Zentrale Informationsstelle und Treffpunkt der geführten Touren am nördlichen Ortsrand von Illmitz, ganzjährig geöffnet. Das Gebäude steht knapp außerhalb der Parkgrenze; der Aussichtsturm daneben blickt auf den Illmitzer Zicksee.
Ausstellung, Infotheke und Treffpunkt aller Touren am Ortsrand von Illmitz.
Ausstellungsfläche
1.300 m², barrierefrei
Eröffnet
Mai 1996
Besucher
rund 40.000 im Jahr
Telefon
+43 2175 3442
Den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel besuchen: Überblick
Start im Nationalparkzentrum Illmitz
Das Nationalparkzentrum am nördlichen Ortsrand von Illmitz ist die zentrale Informationsstelle, Treffpunkt der meisten Touren und Ausgangspunkt mehrerer Routen. Seit der Eröffnung im Mai 1996 kommen jährlich rund 40.000 Besucherinnen und Besucher.
Treffpunkt der geführten Touren ist das Nationalparkzentrum in Illmitz. Zu manchen Exkursionspunkten fahren die Gruppen mit dem Auto weiter; ein eigenes Auto ist laut Parkverwaltung nicht zwingend.
Salzlacke gleich westlich des Nationalparkzentrums; Ausgangspunkt der 8,2 Kilometer langen Route Zicksee & Geiselsteller. Am Kirchentellinsfurter Platz stehen ein Unterstand, ein rollstuhlgerechter Hochstand und ein Trinkwasserbrunnen.
Die Lacke vor der Haustür des Besucherzentrums — bequem und schnell vom Nationalparkzentrum erreichbar.
Aktivitäten — Vögel beobachten, Rad fahren, paddeln
Zicksee und Geiselsteller
Die 8,2 Kilometer lange Runde beginnt direkt am Nationalparkzentrum und ist asphaltiert. An den Lackenrändern brüten Seeregenpfeifer, Uferschnepfe, Kiebitz und Rotschenkel oft nur wenige Meter vom Weg.
Die größte und bekannteste Lacke des Seewinkels. Ihre drohende Zerstörung gab 1963 den Anstoß zur Gründung des WWF Österreich. Im Spätherbst fallen hier in der Dämmerung Tausende Gänse ein.
Die bekannteste Salzlacke des Seewinkels — und der Ort, an dem der WWF Österreich entstand.
Rundweg
rund 8 km, ganze Route 10 km
Ausgangspunkt
Parkplatz Nationalparkstüberl
Beste Zeit
Spätherbst und Winter zum Gänseeinflug
Im Hochsommer
nur morgens oder abends
Aktivitäten — Vögel beobachten, Rad fahren, paddeln
Rund um die Lange Lacke
Der Rundweg um die Lange Lacke ist rund acht Kilometer lang, die ganze Route mit den Wörthenlacken zehn. Der Radweg ist geschottert, der schönere Fußweg führt im Osten über die Hutweide. Mehrere Beobachtungstürme verteilen sich um die Lacke.
Ausgangspunkt für den Rundweg um die Lange Lacke an der Straße zwischen Apetlon und Wallern. Das „Nationalparkstüberl“ daneben ist ein privat geführtes Gasthaus, keine Einrichtung des Nationalparks.
Anreise und Parken — mit Zug, Rad oder Auto
Parkplätze an den Lacken
Der Nationalpark-Guide der Parkverwaltung verzeichnet Parkplätze unter anderem an der Langen Lacke (Nationalparkstüberl), an der Zicklacke, am Kirchsee, an der Biologischen Station, an der Südlichen Seekoppel und am Sandeck, an der Hölle beim großen Aussichtsturm, am Darscho und an der Graurinderkoppel. Gebühren nennt sie dafür nicht.
Turm nahe dem Parkplatz; von hier lässt sich beurteilen, ob Teile der Langen Lacke ausgetrocknet sind. Weitere Türme stehen am Südost-, Nordost- und Westufer.
Ein 16 Meter hoher ehemaliger ungarischer Grenzwachturm mitten im Sandeck, nahe der Staatsgrenze. Die oberen Etagen sind nur bei Touren des Nationalparks begehbar.
Weiße Esel, alte Grenztürme und der weiteste Blick des Seewinkels.
Route
8 km, geschottert, 500 m tiefsandig
Türme
zwei ehemalige ungarische Grenzwachtürme, je 16 m
Weidetiere
Weiße Esel
Ausgangspunkte
Schrändlgasse Illmitz, Seestraße beim Seewäldchen
Aktivitäten — Vögel beobachten, Rad fahren, paddeln
Sandeck und die Weißen Esel
Die acht Kilometer im Sandeck führen zum Aussichtsturm mitten in der Bewahrungszone und zu den Weißen Eseln, die dort die Vegetation kurz halten. Rund 500 Meter sind sehr sandig; am Stall der Esel gibt es einen Trinkwasserbrunnen.
