Die einzige bewohnte Insel des Parks, autofrei, mit rund 30 ganzjährigen Einwohner:innen. Gehört zu Hamburg-Mitte und liegt in Zone II — frei zugänglich.
Drei Quadratkilometer Hamburg, 110 Kilometer vor der Stadt.
Zone
Zone II — frei zugänglich
Einwohner
rund 30 ganzjährig
Verkehr
autofrei
Wege
Deichrundweg, Mittelweg, Erlebnispfad
Im Sommer
Baden im Meer möglich
Eigene Seite
Neuwerk
Drei Quadratkilometer Hamburg, 110 Kilometer vor der Stadt — erreichbar in der Regel einmal am Tag, wenn die Tide es zulässt.
„Zur Zone II gehört die Insel Neuwerk mit ihrem Binnengroden und Nordvorland sowie ein Bereich vor der niedersächsischen Küste.“ Hier sind naturverträgliche Nutzungen möglich — deshalb ist Neuwerk der Teil des Parks, den man frei besuchen kann.
„In den Sommermonaten gibt es auf Neuwerk außerdem gute Möglichkeiten zum Baden im Meer.“ Das ist auf einer Wattinsel keine Selbstverständlichkeit — Neuwerk hat einen Badestrand am Nordvorland.
Neuwerk ist autofrei — „für viele ist die autofreie Insel längst ein Geheimtipp“. Bewegt wird sich zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Pferdefuhrwerk. Lasten kommen per Trecker über das Watt.
Für den Nationalpark wird kein Eintritt erhoben. Und das Nationalpark-Haus auf Neuwerk kostet ebenfalls nichts: „Die Öffnungszeiten richten sich nach den Fahrplänen von Fähren und Wattwagen, der Eintritt ist frei.“
„Einwohner:innen im Nationalpark: rund 30 Personen ganzjährig auf Neuwerk.“ Dazu kommt saisonal die Vogelwartin oder der Vogelwart auf Scharhörn — siebeneinhalb Monate allein, ohne fließendes Wasser.
„Schnell wird man feststellen, dass Neuwerk so viel zu bieten hat, dass ein Tagesbesuch bei weitem nicht ausreicht. Für längere Aufenthalte stehen daher verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geschmack bereit.“ Sie liegen auf Neuwerk, also in Zone II.
„Das Nationalpark-Haus liegt im Zentrum der Insel nur 200 m vom Neuwerker Turm entfernt.“ Besondere Attraktion ist „das große Tidebecken, in dem Ebbe und Flut – der Motor des Lebensraums Wattenmeer – direkt erlebt werden können“. Betreut wird es vom Verein Jordsand.
„Bei einer Wanderung auf dem Deich um die Insel und auf dem Mittelweg erhalten Besucher:innen nicht zuletzt durch den Nationalpark-Erlebnispfad zahlreiche neue, interessante Eindrücke.“ Vom Turm „hat man einen einmaligen Rundblick über den gesamten Nationalpark und noch weit darüber hinaus“.
„Hier gilt der Vorrang der Natur und ihrer unbeeinflussten Dynamik. Daher ist hier z. B. das Betreten nur mit Ausnahmegenehmigung oder Führung zulässig.“ In Zone I liegen Nigehörn, Scharhörn und das Neuwerker Ostvorland.
„Scharhörn liegt in der Zone 1 des Nationalparks. Somit unterliegt die Insel zum Schutz der Natur einer strengen Betretungsverordnung. Vor Antritt der Wattwanderung muss sich daher frühzeitig bei dem*der Vogelwart*in angemeldet werden.“ Der Weg ist sieben Kilometer lang und mit Buschpricken markiert.
Für die Scharhörnwanderung gilt: „Der Weg zur Insel Scharhörn ist mit Buschpricken markiert und weist die sicherste Verbindung durch das freie Watt. Auch dieser Abschnitt führt überwiegend durch die Zone 1, weshalb sich an den ausgeprickten Weg gehalten werden muss.“
Wer den Park wirklich kennenlernen will, kann sich bewerben: Vogelwart:in auf Scharhörn. „Die gravierendsten Unterschiede sind das Alleinsein und dass es kein fließendes Wasser gibt.“ Geheizt wird mit Holz, Lasten kommen alle paar Wochen per Trecker.
Nachbarinsel von Scharhörn, ebenfalls Zone I und unbewohnt. Nicht zu betreten.
Was hier lebt
340 Vogelarten, 81 Brutvogelarten
„Von den im hamburgischen Gebiet beobachteten 340 Vogelarten sind auf den Inseln bisher 81 Arten als Brutvögel festgestellt.“ Genau dafür sind Scharhörn und Nigehörn gesperrt — sie sind Vogelschutzinseln, keine Ausflugsziele.
Die Verwaltung beschreibt den typischen Tagesausflug: „Nach einer 90-minütigen Überfahrt von Cuxhaven aus legt das Fahrgastschiff ‚Flipper‘ auf Neuwerk an. Nach ca. 5-6 Stunden Aufenthalt geht es in gut 1-stündiger Kutschfahrt mit dem Wattwagen zurück nach Cuxhaven-Sahlenburg.“
Sahlenburg und Duhnen sind die beiden Ausgangspunkte der Wattwagen und liegen als Stadtteile Cuxhavens außerhalb des Parks. Dort ist die Auswahl größer und die Anreise einfacher.
Zweiter Ausgangspunkt der Wattwagen und der Wattwanderungen nach Neuwerk, ebenfalls außerhalb des Parks.
Nach Neuwerk kommen
Zu Fuß durchs Watt
Auch der Weg zu Fuß ist möglich, vom Festland bei Sahlenburg oder Duhnen aus. Er führt durch den Nationalpark und ist an die Tide gebunden — ohne genaue Planung und ortskundige Begleitung ist er gefährlich.
Nächste Stadt mit 48.000 Einwohner:innen; von hier fährt das Fahrgastschiff in 90 Minuten nach Neuwerk.
Orte im Überblick
Eingebettet in den Nachbarpark
„Der Nationalpark umfasst das Wattenmeer der westlichen Elbmündung. Er liegt eingebettet in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, die offene See und das Elbe-Fahrwasser. Im Süden grenzt er an die niedersächsische Küste bei Cuxhaven.“
Im Zentrum der Insel, nur 200 Meter vom Turm entfernt. Ausstellung zur Inselgeschichte und zum Wattenmeer, mit einem großen Tidebecken. Betrieben vom Verein Jordsand.
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Drei Quadratkilometer Hamburg, 110 Kilometer vor der Stadt — erreichbar in der Regel einmal am Tag, wenn die Tide es zulässt.