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Kunene · Oshana · Oshikoto · Omusati

Etosha

Ein Salzsee so groß wie das Saarland, an dessen Rand sich die Tiere an den Wasserlöchern sammeln — und ein Park, den man selbst durchfährt.

Originalquellen16Amtliche Seiten und Betreiberangaben
Orte auf der Karte22Zugänge und Ausgangspunkte mit Koordinaten
RegionenKuneneKunene · Oshana · Oshikoto · Omusati
QuellenstandJede Angabe führt zur amtlichen Quelle. Preise und Zeiten vor der Fahrt dort gegenprüfen.Zuletzt geprüft: 25.09.2026

Der Etosha: Landschaft und Entstehung

Was den Park ausmacht — belegt aus den Angaben der Parkverwaltung.

Die Gebühr wirkt klein — aber sie fällt jeden Tag neu an, und das ändert die Rechnung für einen längeren Aufenthalt.

Die Gebührenbroschüre des Ministeriums teilt Namibias Schutzgebiete in zwei Preisgruppen. Etosha steht in der teureren, zusammen mit Namib-Naukluft, Skeleton Coast, Dorob, Cape Cross, Waterberg, /Ai-/Ais und Tsau //Khaeb. Jede Gebühr besteht aus zwei Teilen: dem eigentlichen Parkeintritt und einer Naturschutzabgabe. Für erwachsene Ausländer sind das 100 plus 50, zusammen 150 N$.

Der Punkt, den Reiseberichte regelmäßig übersehen, steht in den Bedingungen auf derselben Broschüre: Die Genehmigung gilt für den Tag, und die Gebühren sind für jeden Tag zu entrichten — für Besucher wie für Fahrzeuge. Der Mindestbetrag entspricht 24 Stunden. Ein Paar im Mietwagen zahlt damit nicht einmalig 350 N$, sondern 350 N$ an jedem Tag im Park. Bei fünf Tagen sind das 1.750 N$.

Eine Jahreskarte, die das abfedert, gibt es für ausländische Gäste nicht — anders als in Südafrika, wo die Wild Card genau diese Funktion hat. Die Staffelung läuft stattdessen über die Herkunft: Namibier zahlen ein Drittel, Bürger der SADC-Staaten zwei Drittel des Ausländertarifs. Wer unter acht Jahre alt ist, zahlt in keiner Kategorie etwas.

Bezahlt wird an der Schranke, und die Genehmigung wird dort ausgestellt. Ein Vorabbuchungssystem für die Einfahrt existiert nicht; die Ministeriums-FAQ stellt ausdrücklich klar, dass alle namibischen Nationalparks die Genehmigung bei der Ankunft am Tor ausgeben und dass die staatliche Hotelgesellschaft NWR keine Genehmigungen ausstellt. Wer im Park übernachtet, braucht also beides getrennt: die Unterkunft bei NWR und die Tagesgenehmigung am Tor.

Nicht erstattbar und nicht übertragbar sind beide Angaben, die auf der Broschüre stehen. Eine bezahlte, aber wegen einer Reifenpanne nicht genutzte Genehmigung ist verloren.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Ein Park, den man selbst durchfährt

Kein Guide nötig, keine Vorabbuchung für die Einfahrt — dafür klare Regeln.

1

22.935 Quadratkilometer

Das ist größer als Slowenien und größer als Hessen. Die Verwaltung schreibt, der Park sei seit der Ausrufung 1907 erheblich verkleinert worden und immer noch größer als mehrere europäische Länder.

MEFT: Etosha National Park ↗
2

Seit 1907 geschützt

Etosha ist eines der ältesten Schutzgebiete Afrikas und laut Ministerium das Vorzeigeobjekt Namibias sowie das meistbesuchte Reiseziel des Landes.

MEFT: Etosha National Park ↗
3

Die Genehmigung gibt es am Tor

Alle namibischen Nationalparks stellen die Genehmigung bei der Ankunft am Tor aus. Es gibt kein Vorabbuchungssystem für die Einfahrt — anders als in vielen US-Parks. Die staatliche Hotelgesellschaft NWR stellt ausdrücklich keine Genehmigungen aus.

