHaus in Bad Harzburg. Auch das Luchsgehege an der Rabenklippe ist kostenlos und jederzeit zugänglich.

Alle Besucherzentren ↗

Kann ich mit dem Auto auf den Brocken fahren?

Nein. Die Brockenstraße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt und dient nur als Zulieferungsweg. Auf den 1.141 Meter hohen Gipfel kommst du zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Brockenbahn. Die asphaltierte Brockenstraße ist als Wanderweg 10 Kilometer lang und überwindet 500 Höhenmeter, mit Abschnitten über 10 Prozent Steigung und 12 bis 14 Prozent im letzten Teil.

Brocken barrierefrei ↗

Wie komme ich mit dem Rollstuhl auf den Brocken?

Mit der Brockenbahn, von Mai bis Oktober. An den Bahnhöfen Wernigerode, Drei Annen Hohne und Brocken stehen Hubwagen bereit; ein spezieller Personenwagen mit breiterer Tür und Bühne bietet Platz für bis zu vier Rollstühle. Die Fahrt muss spätestens drei Werktage vorher beim Kundenservice der Harzer Schmalspurbahnen angemeldet werden. Schwerbehinderte mit gültigem Ausweis und Wertmarke fahren kostenlos, bei Merkzeichen B auch die Begleitperson. Oben ist das Brockenhaus barrierefrei; der Brockenrundweg dagegen ist durch Unebenheiten und große Steine nicht für Rollstühle geeignet.

Brocken barrierefrei ↗

Warum stehen im Harz so viele tote Bäume?

Seit 2018 hat der Nationalpark mehr als 11.600 Hektar Fichtenwald verloren, rund 90 Prozent des früheren Fichtenbestands sind abgestorben. Ursache waren Stürme und Trockenheit und in deren Folge die Borkenkäfer. Die Fichte stand hier in Reinbeständen, die einst für den Bergbau gepflanzt wurden. Der Park lässt das bewusst geschehen: 70,1 Prozent der Fläche gehören zur Naturdynamikzone, Totholz bleibt liegen, Borkenkäfer werden nur mechanisch bekämpft. Seit 2008 wurden zusätzlich rund 7 Millionen Laubbäume gepflanzt, überwiegend Buchen.

Zahlen zum Waldverlust ↗

Wo kann ich im Harz Luchse sehen?

Im Schaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg — vier Hektar groß, kostenlos und jederzeit zugänglich. Die Schaufütterung ist mittwochs und samstags um 14:30 Uhr, eine Anmeldung ist auch für Gruppen nicht nötig. Die Zugangsstraße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt: Von Bad Harzburg sind es rund 4 Kilometer zu Fuß, mit der Burgberg-Seilbahn etwa 60 Minuten Wanderung. Von April bis Anfang November fährt zusätzlich die Buslinie „Grüner Harzer“ (KVG 875).

Luchsgehege Rabenklippe ↗

Darf ich meinen Hund mitnehmen?

Ja, aber angeleint. Die Parkverwaltung schreibt: „Hunde immer an die Leine!“ Freilaufende Hunde beunruhigen die Wildtiere, deshalb gilt die Leinenpflicht im gesamten Nationalpark.

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗

Darf ich im Nationalpark Harz zelten oder eine Drohne fliegen lassen?

Beides nicht. „Das Campen oder Biwakieren im Nationalpark ist nicht erlaubt“, und „ferngesteuerte Fluggeräte wie Drohnen sind im gesamten Gebiet des Nationalparks verboten“. Ebenso verboten sind offenes Feuer und das Entnehmen von Pflanzen. Radfahren ist auf den meisten Wegen erlaubt, Reiten nur auf ausgewiesenen Reitwegen.

Verhaltensregeln im Nationalpark ↗

Muss ich vor der Wanderung Wegesperrungen prüfen?

Ja, hier mehr als anderswo. Abgestorbene Fichten können jederzeit umstürzen, deshalb sind Sperrungen im Harz häufig und kurzfristig. Die Nationalparkverwaltung führt dafür eine eigene Seite mit den aktuellen Wegesperrungen. Im Park gilt außerdem absolutes Wegegebot: „Nur ausgeschilderte Wege benutzen!“ Rund 600 Kilometer beschilderte Wanderwege stehen zur Verfügung.

Aktuelle Wegesperrungen ↗

Quellen und Aktualität

Alle Angaben stammen von der Nationalparkverwaltung Harz. Preise und Zeiten vor der Fahrt gegenprüfen.

  1. Nationalparkverwaltung Harz ↗
  2. Der Nationalpark in Zahlen ↗
  3. Gebietsgliederung und Zonen ↗
  4. Verhaltensregeln im Nationalpark ↗
  5. Waldentwicklung ↗
  6. Zahlen zum Waldverlust ↗
  7. Waldverjüngung ↗
  8. Besucherzentrum Brockenhaus ↗
  9. Alle Besucherzentren ↗
  10. Brocken barrierefrei ↗
  11. Anreise ↗
  12. Das Luchsprojekt Harz ↗
  13. Luchsgehege Rabenklippe ↗
  14. Aktuelle Wegesperrungen ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 18.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: fokkebok ↗ · Envato · Projektlizenz ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Ortskoordinaten über OpenStreetMap ermittelt; jeder Punkt führt zu seinem OSM-Objekt als Beleg. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.