Glacier ist einer der elf Parks mit dem 100-Dollar-Zuschlag. Für deutsche Reisende ist der Jahrespass deshalb fast immer die günstigere Eintrittskarte — auch bei einem einzigen Besuch.
Seit dem 1. Januar 2026 erhebt der National Park Service an elf besonders stark besuchten Parks eine Zusatzgebühr von 100 $ pro Person ohne US-Wohnsitz ab 16 Jahren: Acadia, Bryce Canyon, Everglades, Glacier, Grand Canyon, Grand Teton, Rocky Mountain, Sequoia & Kings Canyon, Yellowstone, Yosemite und Zion. Grundlage ist eine Anordnung des Präsidenten, die höhere Einnahmen von Auswärtigen vorsieht.
Die Rechnung für ein deutsches Paar im Mietwagen sieht damit so aus: 35 $ für das Fahrzeug plus zweimal 100 $ ergibt 235 $ für sieben Tage an diesem einen Park. Der America-the-Beautiful-Pass für Nicht-Ansässige kostet 250 $, gilt zwölf Monate, deckt das gesamte Fahrzeug ab und hebt den Zuschlag an allen elf Parks auf. Fünfzehn Dollar Unterschied — und ab dem zweiten Park ist der Pass eindeutig im Vorteil.
Für größere Gruppen kippt es sofort: Vier Erwachsene zahlen ohne Pass 435 $, mit Pass 250 $. Wer allein reist, zahlt an einem einzelnen Park 135 $ und fährt erst ab dem zweiten Zuschlagspark mit dem Pass besser. Bei Fußgängern und Radfahrenden deckt der Pass die Inhaberin oder den Inhaber plus drei weitere Erwachsene ab.
Zwei Sonderfälle sind wichtig. Der parkeigene Jahrespass für 70 $ ist Personen mit US-Wohnsitz vorbehalten und für deutsche Reisende nicht erhältlich; reist man aber mit jemandem, der einen solchen Pass hat, deckt dieser auch den Zuschlag für alle Mitfahrenden ab. Und ein America-the-Beautiful-Pass, der vor dem 1. Januar 2026 gekauft wurde, behält seine alten Bedingungen für volle zwölf Monate ab Kauf.
Die eintrittsfreien Tage des National Park Service stehen ab 2026 nur noch US-Ansässigen offen. Für Besuchende aus Deutschland bleiben an diesen Tagen sowohl der Eintritt als auch der Zuschlag bestehen — ein Detail, das in deutschsprachigen Reiseführern durchweg fehlt.
NPS: Zuschlag für Personen ohne US-Wohnsitz ↗