MEFT: Häufige Fragen, Abschnitt Parkgenehmigungen ↗
4

Vier Tore

Ombika (Andersson) im Süden bei Okaukuejo, Von Lindequist im Osten bei Namutoni, Galton im Westen ab Kamanjab und King Nehale im Norden Richtung Ondangwa. Welches Tor man nimmt, entscheidet über die halbe Fahrstrecke.

NWR: Etosha National Park ↗
5

114 Säugetierarten, 407 Vogelarten

Die Verwaltung zählt 114 große und kleine Säugetierarten, mehr als 400 erfasste Vogelarten, zahlreiche Reptilien — und sogar eine Fischart.

MEFT: Etosha National Park ↗

Die Trockenzeit macht den Park

Nicht weil es dann schöner ist, sondern weil die Tiere ans Wasser müssen.

Die Pfanne ist meistens trocken

Die Etosha-Pfanne ist der Rest eines Sees, den einst der Kunene speiste. In den meisten Monaten liegt sie als weiße, pflanzenlose Fläche da — der Name Etotha bedeutet auf Oshindonga „der Ort, an dem nichts wächst“.

MEFT: Etosha National Park ↗

Warum die Trockenzeit zählt

Je trockener es wird, desto stärker konzentriert sich das Wild an den verbliebenen Quellen und Wasserlöchern. Genau darauf ist der Park angelegt: Die Straßen verbinden vor allem Wasserstellen.

NWR: Etosha National Park ↗

Nach Regen füllt sich die Fisher's Pan

Die kleinere Pfanne östlich von Namutoni hält nach Regenfällen Wasser. Dann kommen Flamingos und Watvögel — und der Park zeigt die Seite, die den 407 erfassten Vogelarten entspricht.

MEFT: Etosha National Park ↗

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geben den Takt

Die Camps öffnen bei Sonnenaufgang und schließen bei Sonnenuntergang; dazwischen liegt der gesamte erlaubte Fahrtag. Im Dezember ist das deutlich länger als im Juni — die Tageslänge bestimmt, wie weit man kommt.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Im Westen ist weniger los

Der Bereich um Dolomite war lange ganz gesperrt und ist laut Betreiber gerade deshalb artenreich — die Abwesenheit des Massentourismus wird ausdrücklich als Grund genannt.

NWR: Dolomite Resort ↗

Rund 500 Kilometer ab Windhoek

Etosha ist fast immer die erste oder letzte Station einer Namibia-Rundreise.

Über Outjo zum Südtor

Vom Flughafen Hosea Kutako bei Windhoek führt der übliche Weg über Otjiwarongo und Outjo auf der C38 zum Ombika-Tor bei Okaukuejo. Outjo ist die letzte Kleinstadt mit Supermarkt und Tankstelle vor dem Park.

NWR: Etosha National Park ↗

Über Tsumeb zum Osttor

Wer aus dem Nordosten kommt, fährt über Tsumeb zum Von-Lindequist-Tor bei Namutoni. Diese Richtung bietet sich an, wenn der Caprivi oder die Etosha-Ostseite auf dem Programm steht.

NWR: Etosha National Park ↗

Der Westen hat ein eigenes Tor

Das Galton Gate öffnet den lange gesperrten Westteil, erreichbar über Kamanjab. Wer Damaraland und Etosha verbindet, spart damit den Umweg über den Süden.

NWR: Etosha National Park ↗

Keine Motorräder

In allen namibischen Nationalparks sind Motorräder ausdrücklich verboten, ebenso Haustiere, Anhalter und Personen auf offenen Ladeflächen. Eine Namibia-Rundreise auf zwei Rädern endet am Etosha-Tor.

MEFT: Häufige Fragen, Abschnitt Parkgenehmigungen ↗

Offene Fahrzeuge nur mit Schutzaufbau

Die Parkregeln verbieten die Einfahrt in einem offenen Fahrzeug oder auf der Ladefläche eines Lastwagens ohne Gitterkäfig oder anderen wirksamen Schutz. Lizenzierte Safarianbieter fahren deshalb Aufbauten mit Dach und Seitenrahmen; für den eigenen Mietwagen heißt es schlicht: geschlossen fahren.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

150 N$ pro Person und Tag, 50 N$ fürs Auto

Und zwar für jeden angefangenen Tag, nicht für den Aufenthalt.