Plattform am Schilfgürtel südlich der Illmitzer Seestraße; die Parkverwaltung nennt Löffler, Zwergscharbe, Silber- und Seidenreiher sowie Eisvogel als regelmäßige Gäste. Auch in trockenen Jahren ergiebig.
Aktivitäten — Vögel beobachten, Rad fahren, paddeln
Südliche Seekoppel und Seestraße
Die 5,4 Kilometer lange Route vom Seewäldchen zum Seebad lässt sich auch mit dem Auto und Einzelstopps fahren. An der Plattform der Südlichen Seekoppel sind Löffler, Reiher und Zwergscharben auch in trockenen Jahren zu sehen.
Forschungsstation des Landes Burgenland am Schilfgürtel bei Illmitz, 1971 eröffnet und 2015 neu gebaut. Hier beginnt die sandige Route entlang des Seedamms zur Przewalski-Koppel.
Aktivitäten — Vögel beobachten, Rad fahren, paddeln
Zu Fuß über den Seedamm
Von der Biologischen Station führt ein sandiger Weg 8,8 Kilometer am Seedamm entlang zur Przewalski-Koppel. Die Parkverwaltung rät vom Fahrrad ab, und unterwegs gibt es kein Trinkwasser.
Strandbad am Ende der Illmitzer Seestraße mit kleinem Hafen; hier legen die Fahrradfähren nach Mörbisch an. Das Seebad selbst liegt rund 400 Meter außerhalb der Parkgrenze; Eintritt und Parken kosten je 5 €.
Eintritt — der Park ist frei, die Führung nicht
Seebad Illmitz: 5 € Eintritt, 5 € Parken
Das Strandbad am Ende der Seestraße kostet 5 € für Erwachsene, Kinder bis 10 Jahre sind frei. Das Parken kostet 5 € für Pkw und Motorrad. Mit der Burgenland Card sind Eintritt und Parken frei. Das Seebad liegt außerhalb der Parkgrenze.
Vom Westufer setzen die Fähren von Gangl und Drescher zwischen Mörbisch und dem Seebad Illmitz über, 2026 vom 1. April bis 18. Oktober. Die einfache Fahrt kostet 10 €, Kinder 6 €, hin und zurück 18 €; Räder fahren gratis mit. Mit der Burgenland Card gilt der halbe Preis; gefahren wird ab vier Personen.
Großer Holzturm mit Rastplatz zwischen Illmitz und Podersdorf und Ausgangspunkt der fünf Kilometer langen Route über die drei Stinkerseen.
Drei Lacken, eine Schlickinsel und Laubfrösche auf der Plattform.
Route
5 km
Wege
geschottert, teils asphaltiert
Barrierefrei
Aussichtsturm Lettengrube
Arten
Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Laubfrosch
Aktivitäten — Vögel beobachten, Rad fahren, paddeln
Durch die Hölle zu den Stinkerseen
Fünf Kilometer ab der Aussichtswarte Hölle oder der Kreuzung B10/B20 über den Oberen, Mittleren und Unteren Stinkersee und die Lettengrube. An der Lettengrube steht ein rollstuhlgerechter Aussichtsturm.
Der zweite ehemalige ungarische Grenzwachturm im Seevorgelände, an der Koppel der Graurinder in der Bewahrungszone Sandeck-Neudegg; daneben ein Parkplatz.
Beobachtungsturm im Teilgebiet Hanság, dem letzten Rückzugsgebiet der Großtrappe in Österreich. Im April ist dort die Balz in vollem Gange.
Natur und Geschichte
Die Großtrappe im Hanság
Der Hanság ist der verlandete Teil des Sees und das letzte Rückzugsgebiet der Großtrappe in Österreich. Die Jagd auf den schwersten flugfähigen Vogel wurde 1969 eingestellt, 1973 wurde das Brutgebiet Vollnaturschutzgebiet.
Stündlich mit dem Zug ab Wien Hauptbahnhof; von hier fahren Linienbusse bis Apetlon und Züge der Neusiedler Seebahn nach Pamhagen. Der Bahnhof liegt außerhalb des Nationalparks.
Anreise und Parken — mit Zug, Rad oder Auto
Mit dem Zug ab Wien
Ab Wien Hauptbahnhof fahren stündlich Züge nach Neusiedl am See. Dort teilt sich der Zug: auf der Ostseite fährt er über Weiden, Gols, Mönchhof-Halbturn, Frauenkirchen, St. Andrä und Wallern nach Pamhagen.