Böhmische Schweiz: Landschaft und Entstehung
Einen Nationalpark-Eintritt gibt es hier nicht als Ticket. Bezahlt wird an den beiden bekanntesten Zielen — und das Geld bekommt nicht der Park.
Die Parkverwaltung beantwortet die Frage, ob die Eintrittsgelder in den Naturschutz fließen, ungewöhnlich offen: nein. Der Eintritt am Prebischtor ist der Gewinn der privaten Gesellschaft, der das Gelände um das Falkennest gehört. Die Kahnfahrten in den Klammen betreibt die Gemeinde Hřensko, der auch die meisten Zugangswege gehören.
Das hat Geschichte. Schon 1827 schenkten die Grundherren Clary-Aldringen am Tor aus und nahmen Eintritt; 1881 bauten sie das Hotel, das heute Falkennest heißt. 1992 wurde das Gelände privatisiert — gegen den Einspruch der damaligen Schutzgebietsverwaltung. Der Nationalpark kam erst 2000 dazu.
Selbst die Aussichten westlich des Tors, deren Boden der Parkverwaltung gehört, sind an den Betreiber verpachtet; der Weg dorthin führt über sein Grundstück. Eine von der Verwaltung beauftragte Studie prüfte deshalb auch einen eigenen Weg zu den Aussichten, der nicht über Privatgrund führt.
Für die Kahnfahrten zahlst du in der Edmundsklamm 350 CZK, in der Wilden Klamm 200 CZK. Wer zwei Nächte bleibt, spart dafür beim Bus: Übernachtungsgäste fahren mit dem DÚKpass ohne Fahrschein durch die ganze Region Ústí.
Nationalparkverwaltung: Häufige Fragen (tschechisch) ↗
Der Park in Zahlen
- Prebischtor, Erwachsene
- 125 CZK / 5 €
- Prebischtor, Kinder 6–14, Studierende, ab 65
- 50 CZK / 2 €
- Edmundsklamm, Kahn hin und zurück
- 350 CZK / 14 €
- Wilde Klamm, Erwachsene
- 200 CZK / 8 €
- Wilde Klamm, Kinder 3–15
- 100 CZK / 4 €
- Hund in den Klammen
- 50 CZK / 2 €
- Parken Hřensko, Juli und August
- 350 CZK pro Tag
- Parken Mezní Louka
- 200 CZK pro Tag
- Bus ab zwei Übernachtungen
- DÚKpass ohne Fahrpreis