Die Tarife für Etosha

Die Gebührenbroschüre führt Etosha in der Gruppe mit Namib-Naukluft, Skeleton Coast und Waterberg. Erwachsene Ausländer ab 16 Jahren zahlen 100 N$ Parkeintritt plus 50 N$ Naturschutzgebühr, zusammen 150 N$. Kinder von 8 bis 15 Jahren zahlen 100 N$, bis 8 Jahre ist der Eintritt frei.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Das Fahrzeug zahlt extra

Ein Fahrzeug mit bis zu zehn Sitzen kostet 50 N$, mit 11 bis 25 Sitzen 100 N$, mit 26 bis 50 Sitzen 400 N$ und darüber 700 N$. Ein deutsches Paar im Mietwagen zahlt also 350 N$ am Tag.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Pro Tag, nicht pro Aufenthalt

Die Bedingungen auf der Broschüre sind eindeutig: Die Genehmigung gilt für den Tag, Gebühren sind für jeden Tag zu zahlen — für Besucher wie für Fahrzeuge —, der Mindestbetrag entspricht 24 Stunden. Wer vier Tage bleibt, zahlt viermal.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Nicht erstattbar, nicht übertragbar

Auch das steht in den Bedingungen. Eine bezahlte, aber nicht genutzte Genehmigung ist verloren; weitergeben lässt sie sich nicht.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

SADC-Bürger zahlen weniger

Für Staatsangehörige der SADC-Länder gelten 100 N$, für Namibier 50 N$. Die Staffelung nach Herkunft ist in Namibia seit Langem üblich — sie funktioniert wie der US-Zuschlag, nur umgekehrt aufgebaut.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Am Tor wird bar kassiert

Die Zahlung erfolgt an der Schranke. Wer mit Mietwagen und nur einer Kreditkarte anreist, sollte namibische Dollar dabeihaben — die Kurse schwanken, NWR weist den Tageskurs auf der eigenen Seite aus.

NWR: Park Entrance and Conservation Fees ↗

Offizielle Gebühren prüfen ↗

Am Wasserloch warten statt Tiere suchen

Etosha belohnt Geduld an einer Stelle mehr als Kilometer.

Die beleuchteten Wasserlöcher

Okaukuejo, Halali und Namutoni haben je ein Wasserloch direkt am Camp, das nachts beleuchtet wird. Das von Okaukuejo ist das bekannteste: Die Verwaltung nennt ausdrücklich Spitzmaulnashorn, Löwe und Elefant als nächtliche Gäste.

MEFT: Etosha National Park ↗

Geführte Pirschfahrten der Camps

Okaukuejo und Halali bieten geführte Morgen-, Nachmittags- und Nachtfahrten an, Namutoni und die kleineren Camps Fahrten nach Aushang. Die Nachtfahrt ist die einzige legale Möglichkeit, nach Sonnenuntergang im Park unterwegs zu sein.

MEFT: Etosha National Park ↗

Selbst von Wasserloch zu Wasserloch

Die Hauptstrecke führt von Okaukuejo über Salvadora und Homob nach Halali und weiter über Goas und Chudob nach Namutoni. Wer sich Zeit lässt und an einer Stelle wartet, sieht mehr als wer die Runde abfährt.

NWR: Etosha National Park ↗

Der Etosha Lookout

Eine Stichstraße führt auf die Pfanne selbst hinaus. Es ist einer der wenigen Punkte, an denen das Aussteigen erlaubt ist — und der einzige Ort, an dem die Größe der Fläche wirklich begreifbar wird.

NWR: Etosha National Park ↗

Der Sprokieswoud

Westlich von Okaukuejo steht ein geschlossener Bestand afrikanischer Moringabäume, den die Verwaltung als Fairytale Forest führt. Moringa ovalifolia wächst sonst an Felshängen, nicht in der Ebene — der Bestand ist eine botanische Sonderbarkeit.

MEFT: Etosha National Park ↗

Vögel an der Fisher's Pan

Namutoni liegt nahe der Fisher's Pan, die der Betreiber ausdrücklich als Hotspot für Vogelbeobachter nennt. Zu den 407 erfassten Arten zählen Wollhalsstorch, Ohrengeier, Hartlaubfrankolin und Rüppellpapagei.

