Die Hochalpenstraße: am Rand des Nationalparks bis an die Pasterze
Eine Mautstraße von 1935, die heute Ausgangspunkt für die Naturerlebnisse im Park ist.
Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet auf 48 Kilometern Salzburg und Kärnten. Durch 36 Kehren führt sie hinauf zum Hochtor auf 2.504 Metern, einem kurzen Tunnel zwischen den beiden Bundesländern, und als Stichstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2.369 Metern – gegenüber dem Großglockner, mit 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs.
Gehört die Straße zum Nationalpark? Nein. Ein Abgleich mit der Parkgrenze in OpenStreetMap zeigt: Die Fahrbahn und ihre Haltepunkte – Hochtor, Fuscher Törl, Edelweißspitze, das Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, das Glocknerhaus und beide Mautstellen – liegen außerhalb, auf der Passhöhe oft nur 200 bis 300 Meter von der Grenze entfernt. Die Pasterze, der Gamsgrubenweg und der Großglockner selbst liegen innerhalb.
Gebaut wurde die Straße ab dem 30. August 1930 mit bis zu 4.000 Arbeitern, eröffnet am 3. August 1935. Betrieben wird sie von der Großglockner Hochalpenstraßen AG, kurz GROHAG. Weil Wind und Lawinen bis zu 20 Meter hohe Schneewände auftürmen, ist sie im Winter gesperrt; die Räumung mit den historischen Wallack-Fräsen beginnt meist Mitte April.
Am Ende der Gletscherstraße liegt das Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit dem Infozentrum des Nationalparks. Nach Angabe der Parkverwaltung zieht der Ort jährlich 1,5 Millionen Besucher an – wegen des Blicks auf den Großglockner und die Pasterze, den größten Gletscher der Ostalpen.
GROHAG: Fahrsicherheit und Befahrbarkeit ↗
In Zahlen
- Länge
- 48 km
- Kehren
- 36
- Hochtor
- 2.504 m
- Edelweißspitze
- 2.571 m, höchster befahrbarer Punkt
- Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
- 2.369 m
- Großglockner
- 3.798 m
- Eröffnet
- 3. August 1935
- Tageskarte Pkw
- 46,50 €






