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Utah

Arches

Über 2.000 Bögen auf engstem Raum — und keiner davon für die Ewigkeit: 2008 stürzte Wall Arch ein, 1991 verlor Landscape Arch ein großes Stück.

Originalquellen17Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Orte auf der Karte20Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
BundesstaatUtahUtah
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 25.09.2026

Der Arches: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Über 2.000 Bögen auf 310 Quadratkilometern — die dichteste Konzentration natürlicher Steinbögen der Welt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von vier Bedingungen, die hier zufällig zusammenkommen.

Vor etwa 65 Millionen Jahren lag hier ein trockener Meeresboden. Das Gestein, aus dem die Bögen heute bestehen, lag damals tausende Fuß tief begraben. Dann faltete sich der Untergrund, die Region hob sich vom Meeresspiegel auf ihre heutige Höhe, und die Erosion trug Schicht um Schicht ab.

Entscheidend ist eine Salzschicht tief unter der Oberfläche. Vom Druck des Gesteins zusammengequetscht, wölbte sie sich zu langen Domen. Die darüberliegenden Schichten mussten aufreißen — in beinahe parallelen Linien, wie die Kruste eines frisch gebackenen Brots. Diese Risse legten das Muster fest, nach dem später die Felsflossen und daraus die Bögen entstanden.

Dann kommt es auf die Menge Wasser an. Der Entrada-Sandstein ist porös, die darunterliegende Carmel-Formation aus Sand und Ton hält Wasser zurück. Regenwasser sickert ein, staut sich und löst langsam den Kalk, der die Sandkörner zusammenhält — das Gestein verwittert von innen. Im Winter gefriert Wasser in den Rissen und sprengt Brocken ab. Bei deutlich mehr Niederschlag würde der Sandstein zu schnell zerfallen, um Bögen entstehen zu lassen; bei deutlich weniger stünde die Erosion still.

Als Bogen des Parks zählt eine Öffnung von mindestens einem Meter in irgendeiner Richtung. Eine Mindestbreite gibt es nicht, weshalb viele der über 2.000 Bögen so schmal sind, dass man die Wange an den Fels legen muss, um Licht hindurchzusehen. „Windows“ sind lediglich besonders große Bögen oder solche, die eine Aussicht einrahmen; natürliche Brücken dagegen überspannen ein Gewässer und kommen hier fast nicht vor.

Dass so viele Bögen gleichzeitig stehen, hat noch einen Grund: Erdbeben sind in dieser Gegend selten. Dauerhaft ist trotzdem keiner. Im August 2008 stürzte Wall Arch ein, 1991 brach ein großes Stück aus Landscape Arch heraus — seither ist der Weg darunter gesperrt.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Das Zeitfenster-Ticket ist weg — die Warteschlange nicht

Was sich an der Planung dieses Parks geändert hat.

1

Kein Zeitfenster-Ticket mehr

Von 2022 bis 2025 brauchte man zwischen April und Oktober ein gebuchtes Zeitfenster, um tagsüber einzufahren. Für 2026 führt die Parkverwaltung kein solches Ticket mehr: Weder die Gebührenseite noch die Verkehrsseite nennen eine Reservierung, und auf Recreation.gov ist für Arches kein Einfahrtticket buchbar. Fast alle deutschsprachigen Reiseseiten beschreiben noch das alte System.

NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗
2

Stattdessen: Der Park macht zeitweise dicht

Sind die Parkplätze voll, hält die Parkverwaltung Fahrzeuge am Eingang zurück, bis wieder Platz frei wird. Solche Sperren dauern drei bis fünf Stunden. Warten an der Straße oder am Parkeingangsschild ist ausdrücklich verboten — man muss wegfahren und es später erneut versuchen.

NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗
3

Vor 8 Uhr oder nach 15 Uhr

Die Parkverwaltung nennt diese beiden Zeitfenster selbst als Empfehlung. Die Hauptlast liegt zwischen 8 und 15 Uhr von März bis Oktober. Im Sommer sind die Parkplätze an den Wegeinstiegen oft schon um 7.30 Uhr belegt.

NPS: Öffnungszeiten und Saisons ↗
4

Webcams an der Zufahrtsstraße

Die Parkverwaltung betreibt Kameras an der Einfahrt. Wer in Moab übernachtet, sieht daran vor der Abfahrt, ob sich eine Schlange gebildet hat — das ist der einzige verlässliche Echtzeit-Hinweis.

NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗
5

Kein Kraftstoff, wenig Wasser

Im Park gibt es keine Tankstelle. Trinkwasser gibt es nur am Besucherzentrum und am Campingplatz Devils Garden. Die Parkverwaltung rechnet mit zwei bis drei Litern pro Person für eine Wanderung im vorderen Bereich.

NPS: Sicherheit ↗

Im Sommer über 38 Grad, im Winter leer

Der Park ist ganzjährig 24 Stunden offen.

Frühjahr und Herbst

Die angenehmsten Temperaturen — und zugleich die volleren Monate. Die Hauptsaison läuft von März bis Oktober, Rangerprogramme gibt es nur in dieser Zeit.

NPS: Öffnungszeiten und Saisons ↗

Sommer: Hitze ohne Schatten

Zwischen April und September übersteigen die Temperaturen regelmäßig 38 Grad, im Juli und August liegen sie oft über 38 Grad. Es gibt fast keinen Schatten. Die Parkverwaltung empfiehlt zwei bis drei Liter Wasser pro Person und rät, die Mittagsstunden für kurze Wege oder das Besucherzentrum zu nutzen.

NPS: Sicherheit ↗

Winter: die ruhigste Zeit

Höchstwerte um −1 bis 10 Grad, keine Rangerprogramme, aber auch keine Warteschlangen. Das Besucherzentrum ist täglich geöffnet, außer am 25. Dezember. Schnee auf rotem Sandstein ist ein Motiv, das kaum jemand mitbringt.

NPS: Öffnungszeiten und Saisons ↗

Nachts

Arches ist seit 2019 als International Dark Sky Park zertifiziert. Unter guten Bedingungen sind mit bloßem Auge rund 2.500 Sterne zu sehen; ein Fernglas zeigt die Ringe des Saturn. Am dunkelsten ist es bei Neumond.

NPS: Sternenhimmel ↗

Tageszeit schlägt Jahreszeit

Für den Andrang ist die Uhrzeit wichtiger als der Monat. Früher Morgen und später Nachmittag sind nicht nur leerer, sondern auch fotografisch besser — flaches Licht auf rotem Sandstein.

NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗

Fünf Meilen nördlich von Moab

Ein Eingang, eine Straße, keine Alternative.

Mit dem Auto

Der einzige Eingang liegt am US 191, fünf Meilen nördlich von Moab. Von der Interstate 70 bei Crescent Junction sind es 22 Meilen nach Süden. Salt Lake City ist 236 Meilen entfernt, Denver 360, Grand Junction 110.

NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗

Mit dem Flugzeug

Canyonlands Field (CNY) liegt elf Meilen vom Parkeingang, hat aber wenig Verkehr. Praktikabler sind Grand Junction (GJT, 109 Meilen) und Salt Lake City (SLC, 230 Meilen).

NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗

Mit dem Zug

Amtraks California Zephyr hält in Green River, Utah (45 Meilen) und Grand Junction (109 Meilen). Von dort weiter mit Mietwagen, Shuttle oder Taxi — im Park selbst gibt es keinen öffentlichen Verkehr.

NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗

Eine Straße, 18 Meilen

Die Panoramastraße endet am Devils Garden. Bis Balanced Rock sind es 9,2 Meilen und 15 bis 20 Minuten, bis zu den Windows 12 Meilen, bis zum Delicate-Arch-Wegeinstieg 13,2 Meilen und bis zum Devils Garden 18 Meilen und 40 bis 45 Minuten.

NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗

Ohne eigenes Auto

Es gibt keinen Shuttle und keinen öffentlichen Verkehr im Park. Wer ohne Auto anreist, ist auf eine geführte Tour, ein Taxi ab Moab oder das Fahrrad angewiesen — Radfahren ist nur auf der Straße erlaubt, nicht auf Wegen.

NPS: Aktivitäten ↗
Deinen Besuch ergänzen

Mit einem Guide unterwegs

Abfahrtsort, enthaltene Leistungen und Zusatzkosten vor der Buchung prüfen.

