Der Nationalpark Donau-Auen: Landschaft und Entstehung
Der Nationalpark Donau-Auen bewahrt zwischen Wien und Bratislava die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas — ein grünes Band beidseits der frei fließenden Donau.
Der Park liegt in Wien und Niederösterreich: Er beginnt in der Oberen Lobau im 22. Wiener Bezirk und endet an der Staatsgrenze zur Slowakei. Im Norden trennt ihn der Hochwasserschutzdamm aus dem 19. Jahrhundert vom Marchfeld, im Süden begrenzt ihn die Abbruchkante des Wiener Beckens.
Die Donau hat hier noch fast den Charakter eines Gebirgsflusses; ihr Wechselspiel aus Hoch- und Niedrigwasser gestaltet die Auen immer wieder neu. Die Parkverwaltung zählt rund 900 höhere Pflanzenarten und 2.480 nachgewiesene Insektenarten; für fast alle aquatischen Wirbeltiere Österreichs sind die Seiten- und Altarme Heimat.
Die Lobau ist seit 1978 Naturschutzgebiet, die Donau-March-Auen sind seit 1983 Ramsar-Gebiet. 1996 wurde der Nationalpark gegründet und 1997 von der IUCN in Kategorie II anerkannt.
Wer den Nationalpark nicht im Rahmen einer geführten Tour, sondern selbst erkundet, zahlt laut Parkverwaltung keine Gebühren. Das Gebiet ist auf allen markierten Routen frei zugänglich; einige Gewässer sind für Boote ohne Motor freigegeben.
Der Park beginnt in der Oberen Lobau im 22. Wiener Bezirk und reicht in Niederösterreich bis zur Staatsgrenze bei Bratislava. Er misst über 9.600 Hektar beidseits der Donau und ist an der breitesten Stelle kaum vier Kilometer breit.
Auf rund 36 Kilometern fließt die Donau hier frei, mit Pegelschwankungen bis zu sieben Metern. Etwa 65 Prozent der Fläche sind Auwald, rund 20 Prozent Wasser und 15 Prozent Wiesen.
Für alle Fragen nennt die Parkverwaltung das Schloss Orth: 02212/3555, schlossorth@donauauen.at. Geführte Touren gibt es auf Deutsch, Englisch und Slowakisch, auf Anfrage in weiteren Sprachen; sie finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt.
Die Parkverwaltung schätzt etwa zwei Millionen Besucherinnen und Besucher jährlich. Die meisten kommen zum Spazierengehen, Wandern und Radfahren; erste Anlaufstelle ist das Schloss Orth mit der Schlossinsel.
„Wer den Nationalpark ohne Führung erkundet, zahlt keine Gebühren. Der Fluss gestaltet die Au immer wieder neu — bei bis zu sieben Metern Pegelschwankung.“
Nationalpark Donau-Auen · Seitenarm bei Stopfenreuth
Aktivitäten — Wandern, Radfahren, Paddeln
Naturerlebnispfad Obere Lobau
Fünf Kilometer, zwei bis drei Stunden ab dem Nationalparkhaus: zur Dechantlacke, über eine Heißlände zum Josefsteg und zur Aussichtsplattform am Tischwasser. Der Pfad ist im Gelände nicht eigens ausgeschildert; eine Begleitbroschüre gibt es kostenlos im Nationalparkhaus.
Der Donau-Rundwanderweg ab dem Parkplatz Donaulände führt durch zwei Felstunnel am Ufer und am Rötelsteinfelsen vorbei, drei Kilometer in etwa einer Stunde. Der Keltenweg steigt auf den Braunsberg mit 360-Grad-Blick, verläuft aber großteils außerhalb der Nationalparkfläche.
Der Orther Rundwanderweg misst fünf Kilometer, etwa anderthalb Stunden, und ist vom Schloss bis zum Marchfelddamm rollstuhltauglich. Wegen des Eschentriebsterbens sind Abschnitte dauerhaft gesperrt und neu ausgeschildert; den Fadenbachweg gibt es nicht mehr.
Von April bis Oktober fährt die Parkverwaltung mit Schlauchbooten und der Tschaike durch Seitenarme und auf der freien Donau. Bei Niederwasser fallen Schlauchboottermine aus; Hunde dürfen bei Bootstouren nicht mit.
Mit nicht motorisierten Booten dürfen Schönauer Arm, Kleine und Große Binn, Stopfenreuther, Spittelauer und Johler Arm zumindest teilweise befahren werden. Stand-up-Paddling ist im ganzen Park verboten, ebenso das Befahren der Seitenarme im Wiener Teil.
