Seit dem 1. Januar 2026 ist der Nationalpark Schwarzwald ein zusammenhängendes Gebiet — rund 11.300 Hektar auf dem Kamm des Nordschwarzwalds.
Der Nationalpark Schwarzwald liegt zwischen Baden-Baden und Freudenstadt auf den Höhen des Nordschwarzwalds. Bis vor Kurzem bestand er aus zwei getrennten Teilen. Das änderte sich zum 1. Januar 2026: „Mit der Erweiterung werden die bisher getrennten Teile des Nationalparks miteinander verbunden.“ Der Landtag hatte am 12. November 2025 zugestimmt.
Möglich wurde der Lückenschluss durch einen Flächentausch: Das Land tauschte mit der Waldgenossenschaft Murgschifferschaft im Raum Enzklösterle und kaufte weitere Anteile hinzu. Heute umfasst der Park rund 11.300 Hektar — zuvor waren es gut 10.000.
Sein Gesicht bekam der Park von einem Sturm. Der Orkan Lothar warf 1999 große Flächen um; ein Teil davon blieb liegen. Am Lotharpfad führt heute ein Steg über diese Fläche, und man kann Jahr für Jahr sehen, wie daraus wieder Wald wird. Diese Entscheidung — liegen lassen statt räumen — ist dieselbe, die später im Harz und im Bayerischen Wald zur Debatte stand.
Neben dem Wald prägen zwei andere Landschaften den Park: die Grinden, offene Heideflächen auf dem Kamm, entstanden durch jahrhundertelange Beweidung und heute bewusst offen gehalten. Und die Karseen der Eiszeit, allen voran der Wilde See in der Kernzone.
Ziel der Zonierung ist, dass in dreißig Jahren drei Viertel der Fläche zur Kernzone gehören; die Managementzone ist auf höchstens ein Viertel begrenzt. Kernzone sind heute bereits Plättig, Hoher Ochsenkopf und Nägeliskopf im Norden, Wilder See und Kleemüsse in der Mitte sowie Buhlbachsee und Hechliskopf im Süden.
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