Elk Island wurde 1906 gegründet, um eine der letzten Wapiti-Herden der Region zu schützen. Der Park vertritt einen Ausschnitt der südlichen borealen Ebenen und Plateaus — und ist der einzige Nationalpark Kanadas, der vollständig eingezäunt ist.
Der Zaun ist kein Zierrat, sondern Arbeitsgerät: Weil der Park Präriebisons, Waldbisons, Wapitis und Elche aktiv bewirtschaftet, lässt sich hier zählen, testen und umsiedeln, was anderswo frei zieht. Genau das machte Elk Island zur Quelle für Bisonherden in ganz Nordamerika.
Die Landschaft der Beaver Hills, auf Cree Amiskwaciy, ist ein Mosaik aus Espenwald, Fichtenmooren, Wiesen, Seen und Feuchtgebieten. Über 42 Säugetierarten leben hier, dazu 250 Vogelarten, fünf Amphibienarten, eine Reptilien- und zwei Fischarten.
Bis in die 1830er-Jahre war die Gegend Zentrum des Pelzhandels; der Biber verschwand fast vollständig, die Bisons waren bis in die späten 1860er-Jahre nahezu ausgerottet. 1899 wurde das Gebiet als Cooking Lake Forest Reserve geschützt, 1906 kam der Wildschutz dazu.
1930 wurde Elk Island unter dem National Parks Act zum Nationalpark erklärt. In der Weltwirtschaftskrise bauten Männer aus Arbeitslosenlagern Straßen, den Grenzzaun und Gebäude wie den historischen Pavillon; 1936 entstand einer der ältesten Golfplätze Albertas.
Seit 2006 gehört der Park zum Beaver Hills Dark Sky Preserve, seit 2016 zum UNESCO-Biosphärenreservat Beaver Hills.
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