Partnerangebote
Der Delicate Arch in der Abenddämmerung vor tiefblauem Himmel mit schmaler Mondsichel – LandschaftsillustrationGeländewagen · 9 Stunden

NAVTEC Expeditions · über GetYourGuide

Ganztagestour mit dem 4x4 durch Canyonlands und Arches

Neun Stunden im Geländewagen über den Shafer Trail im Abschnitt Island in the Sky und weiter in den Arches-Nationalpark, mit Halten an Aussichtspunkten, Felsbögen und Dinosaurierspuren.

9 StundenHöchstens 12 TeilnehmendeMittagessen inbegriffenBeide Parks an einem Tag

Abfahrt Abfahrt in Moab.

Ausflug ansehen ↗Termine und Preise beim Anbieter

Enthalten sind Fahrzeug, Fahrer, Führung und Mittagessen mit Getränken. Der Anbieter wirbt mit einem separaten Zugang nach Arches; deutschsprachige Bewertungen sprechen von einem „Hintereingang“. Die Parkverwaltung führt dazu nichts aus — gemeint sind die unbefestigten Zufahrten im Nordwesten des Parks, die kein normaler Mietwagen fahren darf. Eintritt für beide Parks gehört nicht zur Leistungsliste. Geführt wird auf Englisch. Stornierung bis 24 Stunden vorher. Landschaftsbild, kein Anbieterfoto · Foto: Bernd Thaller ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Werbung · Bei Buchung über diesen Partnerlink können wir eine Provision erhalten. Angebotsangaben geprüft am 25.09.2026. Offizielle Eintrittsinformationen ansehen.

30 $ fürs Auto — und kein Zuschlag für Deutsche

Arches steht nicht auf der Liste der elf Parks mit Ausländeraufschlag.

Der Grundpreis

Ein privates Fahrzeug mit bis zu 15 Sitzen und allen Insassen kostet 30 $, ein Motorrad 25 $ für sieben Tage, eine Person zu Fuß oder mit dem Rad 15 $. Kinder unter 16 zahlen nichts. Die Eingangsstation nimmt ausschließlich Karte.

NPS: Gebühren und Pässe ↗

Kein 100-Dollar-Zuschlag

Seit 2026 erheben elf besonders stark besuchte Parks 100 $ zusätzlich pro Person ohne US-Wohnsitz — Acadia, Bryce Canyon, Everglades, Glacier, Grand Canyon, Grand Teton, Rocky Mountain, Sequoia & Kings Canyon, Yellowstone, Yosemite und Zion. Arches gehört nicht dazu. Deutsche zahlen hier dasselbe wie alle anderen.

NPS: Zuschlag für Personen ohne US-Wohnsitz ↗

Der regionale Jahrespass hilft Deutschen nicht

Für 55 $ gibt es einen Jahrespass, der Arches, Canyonlands und die Nationaldenkmäler Natural Bridges und Hovenweep abdeckt. Die Parkverwaltung führt ihn als „U.S. residents only“ — für Reisende aus Deutschland ist er nicht erhältlich.

NPS: Gebühren und Pässe ↗

Wann sich der America-the-Beautiful-Pass lohnt

Der Jahrespass für Personen ohne US-Wohnsitz kostet 250 $ und hebt an den elf Zuschlagsparks die 100 $ pro Person auf. Nur für Arches lohnt er sich nicht — 30 $ für sieben Tage sind kaum zu unterbieten. Sobald aber Zion, Bryce Canyon oder Grand Canyon auf der Route stehen, dreht sich die Rechnung schnell.

NPS: Zuschlag für Personen ohne US-Wohnsitz ↗

Gratistage gelten nicht für alle

Die eintrittsfreien Tage des National Park Service sind seit 2026 auf US-Ansässige beschränkt. Für Besuchende aus Deutschland ändert sich an diesen Tagen nichts.

NPS: Gebühren und Pässe ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Was man in einem Tag schafft

Die Wege sind kurz — die Entfernungen dazwischen nicht.

Film der Parkverwaltung

Southeast Utah Parks Guide Orientation Video

Gut sechs Minuten vom Kanal der Parkverwaltung: die Einführung, die sonst am Besucherzentrum läuft — Verhalten im Park, Bodenkrusten, Hitze, Wasser und die Regeln an den Bögen. Sie gilt für Arches und Canyonlands gemeinsam. Englisch, ohne deutsche Untertitel.