NWR: Namutoni Resort ↗
Deinen Besuch ergänzen

Mit einem Guide unterwegs

Abfahrtsort, enthaltene Leistungen und Zusatzkosten vor der Buchung prüfen.

Partnerangebote
Angebotsfoto: Halb- oder Ganztagespirschfahrt ab Okaukuejo im SafarifahrzeugPirschfahrt · 5 bis 10 Stunden

Yavola tours and transfer · über GetYourGuide

Halb- oder Ganztagespirschfahrt ab Okaukuejo im Safarifahrzeug

Abholung von der Unterkunft in Okaukuejo oder Ombika, dann eine halbe oder eine ganze Tagesfahrt im Safarifahrzeug zu den Wasserlöchern des Parks. Der Fahrer wählt die Stellen, an denen sich das Warten lohnt.

5 bis 10 StundenAbholung in Okaukuejo oder OmbikaWasser an BordFührung auf Englisch

Abfahrt Abholung von der Unterkunft in Okaukuejo oder Ombika.

Ausflug ansehen ↗Termine und Preise beim Anbieter

Zwei Dinge sollte man vor der Buchung wissen. Erstens: Die Parkgebühren sind ausdrücklich nicht enthalten — 150 N$ je erwachsener Person und Tag fallen zusätzlich an, das Fahrzeug stellt der Anbieter. Mittagessen und Trinkgeld sind ebenfalls ausgenommen. Zweitens ein Widerspruch, der zur Sprache gehört: Die deutsche Beschreibung wirbt mit einem „offenen Fahrzeug“, während die Parkverordnung die Einfahrt in offenen Fahrzeugen ohne Gitterkäfig oder anderen wirksamen Schutz untersagt. Lizenzierte Anbieter erfüllen diese Auflage mit ihren Aufbauten — für den eigenen Mietwagen gilt sie aber uneingeschränkt. Der Anbieter spricht außerdem von den „Big 4“ Namibias, was zur Sache passt: Der Büffel fehlt in Etosha. Produktfoto des Anbieters · GetYourGuide

Werbung · Bei Buchung über diesen Partnerlink können wir eine Provision erhalten. Angebotsangaben geprüft am 25.09.2026. Offizielle Eintrittsinformationen ansehen.

Vier der Big Five — und ein hartnäckiger Fehler

Was in Etosha lebt, und was die Parkverwaltung selbst falsch schreibt.

Der Büffel fehlt

Die eigene Seite des Ministeriums nennt als „vier der Big Five“ Löwe, Nashorn, Elefant und Giraffe. Die Giraffe gehört nicht zu den Big Five — das fünfte Tier der klassischen Aufzählung ist der Kaffernbüffel, und genau der fehlt in Etosha. Richtig ist: Löwe, Leopard, Elefant und Nashorn sind da, der Büffel nicht.

MEFT: Etosha National Park ↗

Spitzmaulnashorn als Aushängeschild

Die Verwaltung verweist auf eine lange Bilanz im Schutz des Spitzmaulnashorns; Breitmaulnashörner wurden erst später wieder angesiedelt. Am Okaukuejo-Wasserloch sind Spitzmaulnashörner nachts regelmäßig zu sehen.

MEFT: Etosha National Park ↗

Die Schwarznasenimpala

Etosha hat wesentlich zur Erholung der endemischen Schwarznasenimpala beigetragen — eine Unterart, die es nur im Nordwesten Namibias und im südlichen Angola gibt.

MEFT: Etosha National Park ↗

Ein See, der verschwand

Die Pfanne war einst Teil eines großen Sees, den der Kunene speiste. Neu ausgegrabene Fossilien von Sumpfantilopen wie Sitatunga, Litschi-Wasserbock und Leierantilope sowie ein 90 Zentimeter langer Wels belegen deutlich feuchtere Zeiten.

MEFT: Etosha National Park ↗

Flach, offen, mit zwei Hügeln

Das Gelände ist flach und offen; die einzigen Erhebungen liegen um das Halali Camp und im äußersten Westen. Das erklärt, warum sich Wild hier auf große Entfernung sehen lässt.