Mit dem Rad sind nur die grün markierten Radwege erlaubt. Mit Einbruch der Dunkelheit bittet die Parkverwaltung, alle Freizeitaktivitäten einzustellen und morgens den Tagesanbruch abzuwarten.
Kanufahrt auf der Donau von Hainburg nach Bratislava
Rund drei Stunden flussabwärts auf der frei fließenden Donau: Der Anbieter bringt Gruppe und Boote von seinem Bootshaus in Bratislava nach Hainburg, von dort paddelt man im Kanu, Kajak oder Schlauchboot zurück nach Bratislava. Zwischen Hainburg und der Staatsgrenze fließt die Donau durch den östlichsten Abschnitt des Nationalparks, danach vorbei an der Burg Devín und der Marchmündung.
etwa 3 Stunden
Kleingruppe bis 20 Personen
Deutsch, Englisch, Slowakisch
Transfer nach Hainburg
Abfahrt Bootshaus Lodenica UK, Botanická 7, Bratislava-Karlova Ves (blaues Bootshaus mit Holzdach neben dem Kayak Bistro); Ende ebendort.
Enthalten sind Boote, Paddel, Schwimmwesten, der Transfer nach Hainburg und Trinkwasser. Start und Ziel liegen in Bratislava; ein Teil der Strecke führt durch den Nationalpark, wo das Anlanden nur an freigegebenen Uferbereichen erlaubt ist. Stornierung bis 24 Stunden vorher kostenfrei.
Nationalpark Donau-Auen GmbH, Nationalpark-Ranger · Abend · Biber in der Dämmerung
Biberperspektiven: Abends im Schlauchboot durch die Orther Au
Im Schlauchboot geht es in der abendlichen Dämmerung auf die Suche nach dem Biber. Mit etwas Glück lässt sich der scheue Nager knapp vor Anbruch der Nacht in seinem Lebensraum beobachten oder belauschen; Biberfell, Bibergeil und Spuren erklären seine Lebensweise. Alle paddeln mit, eine gewisse Grundfitness ist Voraussetzung.
etwa 3,5 Stunden
19 bis 22.30 Uhr
ab 15 Jahren
10 bis 30 Personen
Treffpunkt Orth an der Donau, Parkplatz beim Gasthaus Humer's Uferhaus.
Die nächsten Termine liegen 2027: 8. Mai, 4. Juni, 26. Juni und 27. August. Anmeldung bis drei Tage vorher unter 02212/3555 oder über die Seite der Parkverwaltung; wird die Mindestzahl nicht erreicht, entfällt die Tour. Ab zehn Personen auch zu eigenen Terminen buchbar. Hunde dürfen bei Bootstouren nicht mit.
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Natur und Geschichte
Die Aubesetzung von Hainburg
Im Dezember 1984 besetzten tausende Menschen gewaltlos die Au bei Stopfenreuth, um den Bau des Kraftwerks Hainburg zu verhindern. Nach erfolglosen Räumungsversuchen verordnete die Regierung eine Nachdenkpause; am 27. Oktober 1996 wurde der Nationalpark gegründet.
Rund 900 höhere Pflanzenarten, 39 Säugetier- und etwa 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien-, 13 Amphibien- und 67 Fischarten. Damit leben hier 74 Prozent der in Österreich vorkommenden Fischarten und 67 Prozent der Amphibienarten.
Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige natürlich vorkommende Schildkrötenart Österreichs. Ihr Bestand im Park liegt wieder bei mehr als 3.000 Tieren; die Gelege werden in Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Schönbrunn geschützt.
Der Nationalpark ist das bedeutendste Brutgebiet des Eisvogels in Österreich. Er braucht frische, sandig-lehmige Uferanrisse, wie sie nur ein Fluss mit Hochwasserdynamik schafft.
Seit 2005 brütet der Seeadler wieder in den Donau-Auen östlich von Wien, mit bis zu 2,4 Metern Spannweite die größte Adlerart Europas. Die Zahl der Brutpaare nennt die Verwaltung unterschiedlich: sieben auf der Artenseite, bis zu sechs in der Parkgeschichte.
Wo Schotter liegen blieb, entstanden trockene Heißländen mit Weißdorn, Sanddorn, Orchideen, Federgras und sogar Gottesanbeterinnen. Am Südufer wachsen am Hang die tiefstgelegenen Buchenwälder Österreichs.