Quelle: Arches National ParkKanal ansehen ↗

Delicate Arch

Der bekannteste Bogen des Parks, 20 Meter hoch und frei stehend. Der Weg dorthin führt über offenen Fels ohne Schatten und ohne durchgehende Markierung; gefolgt wird Steinmännchen. Wer den Aufstieg nicht gehen will, fährt eine Meile weiter zum Aussichtspunkt.

NPS: Wandern im Park ↗

Die Windows

Vier große Bögen auf kurzen, leichten Wegen: North und South Window, Turret Arch, wenige Minuten weiter Double Arch. Die dichteste Stelle des Parks — und die beste Wahl, wenn die Zeit knapp ist.

NPS: Wandern im Park ↗

Devils Garden

Am Ende der Straße. Bis Landscape Arch ist es leicht; dahinter beginnt der primitive Rundweg mit Kletterstellen über offenen Fels. Hier stand bis 2008 auch Wall Arch.

NPS: Wandern im Park ↗

Fiery Furnace

Ein Labyrinth aus Felsgassen, das ohne Markierung auskommt. Der Einstieg ist nur mit Genehmigung oder in Rangerbegleitung erlaubt; die Parkverwaltung setzt dafür ein eigenes Pflichtvideo voraus. Der Aussichtspunkt daneben ist frei zugänglich.

NPS: Aktivitäten ↗

Nichts besteigen

Klettern, Krabbeln, Gehen oder Stehen auf einem Bogen und das Abseilen von ihm sind im gesamten Park verboten. Das gilt auch für den Bogen, unter dem gerade niemand steht.

NPS: Wandern im Park ↗

Auf dem Weg bleiben

Der schwarze, krustige Boden zwischen den Felsen ist eine lebende biologische Bodenkruste. Betreten wird sie in Jahrzehnten nicht wieder. Erlaubt ist das Gehen auf Wegen, auf blankem Fels und in sandigen Wasserläufen.

NPS: Wandern im Park ↗

Sternenhimmel

Geführte Nachtwanderungen starten nach Einbruch der Dunkelheit. Wer allein bleibt: 20 bis 30 Minuten Dunkeladaption einplanen, rotes Licht benutzen und eine mondlose Nacht wählen.

NPS: Sternenhimmel ↗
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Mit einem Guide unterwegs

Abfahrtsort, enthaltene Leistungen und Zusatzkosten vor der Buchung prüfen.

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Angebotsfoto: Sonnenuntergangstour durch den Park ab MoabGeführte Rundfahrt · 4 Stunden

Canyon Country River Adventures · über GetYourGuide

Sonnenuntergangstour durch den Park ab Moab

Vier Stunden im Fahrzeug mit überhohen Fenstern, mit kurzen geführten Rundgängen an North und South Window, Turret Arch und am Delicate Arch Overlook. Unterwegs Halte an Balanced Rock und den Courthouse Towers.

4 StundenStart am Moab Adventure CenterWasser und Snacks inbegriffenKurze Wege, für die meisten machbar

Abfahrt Moab Adventure Center, Moab.

Ausflug ansehen ↗Termine und Preise beim Anbieter

Der Parkeintritt ist in der Leistungsliste nicht aufgeführt — enthalten sind Guide, Transport, Wasser und Snacks. Für Arches fällt kein Zuschlag für Personen ohne US-Wohnsitz an; es bleibt bei der regulären Gebühr. Der praktische Vorteil liegt woanders: Der Anbieter fährt, und die Parkplatzsuche entfällt. Geführt wird auf Englisch. Stornierung bis 24 Stunden vorher. Produktfoto des Anbieters · GetYourGuide

Angebotsfoto: Sternenwanderung und Astrofotografie an den WindowsNachtwanderung · 2 Stunden

Moab dark sky tours · über GetYourGuide

Sternenwanderung und Astrofotografie an den Windows

Zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit an North und South Window, Turret Arch und Double Arch, mit Einführung in die Astrofotografie. Rote Stirnlampen und Stative stellt der Anbieter.

2 StundenHöchstens 6 TeilnehmendeRote Stirnlampen und Stative dabeiKamera und Objektiv mietbar

Abfahrt Treffpunkt nach Einbruch der Dunkelheit am Parkplatz im Park.