MEFT: Etosha National Park ↗

Forschung im Park

Das Etosha Ecological Research Institute bei Okaukuejo zieht Wissenschaftler aus aller Welt an; der Park ist damit nicht nur Reiseziel, sondern Datenquelle.

MEFT: Etosha National Park ↗

Orte im Park

Camps, Tore, Wasserlöcher und Aussichtspunkte, jeweils über OpenStreetMap belegt.

Orte im Park
Ein Spitzmaulnashorn steht am flachen Ufer eines Wasserlochs und trinkt, sein Spiegelbild steht im Wasser
Foto: Axel Tschentscher ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Okaukuejo

Das bekannteste Wasserloch Afrikas liegt direkt am Zaun eines Campingplatzes.

Lage
Süden, am Ombika-Tor
Entfernung zum Tor
rund 6 km
Wasserloch
beleuchtet, ganze Nacht
Regelmäßig nachts
Spitzmaulnashorn, Löwe, Elefant
Unterkunft
Chalets, Zimmer, Camping
Vor Ort
Restaurant, Bar, Laden, Post, Pool
Fahrten
morgens, nachmittags, nachts
Außerdem
Ökologisches Institut des Parks
NWR: Okaukuejo Resort ↗
Mehrere Elefanten stehen am Rand eines Wasserlochs zwischen niedrigem Buschwerk, dahinter felsiges Gelände
Foto: Stéphane Gallay ↗ · CC BY 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Halali

Das mittlere Camp, am Fuß des einzigen Hügels im Parkinneren.

Lage
Mitte, zwischen den großen Camps
Umgebung
Dolomithügel, Mopanebäume
Wasserloch
Moringa, beleuchtet
Bekannt für
Leoparden, Nashörner, Elefanten
Unterkunft
Chalets, Zimmer, Camping
Vor Ort
Restaurant, Bar, Kiosk, Pool
Besonderheit
Naturspaziergänge im Camp erlaubt
NWR: Halali Resort ↗
Ein weiß getünchtes Fort mit Ecktürmen und Zinnen hinter einer Palme, davor eine gepflegte Rasenfläche
Foto: Olga Ernst ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Namutoni

Ein deutsches Fort von 1897, in dem heute Gäste schlafen.

Lage
Osten, am Von-Lindequist-Tor
Gebäude
Fort von 1897
Nahe
Fisher's Pan
Bekannt für
Vogelbeobachtung
Unterkunft
Buschchalets, Zimmer, Camping
Vor Ort
Restaurant, Steakhaus, Bar, Laden
Wasserloch
beleuchtet
NWR: Namutoni Resort ↗
Reetgedeckte Zeltchalets stehen verstreut auf einem felsigen Rücken über weiter, buschbestandener Ebene
Foto: Heribert Bechen ↗ · CC BY-SA 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Dolomite und der Westen

Der Teil des Parks, der jahrzehntelang gesperrt war.

Lage
Westen, über Galton Gate
Zugang
seit Öffnung begrenzt
Unterkunft
feste Luxuszelte
Blick
erhöht über die Ebene
Zweites Haus
Olifantsrus, nur Camping
Olifantsrus
10 Stellplätze mit Strom
Grund für Artenreichtum
kein Massentourismus
NWR: Dolomite Resort ↗
Aufgerissene, in Platten gebrochene Salzkruste einer ausgetrockneten Pfanne, darin Trittsiegel von Tieren
Foto: Bjørn Christian Tørrissen ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Etosha-Pfanne

Eine Salzfläche, die als See begann und nach ihrem Mangel benannt ist.

Name
Etotha auf Oshindonga
Bedeutung
„der Ort, an dem nichts wächst“
Ursprung
Rest eines vom Kunene gespeisten Sees
Fossilfunde
Sumpfantilopen, 90-cm-Wels
Zustand meist
trocken, weiß, pflanzenlos
Zugang
Etosha Lookout, Stichstraße
Nebenpfanne
Fisher's Pan bei Namutoni
MEFT: Etosha National Park ↗
Ein Springbock steht mitten auf einer hellen Schotterpiste, links und rechts trockenes Gras und niedriges Buschwerk
Foto: Charles J. Sharp ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Selbst fahren in Etosha

Zwei Sätze der Parkverordnung bestimmen den ganzen Tagesablauf.