Mit viadonau wurden Seitenarme wieder an die Donau angebunden und Uferbefestigungen abgetragen, gegenüber von Hainburg auf fast drei Kilometern. Auch der Spittelauer Arm in der Stopfenreuther Au wird nun über weite Teile des Jahres durchströmt.
Gut viereinhalb Minuten aus der Jubiläumsreihe 2026: Stefan Schneeweihs erzählt von der Arbeit der Parkverwaltung für die frei fließende Donau. Auf Deutsch.
Die einstige Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert und spätere Jagdschloss von Kronprinz Rudolf ist seit 2005 Nationalparkzentrum. Vom Aussichtsturm aus lassen sich Weißstörche, Turmfalken und Dohlen über Monitore am Nest beobachten; auf der Schlossinsel zeigt eine Unterwasserstation Hecht und Hausen.
Das Besucherzentrum der Stadt Wien ist 2026 vom 4. März bis 1. November mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen gibt es auf Deutsch, Englisch, Slowakisch und Tschechisch; Hunde dürfen nicht ins Haus und in den Garten.
Das Schloss ist nur mit Führung zu besichtigen: „Kaiser ohne Krone“ täglich um 11, 14 und 16 Uhr vom 21. März bis 1. November 2026, auf Deutsch mit Leihtexten in weiteren Sprachen. Das Schloss Café im Innenhof bietet Mehlspeisen und kleine Snacks.
In Eckartsau lebte 1918/1919 das letzte österreichische Kaiserpaar Karl I. und Zita. Als weitere Ausflugsziele nennt die Parkverwaltung Schloss Hof und die Römerstadt Carnuntum; beide liegen außerhalb des Nationalparks.
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01Reisezeit — ganzjährig offen, jede Jahreszeit hat ihre Tiere
Die Wege sind das ganze Jahr begehbar; Zentren und Bootstouren haben Saison.
Ganzjährig, aber nicht bei Hochwasser
Alle Wanderrouten der Parkverwaltung sind ganzjährig ausgewiesen. Bei rasch steigender Donau ist jedoch Vorsicht geboten; die Parkverwaltung rät, vorher Wasserstand und Prognose am Online-Pegel zu prüfen.
Das Nationalparkzentrum ist 2026 vom 20. März bis 1. November täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Vom 2. November bis 20. März 2027 gilt Wintersperre; Auskunft und Buchung gibt es dann werktags von 9 bis 13 Uhr am Telefon.
Auf der Brücklwiese bei Stopfenreuth blühen im Frühling verschiedene Orchideenarten. Die Europäischen Sumpfschildkröten an den Altarmen sonnen sich auf treibendem Totholz und sind besonders im Frühling zu sehen.
Der Bienenfresser ist als Zugvogel von Mai bis Anfang September im Gebiet; an einer eigens angeschütteten Brutwand am Themenweg in Haslau brüten mehrere Paare.
Nur in der herbstlichen Paarungszeit ist der Rothirsch weithin zu hören. Die Parkverwaltung fährt dazu Ende August und im September abends mit der Tschaike zu den Brunftplätzen.
Ab Ende November oder Anfang Dezember bis Mitte Februar überwintern viele Enten an der meist eisfreien Donau; aus dem Norden und Osten kommen Seeadler als Wintergäste. Vom Ufer bei Maria Ellend lassen sie sich gut beobachten.
Beste Monate laut Klimadaten: April bis Juni sowie September. Tagsüber im Mittel 17 bis 26 °C, nachts 5 bis 15 °C, 35 bis 73 mm Niederschlag im Monat. Am meisten Niederschlag fällt im Juni (73 mm), am wenigsten im April (35 mm).
−5°5°15°25°
Jan2−4
Feb5−3
Mär110
Apr175
Mai2110
Jun2615
Jul2817
Aug2816
Sep2211
Okt166
Nov92
Dez3−3
Höchst °CTiefst °C
TageshöchstwertTiefstwertNiederschlag
Alle Monatswerte als Tabelle
Mittlere Monatswerte 2001–2020, Modell NASA POWER
Monat
Höchstwert °C
Tiefstwert °C
Niederschlag mm
Januar
2,4
−4,1
40
Februar
5,1
−2,7
36
März
10,6
0,5
41
April
16,8
5,3
35
Mai
21,4
10,2
71
Juni
25,9
14,6
73
Juli
28,5
16,6
69
August
28,1
16,2
69
September
22,4
11,2
69
Oktober
16,2
6,2
49
November
9,3
2,2
43
Dezember
3,4
−2,6
41
Jahr
636
Modellwerte, keine Messstation: NASA POWER (MERRA-2) für eine Rasterzelle von rund 55 × 45 km um den Kartenpunkt Fähre Orth – Haslau (48,12° N, 16,71° O), mittlere Geländehöhe der Zelle rund 160 m. Mittel der Jahre 2001–2020. In Hoch- und Tallagen weichen die Werte im Gelände deutlich ab.
