Die Allerheiligen-Wasserfälle: Schlucht, Treppen, Granit
Der größte naturbelassene Wasserfall des Nordschwarzwalds – und eine Runde, die man in zwei Stunden schafft.
Bei Allerheiligen frisst sich der Grindenbach, der Oberlauf des Lierbachs, in eine enge Schlucht und fällt insgesamt knapp 100 Meter in die Tiefe. Die Nationalparkverwaltung nennt ihn den größten naturbelassenen Wasserfall des Nordschwarzwalds; ihr Rundweg startet an der Klosterruine und führt auf schmalen Felsenpfaden an den Fällen entlang.
Renchtal Tourismus zählt sieben Kaskaden über fast 90 Meter. Das Landesamt für Geologie erklärt, warum es hier so steil wird: Ein harter Granitporphyrgang quert den Bach und wird langsamer abgetragen als der Granit ringsum. Auf rund 300 Metern Lauf verliert der Lierbach über 100 Höhenmeter; die einzelnen Fälle sind bis zu 15 Meter hoch und haben unter sich metertiefe Kolke ausgewaschen.
Erschlossen wurde die Schlucht 1840, zunächst mit Leitern an den Felsabstürzen. Zwei Jahre später gab die großherzogliche Hofkammer 100 Gulden für einen sicheren Weg; seither führen Treppen, Geländer und mehrere Brücken über die Fälle. Im Winter ist der Weg teilweise gesperrt, betreten wird er auf eigene Gefahr.
Nach der Parkgrenze in OpenStreetMap liegen die Wasserfälle knapp innerhalb des Nationalparks Schwarzwald, rund 100 Meter hinter dem Rand. Die Klosterruine oben, Start des offiziellen Rundwegs, liegt dagegen knapp außerhalb.
Nationalpark Schwarzwald: Tour Allerheiligen ↗
In Zahlen
- Fallhöhe insgesamt
- knapp 100 m
- Kaskaden
- sieben
- Höchster Einzelfall
- bis 15 m
- Rundweg ab Klosterruine
- 3,5 km · 130 Hm · 2 h
- Höhenlage der Runde
- 515 bis 639 m
- Erschlossen
- 1840
- Bus 425 an den Wasserfällen
- 10.53 und 16.53 Uhr