Ausflug ansehen ↗Termine und Preise beim Anbieter

Der Parkeintritt ist in der Leistungsliste nicht aufgeführt; die Tour beginnt im Park, der Pass muss also vorliegen. Enthalten sind Guide, Rundgang, rote LED-Stirnlampen und bei Bedarf Stative. Eine Spiegelreflexkamera oder ein Objektiv lässt sich gegen Aufpreis leihen. Geführt wird auf Englisch. Der Termin sollte auf eine mondarme Nacht fallen — bei Vollmond ist die Milchstraße auch hier nicht zu sehen. Stornierung bis 24 Stunden vorher. Produktfoto des Anbieters · GetYourGuide

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Warum ausgerechnet hier über 2.000 Bögen stehen

Salz, Sandstein und die richtige Menge Regen.

Die dichteste Konzentration der Welt

Über 2.000 Bögen sind im Park dokumentiert — von fingerbreiten Schlitzen bis zu Spannweiten über 90 Metern. Eine solche Dichte gibt es nirgends sonst.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Was als Bogen zählt

Ein Loch muss in irgendeiner Richtung mindestens einen Meter Öffnung haben, um als Bogen des Parks geführt zu werden. Eine Mindestbreite gibt es nicht; manche sind so schmal, dass man die Wange an den Fels legen muss, um Licht hindurchzusehen.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Salz unter allem

Tief unter der Oberfläche liegt eine dicke Salzschicht. Unter dem Druck des Gesteins wölbte sie sich zu Domen auf, und die darüberliegenden Schichten rissen in beinahe parallelen Linien — wie die Kruste eines frisch gebackenen Brots.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Acht bis zehn Zoll Regen

Der Park bekommt 18 bis 23 Zentimeter Niederschlag im Jahr. Das klingt nach wenig, reicht aber: Wasser dringt in den porösen Entrada-Sandstein, wird von der darunterliegenden Carmel-Schicht gestoppt und löst den Kalk, der die Sandkörner verbindet. Im Winter sprengt gefrierendes Wasser den Fels auf. Bei mehr Regen würde der Sandstein zu schnell zerfallen, bei weniger stünde die Erosion still.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Bögen sind vergänglich

Im August 2008 stürzte Wall Arch am Devils-Garden-Weg ein. 1991 brach ein großes Stück aus Landscape Arch heraus; der Weg darunter ist seither gesperrt. Dieselben Kräfte, die die Bögen geschaffen haben, weiten sie weiter, bis sie fallen.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Unterschied zur Brücke

Eine natürliche Brücke überspannt ein Gewässer oder ein ehemaliges Flussbett. Im Arches-Nationalpark gibt es davon kaum welche — die Beispiele stehen zwei Fahrstunden südlich im Natural Bridges National Monument.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Orte im Park

Bögen, Aussichtspunkte und Wegeinstiege mit belegter Lage.

Orte im Park
Schmale rote Felsflossen und blanker Sandstein entlang des primitiven Wegs zum Double O Arch
Foto: MatthiasKabel ↗ · CC BY 2.5 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Devils Garden

Das Ende der Straße — und der einzige Ort im Park, an dem Wandern anspruchsvoll wird.

Wegeinstieg
Meile 18
Fahrzeit
40–45 Minuten ab Eingang
Leicht
bis Landscape Arch
Anspruchsvoll
primitiver Rundweg
NPS: Wandern im Park ↗
Senkrechte rote Sandsteinwände zu beiden Seiten eines trockenen Tals unter Quellwolken
Foto: m01229 ↗ · CC BY-SA 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Park Avenue

Der erste Halt hinter dem Eingang — und der, den die meisten überfahren.

Entfernung
rund 2 Meilen vom Eingang
Aussichtspunkt
direkt am Parkplatz
Weg
durch das Tal, einfach
Nachbarn
Courthouse Towers, Three Gossips
NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Ein Campingplatz, sonst Moab

Im Park gibt es keine Lodge und kein Hotel.

Devils Garden Campground

Der einzige Campingplatz im Park, am Ende der Straße. Von 1. März bis 31. Oktober nur mit Reservierung, und in dieser Zeit praktisch jede Nacht ausgebucht. Von November bis Februar gilt das Windhundprinzip; bezahlt wird dann über die Recreation.gov-App.

