Die Seehundstation: Aufzucht, Ausstellung und Nationalpark-Haus
Hier werden verwaiste Seehunde groß – und Besucher sehen dabei zu.
Die Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich ist die anerkannte Betreuungsstation für Meeressäuger im gesamten Niedersächsischen Wattenmeer. Zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde und vereinzelt Kegelrobben werden hier jedes Jahr aufgezogen und wieder in die Nordsee entlassen. Die Nationalparkverwaltung führt sie als ihr Nationalpark-Haus in Norddeich.
Besucher sehen die Tiere in den Schaubecken; zweimal am Tag, um 11 und um 15 Uhr, werden sie gefüttert, begleitet von Erläuterungen zu Biologie und Verhalten. Dazu kommen eine interaktive Ausstellung über den Lebensraum Wattenmeer und ein Forscherbereich zur aktuellen Meeressäuger-Forschung.
Die Station liegt nicht im Nationalpark selbst. Sie steht im Wellenpark von Norddeich hinter dem Deich; nach der Parkgrenze in OpenStreetMap beginnt das Schutzgebiet gut einen Kilometer entfernt draußen im Watt. Als Nationalpark-Haus ist sie das Informationszentrum für diesen Küstenabschnitt.
Die Aufzucht beginnt woanders: Neu aufgenommene Jungtiere kommen zunächst in die Quarantänestation im Waloseum in Osterloog, rund fünf Kilometer entfernt. Das Waloseum ist zugleich eine eigene Ausstellung über Wale im Wattenmeer und hat eine eigene Saison.
Begonnen hat alles 1971 in einer Station am Schwanenteich in Norden. 1980 wurde die Station in Norddeich eingeweiht, 2006 übernahm der Trägerverein per Vertrag mit der Nationalparkverwaltung das Nationalpark-Haus. Nach eigenen Angaben kommen fast 260.000 Besucher im Jahr (Stand 2018).
Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich: Die Station ↗
In Zahlen
- Aufgezogene Seehunde
- 80 bis 150 pro Jahr
- Fütterungen
- täglich 11 und 15 Uhr
- Besucher
- fast 260.000 pro Jahr (2018)
- Ehrenamtliche
- über 70
- Station seit
- 1971
- Waloseum
- rund 5 km entfernt
- Abstand zu Seehunden am Strand
- 300 m






