Ein Felsenlabyrinth aus der Kreidezeit: 9.350 Hektar Sandsteintürme, Schluchten und Tafelberge, in zwei Teilen links und rechts der Elbe.
Der Nationalpark Sächsische Schweiz liegt im Elbsandsteingebirge südöstlich von Dresden und umfasst 9.350 Hektar. Er besteht aus zwei getrennten Gebietsteilen beiderseits der Elbe. Getragen wird er von der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz, einem von fünfzehn Forstbezirken des Staatsbetriebs Sachsenforst.
Die Landschaft ist das Ergebnis eines Kreidemeeres: Der abgelagerte Sand verfestigte sich zu Sandstein, den Wasser und Frost anschließend in Türme, Wände und Schluchten zerlegten. Über hundert Aussichtspunkte erschließen dieses Labyrinth, verbunden durch Wege, die immer wieder über Treppen, Leitern und Stiegen führen.
Der Park ist kleiner, als viele erwarten. Ringsum liegt das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz mit 22.870 Hektar, das rechtlich nicht dazugehört; zusammen bilden beide die 38.100 Hektar große Nationalparkregion. Diese Unterscheidung ist praktisch wichtig: Der Forststeig Elbsandstein etwa verläuft im Schutzgebiet, nicht im Park — und dort gelten andere Regeln, bis hin zu erlaubten Biwakplätzen.
Im Park selbst ist die wichtigste Regel das Wegegebot: „Das Betreten des Geländes ist nur auf den vorhandenen Wegen erlaubt.“ In einem so unübersichtlichen Gelände schützt das nicht nur die Natur. Eine zweite Besonderheit ist das Boofen, das Übernachten unter Felsvorsprüngen: Es ist vom 16. Juni bis 31. Januar erlaubt, aber nur für Kletterer.
Ziel der Schutzkategorie ist, sich auf mindestens drei Vierteln der Fläche von der Landnutzung zu lösen, damit aus den früheren Wirtschaftswäldern wieder Naturwälder werden. An der tschechischen Grenze setzt sich dieselbe Landschaft im Nationalpark Böhmische Schweiz fort; beide Verwaltungen arbeiten zusammen.
Schutzgebiete der Nationalparkregion ↗