Aussteigen
nur in Camps und an Stellplätzen
Fahrtzeit
Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Straßen
nur beschilderte Strecken
Offene Fahrzeuge
nur mit Schutzaufbau
Motorräder
verboten
Haustiere
verboten
Anhalter
verboten
Ankunft
beim Parkbüro melden
MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗
Zebras und Springböcke stehen dicht gedrängt am Rand eines flachen Wasserlochs in staubiger, offener Landschaft
Foto: Christoph Strässler ↗ · CC BY-SA 2.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt

Die Wasserlöcher

Der Park ist um seine Quellen herum gebaut — die Straßen verbinden vor allem Wasser.

Prinzip
warten statt suchen
Am Camp beleuchtet
Okaukuejo, Moringa, Namutoni
Bekannt im Westen
Okondeka, Gemsbokvlakte
Auf der Mittelstrecke
Salvadora, Homob, Rietfontein
Bei Halali
Goas, Nuamses
Bei Namutoni
Chudob, Klein Namutoni, Kalkheuwel
An der Fisher's Pan
Twee Palms
NWR: Etosha National Park ↗
Orientierung vor Ort

Orte im Park

Wähle einen Ort, um seine Lage und Anreisehinweise zu sehen.

Belegte Standorte aus den verlinkten Originalquellen. Die Karte zeigt keine Fahrstrecken, Wegverläufe oder Parkgrenzen. Die Verbindung zwischen zwei Punkten ist keine Zufahrtsfreigabe.

Sechs Camps, ein Betreiber

Alle Unterkünfte im Park gehören der staatlichen Namibia Wildlife Resorts.

Drei große, drei kleine

Okaukuejo, Halali und Namutoni sind die klassischen Camps mit Chalets, Zimmern, Campingplatz, Restaurant, Laden und Pool. Dolomite und Onkoshi sind klein und gehoben, Olifantsrus ist ein reiner Campingplatz mit zehn Stellplätzen.

NWR: Übersicht der Resorts ↗

Onkoshi liegt abseits

Fünfzehn Einheiten auf einer Landzunge am Pfannenrand, fern der öffentlichen Selbstfahrerrouten. Der Betreiber weist darauf hin, dass der Strom rund um die Uhr läuft, bei voller Belegung aber mit Unterbrechungen zu rechnen ist.

NWR: Onkoshi Resort ↗

Dolomite öffnete den Westen

Das Camp liegt in einem zuvor gesperrten Gebiet im Westen und macht diesen Teil des Parks für eine begrenzte Zahl von Gästen zugänglich. Untergebracht wird in festen Luxuszelten mit erhöhtem Blick über die Ebene.

NWR: Dolomite Resort ↗

Namutoni ist eine Festung

Das Camp im Osten ist in ein deutsches Fort von 1897 hineingebaut, mit Restaurant, Steakhaus, Bar, Buchladen, Pool und beleuchtetem Wasserloch.

NWR: Namutoni Resort ↗

Die Online-Buchung liegt derzeit still

Auf den Seiten von NWR steht am 25.09.2026 der Hinweis, das Buchungssystem sei derzeit nicht verfügbar; Anfragen sollen per E-Mail an die Reservierung gehen. Wer im Park schlafen will, sollte früh und schriftlich anfragen.

NWR: Etosha National Park ↗

Außerhalb gibt es Alternativen

Direkt vor den Toren liegen private Lodges. Im Park selbst gibt es aber nur NWR — wer die Wasserlöcher am Camp bei Nacht erleben will, kommt an diesem einen Betreiber nicht vorbei.

NWR: Übersicht der Resorts ↗

Die Regeln sind kurz und werden durchgesetzt

Sie stehen als Teil F der Parkverordnung auf einem einzigen Blatt.