02Anreise und Parken — mit Bus, Bahn, Rad oder Schiff ab Wien
Der Park beginnt am Wiener Stadtrand; die meisten Eingänge erreicht man ohne Auto.
In die Lobau mit dem Bus
Zum Nationalparkhaus wien-lobAU fährt der Bus 92B ab der U2-Station Donaustadtbrücke bis zur Haltestelle Steinspornbrücke, dann zwei Minuten zu Fuß; alternativ der 93A ab U1 Kagran oder U2 Donaustadtbrücke bis Naufahrtbrücke, zehn Minuten zu Fuß.
Groß-Enzersdorf, Schönau, Orth, Eckartsau und Stopfenreuth erreichen die VOR-Regionalbusse 550 ab Wien Aspernstraße, 552 und 553 ab Groß-Enzersdorf, angebunden an den Wiener Bus 26A, sowie 545 und 546 ab Gänserndorf.
Am Südufer halten die Züge Richtung Wolfsthal in Maria Ellend, Haslau, Regelsbrunn, Petronell und Hainburg, zum Beispiel ab Wien Floridsdorf, Praterstern oder Wien Mitte. Von Haslau setzt eine Personenfähre ohne Autos nach Orth über.
In die Lobau über A22/A23 bis Abfahrt Lobau oder über die A23 bis Stadlau, ans Nordufer über die B3 zu den Eingängen Mühlleiten, Schönau, Orth, Eckartsau und Stopfenreuth, ans Südufer über die A4 bis Fischamend und weiter auf der B9. Über die Donau führen in Niederösterreich nur die Hainburger Brücke und die Personenfähre Orth – Haslau.
Für das Nationalparkzentrum gibt es Stellplätze auf der Parkfläche neben der Mittelschule Orth, für Busse vor allem im Straßenzug „Am Rosenhügel“. Für die Bootstouren und die Uferhausrunde parkt man an der Donau beim Gasthaus Humer's Uferhaus.
Die Parkplätze liegen beim Sportplatz, rund zehn Minuten zu Fuß vom Schloss. In den Schlosspark darf man nicht hineinfahren; wer eine nähere Parkmöglichkeit braucht, meldet sich vorab beim Schloss.
Für die Auterrasse bei Stopfenreuth bittet die Parkverwaltung, den beschilderten Parkplatz am Beginn der Uferstraße zu nutzen und zu Fuß zu gehen. Entlang der Uferstraße gilt links Parkverbot, an der Auterrasse eine Kurzparkzone von 90 Minuten; Verstöße werden angezeigt.
An den Eingängen in Maria Ellend und an der Haslauer Traverse gibt es kaum Parkmöglichkeiten; in Haslau verweist die Parkverwaltung auf den beschilderten Parkplatz nahe dem Sportplatz. Beide Orte haben einen Bahnhof.
Der Donauradweg führt von Wien direkt durch den Nationalpark; bis zum Schloss Eckartsau sind es ab der Stadtgrenze an der Lobau rund 18 Kilometer. Hinter dem Schloss gibt es einen Radabstellplatz mit Reparaturstation, Schließfächern und E-Bike-Ladestation.
Stadt Wien – Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (Nationalparkhaus wien-lobAU) · Anreise ab Wien · NationalparkBoot
Mit dem NationalparkBoot vom Donaukanal in die Lobau
Ein Halbtagesausflug ab der Wiener Innenstadt: Das NationalparkBoot fährt den Donaukanal entlang an den Praterauen, der Freudenau und dem Praterspitz vorbei auf die Donau, biegt an der Südspitze der Donauinsel in das Donau-Oder-Kanal-Becken I ein und legt in der Lobau an. Dort führt Forstpersonal der Stadt Wien rund eine Stunde durch dichten Auwald an stillen Tümpeln vorbei und erzählt von der Geschichte der Lobau und der Rückkehr der Biber; danach geht es mit dem Boot zurück in die Stadt.
