Das Watzmannhaus: Stützpunkt unter dem Hocheck
Eine der meistbesuchten Hütten des Alpenvereins – und kein Ziel für einen spontanen Abstecher.
Das Watzmannhaus ist eine bewirtschaftete Hütte der Kategorie I der Alpenvereinssektion München. Es steht auf 1.930 Metern auf dem Falzköpfl, einem Geländevorsprung in der Nordflanke des Watzmann-Hochecks, mitten im Nationalpark Berchtesgaden. Für die Watzmannüberschreitung ist es der klassische Stützpunkt.
Gebaut wurde die Schutzhütte 1888 mit 25 Schlafplätzen. Heute nennt die Sektion 200 Schlafplätze in Zweierzimmern, Mehrbettzimmern und Matratzenlagern. Geöffnet ist das Haus von Mitte Mai bis Mitte Oktober; die letzte Übernachtung der Saison 2026 ist am 8. Oktober möglich.
Wer nur hinauf und wieder hinunter will, plant einen langen Tag: Der Zustieg von der Wimbachbrücke überwindet knapp 1.300 Höhenmeter, der Steig wird im oberen Drittel steiler. Die Sektion empfiehlt den Aufstieg auch Kindern ab etwa zehn Jahren – langsam angegangen und mit Pausen auf den Almen unterwegs.
Vom Haus führt der Weg in rund zwei Stunden auf das Hocheck, den nördlichsten der drei Watzmanngipfel. Dort beginnt der Grat zur Mittelspitze, dem höchsten Punkt mit 2.713 Metern, und weiter zur Südspitze. Die Überschreitung ist eine alpine Unternehmung mit Kletterstellen.
Übernachten ist nur mit Reservierung über das Online-System der Sektion sinnvoll; telefonisch nimmt die Hütte keine Buchungen an. Bezahlt wird oben auf der Hütte, deshalb gehört Bargeld in den Rucksack.
Alpenverein München & Oberland: Faltblatt Watzmannhaus (PDF) ↗
In Zahlen
- Höhe
- 1.930 m
- Erbaut
- 1888
- Schlafplätze
- 200
- Winterraum
- 10 Plätze
- Geöffnet
- Mitte Mai bis Mitte Oktober
- Ab Wimbachbrücke
- 1.267 Hm · 4 Std.
- Zum Hocheck
- + 730 Hm · 2 Std.
- Kärlingerhaus
- 1.638 m · 160 Plätze












