Der Teide ist mit 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens und der Mittelpunkt des meistbesuchten Nationalparks des Landes. Die letzten 160 Höhenmeter sind seit Jahren kontingentiert; 2025 wanderte die Vergabe auf das Portal Tenerife ON, und seit 2026 kosten sie in den Tagesstunden 15 €.
Der Park ist ein Kessel: die Caldera Las Cañadas, deren Wand im Süden mit dem Guajara noch steht, und in der Mitte der Doppelvulkan aus Pico Viejo und Teide. Die UNESCO hat ihn 2007 als Welterbe eingetragen, weil sich hier die Entwicklung einer ozeanischen Vulkaninsel in allen Stadien und auf kleinem Raum zeigt, mit einem Wolkenmeer als Kulisse. Teneriffa ist nach ihrer Zählung die dritthöchste Vulkanstruktur der Erde.
Was der Besuch kostet, hängt nicht am Park, sondern an den Betreibern. Der Park selbst hat weder Eintritt noch Öffnungszeiten. Die Seilbahn gehört einem privaten Unternehmen und kostet 42 € hin und zurück, verkauft nur online und nur so viele Tickets, wie die Kabinen tragen. Die Gipfelgenehmigung vergibt der Cabildo von Teneriffa über Tenerife ON: jeden Montag um 7 Uhr kanarischer Zeit eine weitere Woche, so dass immer 56 Tage buchbar sind, eine Reservierung je Person und 15 Tage, in den Fenstern zwischen 9 und 17 Uhr für 15 €.
Die Parkverwaltung schreibt ausdrücklich, dass beides nichts miteinander zu tun hat: Ein Seilbahnticket berechtigt nicht zum Gipfel, und die Genehmigung gilt für ihr Zeitfenster, ob die Bahn an dem Tag fährt oder nicht. Wer den Aufstieg ohne Seilbahn plant, braucht zusätzlich die Genehmigung für den Weg PNT 07 über die Montaña Blanca; wer in der Hütte Altavista schläft, bekommt beide mit der Buchung.
Seit Juli 2026 gilt auf den fünf Vulkanwegen eine Pflichtausrüstung, die am Wegeinstieg kontrolliert wird: Bergschuhe, lange Hose, Fleece; bei Schnee Steigeisen und Pickel plus Erklärung über Bergerfahrung. Seit Juni 2026 ist Rauchen im Freien verboten. Beides ist Folge eines Sommers 2023, in dem ein Waldbrand 1.235 Hektar des Parks erfasste.
Den Park verwaltet seit 2015 der Cabildo, die Inselregierung, im Auftrag der Kanarenregierung; im Patronat sitzen Ministerium, Region, Insel, sechs Gemeinden, Universitäten, das Astrophysikinstitut und der Bergsteigerverband. Die Guanchen nannten den Berg Echeyde, die Wohnung des Bösen; Humboldt stand 1799 hier, 1954 wurde der Park eingerichtet. Er ist der älteste und größte der Kanaren.
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