Treffpunkt Wien, Anlegestelle am Donaukanal bei der Salztorbrücke (Abgang Franz-Josefs-Kai, 200 Meter flussaufwärts).
Die Fahrt findet ab 15 zahlenden Erwachsenen statt, höchstens 28 Personen fahren mit. Anmeldung telefonisch unter +43 1 4000-49495 (Montag bis Freitag 8 bis 15.30 Uhr) oder per E-Mail an nh@ma49.wien.gv.at. Das Saisonende 2026 nennen die Stadt Wien (26. Oktober) und die Parkverwaltung (25. Oktober) unterschiedlich; die Altersgrenze für den Kindertarif ebenso (bis 17 bzw. 6 bis 18 Jahre).
Zur Seite der Parkverwaltung ↗Exkursion der Stadt Wien im Nationalpark Donau-Auen · kein Partnerlink · geprüft 04.10.2026
03Eintritt — der Park ist frei, das Schloss Orth nicht
Preise der Parkverwaltung, der Stadt Wien und der Bundesforste, abgerufen am 04.10.2026.
Der Eintritt ins Nationalparkzentrum mit Ausstellung „Im Fluss“, Schlossinsel, Aussichtsturm und museumORTH kostet 2026 15 € für Erwachsene, 10 € für Kinder und Jugendliche von 6 bis 19 Jahren, 12 € für Senioren und Menschen mit Behinderung und 30 € für die Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Die Saisonkarte kostet 30 €, für Familien 45 €; mit der Niederösterreich-Card ist ein Besuch kostenfrei.
Im Schloss Orth sind der Infostellenbereich und der Shop kostenfrei zu besuchen; alle übrigen Angebote kosten Eintritt. Führungen durch Ausstellung und Schlossinsel gibt es gegen Aufpreis an Wochenenden und Feiertagen.
In der Nationalparkinfostelle im Schloss Eckartsau ist die Ausstellung WILD°WECHSEL kostenfrei; Schlosspark und Naturspielplatz sind ganzjährig bei freiem Eintritt geöffnet.
Die Kombitour mit der Tschaike, einem nachgebauten historischen Schiff, und einem Spaziergang im Orther Auwald kostet 38 € für Erwachsene und 27 € für Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren; Kinder unter 6 fahren kostenlos mit.
Die halbtägige Fahrt mit dem Wiener NationalparkBoot vom Donaukanal in die Lobau mit Waldspaziergang kostet für Erwachsene 48 €, für Kinder und Jugendliche 24 €.
Für private Wanderungen im niederösterreichischen Teil lässt sich ein Ranger exklusiv buchen: rund drei Stunden für pauschal 199 € bei höchstens zehn Personen, Termin und Thema nach Vereinbarung.
Im Park selbst nicht — in den Gemeinden und in Wien schon.
Zelten und Lagern verboten
Im ganzen Nationalpark sind Zelten, Campieren und das Lagern über Nacht nicht gestattet. Den nächstgelegenen Campingplatz nennt die Parkverwaltung in Petronell-Carnuntum.
Früher durften Radfahrer und Paddler an der Auterrasse bis zu zwei Nächte zelten. Wegen Dauercampierens, Lärm und Müll wurde der Zeltplatz aufgelassen; für Wohnmobile verweist die Parkverwaltung auf das Angebot der Region Carnuntum-Marchfeld.
Wien ist Bundeshauptstadt und zugleich Nationalparkgemeinde; dazu kommen 13 niederösterreichische Gemeinden von Groß-Enzersdorf über Orth und Eckartsau bis Hainburg und Petronell-Carnuntum.
Wegegebot, Leinenpflicht und ein Fluss, der rasch steigen kann.
Auf den Wegen bleiben
Für alle Gäste gilt das Wegegebot auf rund 100 Kilometern beschilderter Wege. Uferbereiche und Kiesflächen mit „Stopphand“ sind gesperrt, damit etwa der Flussregenpfeifer erfolgreich brüten kann.
Im ganzen Nationalpark gilt Leinenpflicht. Ins Schloss Orth samt Schlossinsel und zu geführten Bootstouren dürfen keine Hunde, zu geführten Wanderungen nach Rücksprache.
In der Oberen Lobau sind Dechantlacke, Panozzalacke, Becken II und III des Donau-Oder-Kanals und die Stadler Furt zum Baden freigegeben. In Niederösterreich ist das Baden in den Seitenarmen außer am Naturbadeplatz in der Schönauer Au verboten; an der Donau empfiehlt die Verwaltung die Orther Inseln und die Auterrasse Stopfenreuth.