Nicht aussteigen

Das Camp darf man nur im Fahrzeug verlassen, und außerhalb eines Camps oder eines ausgewiesenen Stellplatzes darf man weder aussteigen noch sich aus dem Fenster lehnen. Das ist die wichtigste Regel des Parks.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Nicht vor Sonnenaufgang, nicht nach Sonnenuntergang

Ein Camp vor Sonnenaufgang zu verlassen oder es nach Sonnenuntergang zu erreichen ist verboten, ebenso die Parkgrenzen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu überqueren. Wer sich verschätzt, steht vor einem geschlossenen Tor.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Nur auf markierten Straßen

Fahren abseits der durch amtliche Schilder gekennzeichneten Straßen ist untersagt, ebenso Übernachten außerhalb der Camps. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt und wird kontrolliert.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Keine Tiere stören

Wildtiere zu töten, zu verletzen oder unnötig zu stören ist verboten, ebenso Pflanzen zu pflücken oder auszugraben. Lärm, der andere stört, ist ebenfalls untersagt — das betrifft auch die Wasserlöcher am Camp.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Ankunft melden

Die Verordnung verlangt, die Ankunft im Park unverzüglich beim nächstgelegenen Parkbüro zu melden. In der Praxis geschieht das mit der Ausstellung der Genehmigung am Tor.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Keine Haustiere, keine Waffen

Haustiere jeder Art sind verboten, ebenso ungesicherte oder geladene Schusswaffen, Luftgewehre und Schleudern. Feuer nur an den dafür vorgesehenen Stellen.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Was sich anschließt

Etosha ist selten die einzige Station.

Namib-Naukluft und Skeleton Coast

Beide stehen in derselben Gebührengruppe wie Etosha: 150 N$ für erwachsene Ausländer, 50 N$ fürs Fahrzeug. Wer eine Rundreise plant, rechnet also mit demselben Tagessatz weiter.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Windhoek als Drehscheibe

Fast jede Namibia-Reise beginnt und endet am Hosea Kutako International Airport. Von dort sind es rund 500 Kilometer bis zum Südtor — das ist ein Fahrtag, kein Ausflug.

MEFT: Übersicht der Nationalparks ↗

Häufige Fragen zum Etosha

Kurz beantwortet – jede Antwort mit ihrer Quelle.

Was kostet der Eintritt für Deutsche?

150 N$ pro erwachsener Person und Tag — 100 N$ Parkeintritt plus 50 N$ Naturschutzgebühr. Kinder von 8 bis 15 Jahren zahlen 100 N$, unter 8 Jahren ist der Eintritt frei. Dazu kommen 50 N$ für ein Fahrzeug mit bis zu zehn Sitzen. Ein Paar im Mietwagen zahlt also 350 N$ — und zwar an jedem Tag im Park, nicht einmalig.

MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗

Muss ich die Einfahrt vorher buchen?

Nein. Alle namibischen Nationalparks stellen die Genehmigung bei der Ankunft am Tor aus; ein Vorabbuchungssystem für die Einfahrt gibt es nicht. Wichtig: Die staatliche Hotelgesellschaft Namibia Wildlife Resorts stellt keine Genehmigungen aus — die Unterkunft und die Tagesgenehmigung sind zwei getrennte Dinge.

MEFT: Häufige Fragen, Abschnitt Parkgenehmigungen ↗

Kann ich mit dem Mietwagen selbst durch den Park fahren?

Ja, Etosha ist ein Selbstfahrerpark. Es gelten aber feste Regeln: nur auf beschilderten Straßen fahren, das Fahrzeug außerhalb von Camps und ausgewiesenen Stellplätzen nicht verlassen und sich nicht aus dem Fenster lehnen. Ein Camp vor Sonnenaufgang zu verlassen oder nach Sonnenuntergang zu erreichen ist verboten. Motorräder sind in allen namibischen Nationalparks untersagt.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Darf ich nach Sonnenuntergang im Park unterwegs sein?

Nicht auf eigene Faust. Die Parkverordnung verbietet, ein Camp vor Sonnenaufgang zu verlassen oder nach Sonnenuntergang zu erreichen, und die Parkgrenzen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu überqueren. Nachts sehen kann man den Park auf zwei Wegen: mit der geführten Nachtpirschfahrt eines Camps oder am beleuchteten Wasserloch von Okaukuejo, Halali oder Namutoni — dort sitzt man innerhalb der Umzäunung.

MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗

Gibt es die Big Five in Etosha?

