Die Serengeti ist der bekannteste Nationalpark Afrikas: 14.763 Quadratkilometer Ebenen, Kopjes und Flusswälder, in denen jedes Jahr über eine Million Gnus, Hunderttausende Zebras und Gazellen im Kreis ziehen und die höchste Dichte großer Raubtiere der Erde lebt. Verwaltet wird sie von Tanzania National Parks, seit 1981 Welterbe.
Die Behörde beschreibt den Park als Herz des Serengeti-Mara-Ökosystems, das sich über 30.000 Quadratkilometer bis nach Kenia erstreckt. Über 1,5 Millionen Gnus, so die Behörde, zwei Millionen laut UNESCO, ziehen mit Hunderttausenden Zebras und Gazellen im Jahreslauf im Kreis: Kalben auf den Kurzgrasebenen im Süden von Dezember bis März, Grumeti im Frühsommer, Mara-Querungen im Norden von Juli bis Oktober, Rückzug im November. Rund 4.000 Löwen, 1.000 Leoparden, 3.500 Hyänen und 225 Geparden folgen.
Was der Besuch kostet, steht in der Tarifliste der Behörde: 70 US-Dollar je Person und Tag in der Hauptsaison vom 16. Mai bis 14. März, 60 in der Nebensaison, Kinder 20, dazu 18 Prozent Mehrwertsteuer, die Website nennt 178.850 Schilling einschließlich Steuer. Fahrzeuge bis zwei Tonnen 40 US-Dollar, öffentlicher Zeltplatz 30, Ballonsafari 50 US-Dollar Parkgebühr obendrauf. Ein Tagespermit gilt zwölf Tagesstunden, ein Übernachtungspermit 24 Stunden, jeweils ab der Einfahrt.
Ein Vorbehalt gehört dazu: Die Liste trägt den Titel „Financial Year 2023/2024“ und nennt Juni 2024 als Ende ihrer Gültigkeit. Am Prüftag zeigte die Behörde sie trotzdem als aktuelle Tarife; eine neuere war nicht veröffentlicht. Die Behörde ändert Tarife zum 1. Juli, gezahlt wird nur elektronisch, am Tor mit Karte oder Mobilgeld, vorab über die Reservierung.
Der übliche Weg führt von Arusha über Karatu durch die Ngorongoro Conservation Area zum Naabi-Tor, mit deren Tagesgebühr für die Durchfahrt und Toren von 6 bis 18 Uhr. Wer fliegt, landet in Seronera, Lobo, Kogatende, Kirawira oder Ndutu. Im Park gibt es keinen öffentlichen Verkehr und keine Nachtfahrten; fast alle Besucher kommen mit einem Veranstalter, als Camping-Gruppensafari mit Zelt auf den öffentlichen Plätzen bei Seronera oder als Lodge-Reise auf Konzessionsflächen.
Die UNESCO hat den Park 1981 eingetragen, für das Naturschauspiel der Wanderung in der Kulisse der endlosen Ebenen und für das produktivste Grasland der Erde. Sie nennt auch die Sorgen: nur ein ganzjähriger Fluss, der Mara; Wilderei; Tourismusdruck; und die Pläne für eine Straße quer durch den Park. Der Park grenzt an das bewohnte Ngorongoro-Schutzgebiet; im Park selbst leben keine Menschen.
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