Bei rasch steigender Donau rät die Verwaltung, Bereiche zu meiden, in denen man vom Hochwasser eingeschlossen werden kann, und ein Mobiltelefon mitzunehmen. Bei Starkwind und Sturm besteht durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste Lebensgefahr.
Drohnen sind über dem ganzen Park verboten, für Luftfahrzeuge gilt eine Mindesthöhe von 500 Metern über Grund. Feuer und Grillen sind überall verboten, auch an der Auterrasse; Müllbehälter gibt es großteils keine.
Die frei fließende Donau verlangt Erfahrung mit Fluss und Boot; die Großschifffahrt hat Vorrang. Ab einem Pegel Wildungsmauer von 600 Zentimetern ist das Befahren mit Sportbooten verboten.
Nein. Wer den Nationalpark ohne Führung erkundet, zahlt keine Gebühren; das Gebiet ist auf allen markierten Routen frei zugänglich. Eintritt kostet das Nationalparkzentrum Schloss Orth (2026: 15 € für Erwachsene), Geld kosten auch die geführten Touren der Ranger.
2026 kostet der Eintritt 15 € für Erwachsene, 10 € für Kinder und Jugendliche von 6 bis 19 Jahren, 12 € für Senioren und Menschen mit Behinderung und 30 € für die Familienkarte. Geöffnet ist vom 20. März bis 1. November täglich von 9 bis 17 Uhr.
An den Nationalparkeingängen der Orte: Für das Schloss Orth auf der Parkfläche neben der Mittelschule, in Hainburg am Parkplatz Donaulände, an der Auterrasse Stopfenreuth auf dem beschilderten Parkplatz am Beginn der Uferstraße (an der Terrasse selbst nur 90 Minuten Kurzparkzone). In die Lobau fährt man über die A22/A23 bis Abfahrt Lobau.
In die Lobau mit dem Bus 92B ab U2 Donaustadtbrücke, ans Nordufer mit den Regionalbussen 550, 552, 553, 545 und 546, ans Südufer mit dem Zug Richtung Wolfsthal bis Maria Ellend, Haslau, Regelsbrunn, Petronell oder Hainburg.
Ja, an der Leine — im ganzen Park gilt Leinenpflicht. Ins Schloss Orth samt Schlossinsel und zu geführten Bootstouren dürfen keine Hunde mit, zu geführten Wanderungen nur nach Rücksprache.
Nur an freigegebenen Stellen: in der Oberen Lobau etwa an der Dechantlacke und der Panozzalacke, an der Donau an den Orther Inseln und an der Auterrasse Stopfenreuth. In den niederösterreichischen Seitenarmen ist Baden außer am Naturbadeplatz in der Schönauer Au verboten.
Die Parkverwaltung beschreibt Routen ab den Eingängen in der Lobau, in Schönau, Orth, Eckartsau, Stopfenreuth, Hainburg, Petronell-Carnuntum, Maria Ellend–Haslau–Regelsbrunn, Mannswörth und den Themenweg Haslau. Alle sind ganzjährig ausgewiesen, bei Hochwasser aber teils gesperrt.
Kann man mit dem Boot durch den Nationalpark fahren?
Ja: mit den Rangern von April bis Oktober in Schlauchboot oder Tschaike, mit dem Wiener NationalparkBoot ab dem Donaukanal in die Lobau oder selbst im Boot ohne Motor auf freigegebenen Seitenarmen. Stand-up-Paddling ist verboten.
Der Park ist ganzjährig offen. Im Frühling blühen Orchideen, im Sommer jagen Bienenfresser, im Herbst röhren die Hirsche, und im Winter kommen Seeadler und viele Wasservögel an die eisfreie Donau, gut zu sehen etwa vom Ufer bei Maria Ellend.
Recherche: 04.10.2026. Kein Live-Status. Termine gelten ausdrücklich für das genannte Jahr. Ein technisch erfolgreicher Abruf ist keine redaktionelle Bestätigung; veraltete automatische Werte werden ausgeblendet und durch den Quellenlink ersetzt.
Angebot · Biberperspektiven: Abends im Schlauchboot durch die Orther AuFoto: Martina Lion ↗ · CC BY-SA 3.0 ↗ · verkleinert, WebP, Darstellungszuschnitt