Vier davon. Löwe, Leopard, Elefant und Nashorn leben hier, der Kaffernbüffel nicht. Die Seite des Umweltministeriums nennt als „vier der Big Five“ allerdings Löwe, Nashorn, Elefant und Giraffe — die Giraffe gehört nicht zu dieser Aufzählung. Das fehlende Tier ist der Büffel.

MEFT: Etosha National Park ↗

Wann ist die beste Reisezeit?

In der Trockenzeit. Je weniger Oberflächenwasser es gibt, desto stärker konzentriert sich das Wild an den Quellen und Wasserlöchern, an denen die Parkstraßen entlangführen. Nach Regenfällen füllt sich die Fisher's Pan bei Namutoni — dann kommen Flamingos und Watvögel, und der Park zeigt seine Vogelseite.

NWR: Etosha National Park ↗

Wo übernachte ich im Park?

In einem der sechs Camps der staatlichen Namibia Wildlife Resorts: Okaukuejo, Halali und Namutoni mit Chalets, Zimmern und Campingplatz, Dolomite und Onkoshi klein und gehoben, Olifantsrus als reiner Campingplatz mit zehn Stellplätzen. Einen zweiten Betreiber gibt es im Park nicht. Am 25.09.2026 wies NWR darauf hin, dass das Online-Buchungssystem derzeit nicht verfügbar ist und Anfragen per E-Mail laufen.

NWR: Übersicht der Resorts ↗

Wie weit ist es von Windhoek?

Rund 500 Kilometer bis zum Ombika-Tor im Süden, über Otjiwarongo und Outjo. Das ist ein voller Fahrtag, kein Ausflug. Outjo ist die letzte Kleinstadt mit Supermarkt und Tankstelle vor dem Park. Wer aus dem Nordosten kommt, nimmt Tsumeb und das Von-Lindequist-Tor; für den Westteil gibt es das Galton Gate ab Kamanjab.

MEFT: Übersicht der Nationalparks ↗

Wie groß ist der Park?

22.935 Quadratkilometer — größer als Slowenien und größer als Hessen. Die Verwaltung merkt an, dass der Park seit seiner Ausrufung 1907 erheblich verkleinert wurde und trotzdem größer geblieben ist als mehrere europäische Länder.

MEFT: Etosha National Park ↗

Woher die Angaben stammen

Gebühren und Regeln vom Umweltministerium, Camps und Betrieb von Namibia Wildlife Resorts.

  1. MEFT: Etosha National Park ↗
  2. MEFT: Übersicht der Nationalparks ↗
  3. MEFT/DWNP: Gebührenbroschüre Park Entrance & Conservation Fees (PDF) ↗
  4. NWR: Park Entrance and Conservation Fees ↗
  5. MEFT: Parkregeln, Teil F Conditions (PDF) ↗
  6. MEFT: Häufige Fragen, Abschnitt Parkgenehmigungen ↗
  7. NWR: Etosha National Park ↗
  8. NWR: Übersicht der Resorts ↗
  9. NWR: Okaukuejo Resort ↗
  10. NWR: Halali Resort ↗
  11. NWR: Namutoni Resort ↗
  12. NWR: Dolomite Resort ↗
  13. NWR: Onkoshi Resort ↗
  14. NWR: Olifantsrus Campsite ↗
  15. NWR: Preisliste ↗
  16. NWR: Buchungsbedingungen ↗

Wie aktuell sind diese Angaben?

Recherche: 25.09.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.

Aktuelle Informationen des Parks ↗
Bild- und Kartennachweise

Foto: Giles Laurent ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt. Bearbeitete Fassung unter der angegebenen Bildlizenz. Historisches Foto, kein Nachweis aktueller Bedingungen.

Standortnachweise: Camps, Tore, Wasserlöcher und Aussichtspunkte sind über die Nominatim-Suche aus OpenStreetMap übernommen; jede Angabe führt auf das einzelne OSM-Objekt. Die Wasserlöcher tragen im Park dieselben Namen wie in der Karte — sie sind auf dem Parkplan der Verwaltung und auf den Wegweisern im Park ausgeschildert.. Markierungen sind keine Zufahrtsfreigabe. Kartengrundlage © OpenStreetMap-Mitwirkende.