NPS: Campingplatz Devils Garden ↗

Ohne Reservierung

Wer ohne Buchung ankommt, muss außerhalb des Parks campen. Die Plätze rund um Moab nach dem Windhundprinzip sind in der Hauptsaison oft schon am späten Vormittag voll.

NPS: Campingplatz Devils Garden ↗

Moab als Basis

Der Ort liegt fünf Meilen südlich und ist der praktische Ausgangspunkt für Arches und Canyonlands zugleich. Von dort sind es zum Parkeingang zehn Minuten — plus Wartezeit an der Einfahrt.

NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗

Im Hinterland

Backpacking ist möglich, aber auf ausgewiesene Zonen und Plätze beschränkt. Wasser gibt es dort keines; die Parkverwaltung rechnet mit vier Litern pro Person und Tag.

NPS: Sicherheit ↗

Hitze, Orientierung, Absturz

Warum hier jedes Jahr hunderte Rettungseinsätze laufen.

Hunderte Sucheinsätze im Jahr

Die Parkverwaltung meldet jährlich hunderte Such- und Rettungseinsätze in Arches und Canyonlands. Die häufigsten Ursachen sind Hitze und Sonne, verdrehte Knie oder Knöchel — und Verirren.

NPS: Wandern im Park ↗

Wege ohne Weg

Viele Strecken führen über blanken Fels und sind nur durch Steinmännchen markiert. Wer die Kette aus den Augen verliert, steht schnell ohne Orientierung da. Das betrifft auch den Delicate-Arch-Weg.

NPS: Wandern im Park ↗

Wasser mitnehmen, nicht suchen

Trinkwasser gibt es ausschließlich am Besucherzentrum und am Campingplatz. Zwei bis drei Liter pro Person für den vorderen Bereich, vier Liter und mehr im Hinterland. Merksatz der Parkverwaltung: Ist das Wasser halb leer, ist die Wanderung halb vorbei.

NPS: Sicherheit ↗

Wasserlöcher in Ruhe lassen

Die Sandsteinbecken sammeln Regenwasser und beherbergen Kleinstlebewesen. Baden, Waschen oder Trinken daraus ist untersagt; auch trockene Becken sollen nicht betreten werden.

NPS: Wandern im Park ↗

Keine Spuren hinterlassen

Ritzen, Kratzen, Markieren mit Kreide — jede Form von Graffiti auf dem Fels ist verboten und strafbar. Wer es beobachtet, soll es der Parkverwaltung melden.

NPS: Wandern im Park ↗

Was sich anschließt

Moab ist der Knotenpunkt für den ganzen Südosten Utahs.

Canyonlands, 37 Meilen

Der Nachbarpark teilt sich mit Arches den regionalen Jahrespass. Der Abschnitt Island in the Sky ist von Moab aus in gut einer Stunde erreichbar; die Nadeln und der Shafer Trail sind ein eigener Tag.

NPS: Gebühren und Pässe ↗

Natural Bridges, zwei Stunden südlich

Dort stehen drei große natürliche Brücken — die Form, die es in Arches fast nicht gibt. Alle drei sind von der Straße oder einem kurzen Weg aus zu sehen, und der 55-Dollar-Regionalpass gilt auch dort.

NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗

Häufige Fragen zum Arches

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Brauche ich ein Zeitfenster-Ticket für Arches?

Nein. Von 2022 bis 2025 war zwischen April und Oktober ein gebuchtes Zeitfenster nötig; für 2026 führt die Parkverwaltung kein solches Ticket mehr. Weder die Gebühren- noch die Verkehrsseite nennen eine Reservierung, und auf Recreation.gov ist für Arches kein Einfahrtticket buchbar. Viele deutschsprachige Reiseseiten beschreiben noch den alten Stand.

NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗

Was passiert, wenn der Park voll ist?

Dann hält die Parkverwaltung Fahrzeuge am Eingang zurück, bis wieder Parkplätze frei werden. Solche Sperren dauern drei bis fünf Stunden. Warten an der Straße oder am Parkeingangsschild ist verboten — man muss wegfahren und es später erneut versuchen. Nach der Öffnung bildet sich sofort eine Schlange, in der man bis zu einer Stunde steht.

NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗

Was kostet der Eintritt für Deutsche?

Ein Fahrzeug mit allen Insassen kostet 30 $ für sieben Tage — für Deutsche genauso viel wie für US-Bürger. Den 100-Dollar-Zuschlag pro Person ohne US-Wohnsitz erhebt Arches nicht; er gilt nur an elf anderen Parks, darunter Zion, Bryce Canyon und Grand Canyon.

NPS: Zuschlag für Personen ohne US-Wohnsitz ↗

Wann sollte ich kommen?

Vor 8 Uhr oder nach 15 Uhr — das empfiehlt die Parkverwaltung selbst. Von März bis Oktober liegt die Hauptlast dazwischen, und im Sommer sind die Parkplätze an den Wegeinstiegen oft schon um 7.30 Uhr belegt. Für den Andrang ist die Uhrzeit wichtiger als der Monat.

NPS: Öffnungszeiten und Saisons ↗

Wie anstrengend ist der Weg zum Delicate Arch?

Er führt über offenen Fels, hat keinen Schatten und ist nur mit Steinmännchen markiert. Hitze und Verirren gehören zu den häufigsten Ursachen der hunderten Rettungseinsätze, die die Parkverwaltung jährlich in Arches und Canyonlands meldet. Wer den Aufstieg meiden will, fährt eine Meile weiter zum Delicate Arch Viewpoint.

NPS: Wandern im Park ↗

Darf ich auf einen Bogen klettern?

Nein. Klettern, Krabbeln, Gehen oder Stehen auf einem Bogen und das Abseilen von ihm sind im gesamten Park verboten — auch dann, wenn gerade niemand darunter steht.

NPS: Wandern im Park ↗

Kann ich im Park übernachten?

Nur auf dem Campingplatz Devils Garden, dem einzigen im Park. Von 1. März bis 31. Oktober geht das ausschließlich mit Reservierung, und in dieser Zeit ist er praktisch jede Nacht ausgebucht. Von November bis Februar gilt das Windhundprinzip. Hotels und Lodges gibt es im Park nicht; wer nicht campt, übernachtet in Moab.

NPS: Campingplatz Devils Garden ↗

Lohnt sich Arches im Winter?

Ja, wenn man Kälte in Kauf nimmt. Die Höchstwerte liegen zwischen −1 und 10 Grad, es gibt keine Rangerprogramme, aber auch keine Warteschlangen. Das Besucherzentrum ist täglich geöffnet, außer am 25. Dezember.

NPS: Öffnungszeiten und Saisons ↗

Wie dunkel ist der Nachthimmel?

Arches ist seit 2019 als International Dark Sky Park zertifiziert. Unter guten Bedingungen sind mit bloßem Auge rund 2.500 Sterne zu sehen, mit einem gewöhnlichen Fernglas sogar die Ringe des Saturn. Am dunkelsten ist es bei Neumond; 20 bis 30 Minuten Dunkeladaption sollte man einplanen.

NPS: Sternenhimmel ↗

Woher die Angaben stammen

Alle Sachangaben stammen von der Parkverwaltung.

  1. NPS: Arches National Park ↗
  2. NPS: Gebühren und Pässe ↗
  3. NPS: Öffnungszeiten und Saisons ↗
  4. NPS: Verkehr, Andrang und Webcams ↗
  5. NPS: Anfahrt und Entfernungen ↗
  6. NPS: Aktuelle Bedingungen ↗
  7. NPS: Wandern im Park ↗
  8. NPS: Sicherheit ↗
  9. NPS: Campingplatz Devils Garden ↗
  10. NPS: Aktivitäten ↗
  11. NPS: Sternenhimmel ↗
  12. NPS: Geologie und Entstehung der Bögen ↗
  13. NPS: Natur im Park ↗
  14. NPS: Geschichte und Kultur ↗
  15. NPS: Regeln im Park ↗
  16. NPS: Zuschlag für Personen ohne US-Wohnsitz ↗
  17. Recreation.gov: Buchbare Leistungen im Park ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 25.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: Bernd Thaller ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Bögen, Aussichtspunkte und Wegeinstiege sind aus OpenStreetMap übernommen und einzeln über die Objekt-Adresse belegt. Die Punkte dienen der Orientierung und ersetzen keine Wanderkarte. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.