Mecklenburg-Vorpommern · Nationalpark JasmundHerthasee
Ebenfalls bei Jasmund · rund 4 km entfernt
Ein dunkler See mitten im Welterbe-Buchenwald, darüber ein alter Ringwall — und ringsum gilt: auf dem Weg bleiben.
Jasmund entdecken
Mecklenburg-Vorpommern · Nationalpark Jasmund
Kreidezinnen, die die Brandung aus dem Hinterland herausmodelliert hat — und weiter abträgt: rund 30 Zentimeter Küstenrückgang im Jahr.
Südlich des Königsstuhls am Hochuferweg — und ein Kliff, das sich ständig verändert.
Die Wissower Klinken sind neben dem Königsstuhl die markanteste Kreidefelsformation im Nationalpark Jasmund. Erosion und Küstendynamik haben die Zinnen förmlich aus dem Hinterland herausmodelliert — und derselbe Prozess trägt sie weiter ab. Die Nationalparkverwaltung beziffert den Küstenrückgang auf rund 30 Zentimeter pro Jahr.
Zu sehen sind die Klinken vom Hochuferweg zwischen Sassnitz und dem Königsstuhl, der auf zwölf Kilometern an der Kreideküste entlangführt. Eine Straße oder einen Parkplatz direkt davor gibt es nicht; wer herkommt, geht.
Der Geröllstrand unterhalb der Kreidefelsen ist kein Spazierweg: Dort besteht nach Angabe der Verwaltung Lebensgefahr, weil regelmäßig Gesteinsbrocken aus der Felswand brechen. Im August 2026 rutschten nördlich des Kollicker Ortes rund 4.500 Kubikmeter Geschiebemergel und Sand auf 45 Metern Breite den Hang hinab — der Schuttkegel reichte zehn Meter in die Ostsee.
Auch oben gilt Vorsicht: Absturzgefahr an der Kliffkante, und in den Kernzonen — 96 Prozent des Parks — ein absolutes Wegegebot. Der Nationalpark empfiehlt ausdrücklich, die Küste vom markierten Hochuferweg aus anzusehen und ihn nicht zu verlassen.
Nationalpark Jasmund: Küstendynamik ↗Die Wissower Klinken liegen im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands. Zonen, Regeln und die übrigen Orte stehen im Parkprofil.
Zum Parkprofil JasmundNur zu Fuß — über den Hochuferweg.
Der Hochuferweg führt auf zwölf Kilometern von Sassnitz am Kliff entlang zum Königsstuhl. Die Wissower Klinken liegen auf halbem Weg. Kürzere Runden sind die Wege bei Hagen und Kollicker Ort (9 km) und zum UNESCO-Welterbeforum (6 km).
Nationalpark Jasmund: Wege durch den Nationalpark ↗Von Sassnitz sind es bis zum Königsstuhl acht Kilometer zu Fuß. Bahnhof, Stadthafen und der Parkplatz am Nationalpark sind über die Buslinie 23 angebunden.
Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL: Besuch planen ↗Vom Großparkplatz Hagen sind es drei Kilometer zum Königsstuhl; von dort führt der Hochuferweg weiter nach Süden an die Klinken.
Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL: Besuch planen ↗Am Geröllstrand unterhalb der Kreidefelsen besteht Lebensgefahr. Wer die Formation sehen will, bleibt oben auf dem Weg — oder sieht sie vom Wasser aus.
Nationalpark Jasmund: Wandern ↗Rollstuhlgerecht ist der Weg vom Parkplatz Hagen zum Königsstuhl; der Weg zur Victoriasicht ist stufenlos, aber stellenweise über 18 Prozent steil. Für den Hochuferweg zu den Klinken nennt die Verwaltung keine barrierefreie Variante.
Nationalpark Jasmund: Ohne Barrieren unterwegs ↗




Nichts — der Nationalpark ist frei zugänglich.
Für die Wege im Nationalpark wird kein Eintritt erhoben. Bezahlt wird nur auf dem Gelände des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL.
Nationalpark Jasmund: Wandern ↗Wer mit dem Auto anreist, stellt es am Großparkplatz Hagen ab; von dort fahren Pendelbusse zum Königsstuhl. Kombitickets mit Parkplatz und Shuttle verkauft das Zentrum.
Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL: Besuch planen ↗Das Zentrum bietet ein Kombiticket mit einer Schifffahrt an der Kreideküste an — die Perspektive, aus der die Klinken als Zinnen erscheinen.
Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL: Besuch planen ↗Immer — aber nicht bei jedem Wetter.
Der Hochuferweg ist jederzeit zugänglich. Öffnungszeiten hat nur das Nationalpark-Zentrum.
Nationalpark Jasmund: Wandern ↗Äste können herabfallen und Bäume umstürzen; bei starkem Wind rät die Verwaltung, den Wald zu meiden. An der Kliffkante kommt die Absturzgefahr dazu.
Nationalpark Jasmund: Regeln für Besucher ↗Kliffabbrüche drohen immer, besonders aber nach starken Niederschlägen und beim einsetzenden Tauwetter im Frühjahr.
