Der Obersee: hinter dem Königssee, vor der Röthwand
Ein Spaziergang, eine Uferwanderung und ein Wasserfall am Talschluss – und alles hängt am Fahrplan nach Salet.
Der Obersee liegt südlich des Königssees, von ihm getrennt durch einen rund einen Kilometer breiten Moränenwall. Von der Anlegestelle Salet führt ein flacher Weg in etwa 15 Minuten an sein Westufer, weiter geht es auf einem stellenweise schmalen Uferweg zur Fischunkelalm. Am Talschluss dahinter stürzt der Röthbachfall über die Röthwand.
Mit 470 Metern Gesamtfallhöhe ist der Röthbachfall der höchste Wasserfall Deutschlands. Er überwindet die Röthwand in zwei Hauptstufen; die obere beginnt auf 1.250 Metern und fällt fast frei 240 Meter tief. Gleich nördlich stürzt der Landtalfall mit 410 Metern, der zweithöchste Wasserfall des Landes, in dasselbe Becken.
Eine Straße gibt es nicht. Hin kommt man nur mit dem Schiff über den Königssee bis zur Endstation Salet, und die wird 2026 vom 25. April bis zum 11. Oktober angefahren. Die erste Ankunft liegt je nach Saison zwischen 8.55 und 9.55 Uhr, das letzte Boot zurück fährt um 17.10 Uhr, in der Hauptsaison um 17.40 Uhr.
Der Obersee wird seit der Gründung des Nationalparks 1978 nicht mehr befischt, Boote verkehren auf ihm keine. Deshalb ist seine Oberfläche meist ruhig und spiegelt die Wände. Nach der Parkgrenze in OpenStreetMap liegen See, Salet, Fischunkelalm und Röthbachfall mitten im Nationalpark – der Wasserfall rund zwei Kilometer, der See gut dreieinhalb Kilometer von der Grenze entfernt.
Berchtesgadener Land Tourismus: Der Obersee ↗
In Zahlen
- Röthbachfall
- 470 m Fallhöhe
- Obere Fallstufe
- 240 m, ab 1.250 m
- Landtalfall daneben
- 410 m
- Obersee
- rund 1,3 km lang, 51 m tief
- Fischunkelalm
- 620 m
- Salet – Obersee
- rund 15 Minuten
- Salet – Fischunkelalm
- 5,5 km · 119 Hm · 1:45 h (hin und zurück)
- Schiff Seelände – Salet
- knapp eine Stunde einfach