Nationalpark Jasmund: Regeln für Besucher ↗Durch die Witterung platzt die vorderste Kreideschicht ab, darunter kommt eine strahlend weiße Wand zum Vorschein. Am hellsten wirkt die Küste deshalb nach nassen, stürmischen Wochen.
Nationalpark Jasmund: Die Steilküste ↗Was die Klinken sind — und was in ihnen lebt.
Die markanten Zinnen wie der Königsstuhl oder die Wissower Klinken wurden durch Erosion und Küstendynamik aus dem Hinterland herausmodelliert. Der Prozess läuft weiter — es werden neue Formationen entstehen.
Nationalpark Jasmund: Küstendynamik ↗Seit Beginn der Litorina-Transgression vor rund 7.000 Jahren ist die Küstenlinie um knapp zwei Kilometer zurückgegangen, im Schnitt etwa 30 Zentimeter pro Jahr.
Nationalpark Jasmund: Küstendynamik ↗Das aktive Kliff bleibt steil, weil die Brandung das abgebrochene Material vom Strand ins Meer schwemmt und immer neues nachrutscht.
Nationalpark Jasmund: Die Steilküste ↗An den aktiven Steilufern finden Uferschwalben und Wanderfalken ideale Bedingungen. Ruhigere Abschnitte verbuschen und werden mit den Jahrzehnten zu artenreichem Hangwald.
Nationalpark Jasmund: Die Steilküste ↗Die Kreideküste ist der größte und bedeutendste geologische Aufschluss Norddeutschlands — ein Schnitt durch 70 Millionen Jahre Erdgeschichte aus Kreide, Sand, Lehm, Mergel und Findlingen.
Nationalpark Jasmund: Kreide und Fossilien ↗Die Schreibkreide besteht selbst aus Fossilien: aus den Kalkplättchen winziger Algen. Größere Fossilien wie Seeigel lassen sich mit Glück am Strand finden — mitnehmen darf man im Nationalpark allerdings nichts.
Nationalpark Jasmund: Kreide und Fossilien ↗Vier Punkte, jeder an einem OpenStreetMap-Objekt belegt.
Vier Punkte, jeder an einem OpenStreetMap-Objekt belegt. Die Karte zeigt keine Wegverläufe und keine Parkgrenzen.
Die Regeln an einer Küste, die sich nicht berechnen lässt.
Am Geröllstrand unterhalb der Kreidefelsen besteht Lebensgefahr: Regelmäßig brechen Brocken aus der Wand. Sicher ist nur, wer diese Bereiche meidet.
Nationalpark Jasmund: Wandern ↗Im August 2026 rutschten nördlich des Kollicker Ortes rund 4.500 Kubikmeter Geschiebemergel und Sand auf 45 Metern Breite ab; der Schuttkegel reichte zehn Meter in die Ostsee. „Die Dynamik dieser Küste ist einfach nicht berechenbar“, sagt der Geologe des Nationalparks.
Nationalpark Jasmund: Abbruch an der Steilküste ↗Das Nationalparkamt empfiehlt, die Küste vom markierten Hochuferweg aus zu bestaunen und ihn nicht zu verlassen — zum Schutz der Natur und des eigenen Lebens.
Nationalpark Jasmund: Abbruch an der Steilküste ↗In den Kernzonen gilt absolutes Wegegebot. Hunde bleiben an der Leine, Drohnen sind im gesamten Nationalpark verboten, Feuer und Übernachten ebenso.
Nationalpark Jasmund: Regeln für Besucher ↗Pflanzen und Pilze bleiben stehen, der Müll kommt wieder mit: „nichts reintragen — nichts raustragen“.
Nationalpark Jasmund: Regeln für Besucher ↗In der rund 500 Meter breiten Wasserzone vor der Küste sind Kajak, SUP, Surfen, Motor- und Segelboote untersagt; Angeln ist im gesamten Schutzgebiet nicht erlaubt.
Nationalpark Jasmund: Wassersport und Angeln ↗Orte mit eigener Seite im selben Nationalpark — und was sonst in Reichweite liegt. Die Kilometerangabe ist Luftlinie, keine Fahrstrecke.
Mecklenburg-Vorpommern · Nationalpark JasmundEbenfalls bei Jasmund · rund 4 km entfernt
Ein dunkler See mitten im Welterbe-Buchenwald, darüber ein alter Ringwall — und ringsum gilt: auf dem Weg bleiben.
Mecklenburg-Vorpommern · Nationalpark JasmundEbenfalls bei Jasmund · rund 4 km entfernt
118 Meter Kreidekliff, seit 2023 ein Skywalk darüber — und keine Straße, die hinführt: Zum Königsstuhl kommt man mit dem Bus oder zu Fuß.
Betreiber, Gemeinde und Parkverwaltung — jede Angabe einzeln belegt.
Recherche: 20.09.2026. Kein Live-Status. Preise, Fahrpläne und Öffnungszeiten ändern sich; vor der Fahrt bitte beim Betreiber gegenprüfen.
Aktuelle Informationen des Betreibers ↗Foto: Leonhard Lenz ↗ · CC0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt.
Standortnachweise: Jeder Punkt auf der Karte führt zu dem OpenStreetMap-Objekt, aus dem seine Koordinate stammt. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.