Der Berg über der Savanne
5.895 Meter, sieben Routen, fünf Klimazonen und eine Gebühr, die je 24 Stunden gezählt wird, belegt bei TANAPA, UNESCO und CDC.
Der Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas und die größte frei stehende Vulkanmasse der Welt: Der Kibo erhebt sich mit dem Uhuru Peak 4.877 Meter über die Ebenen auf 5.895 Meter. Der Nationalpark umfasst 1.712 Quadratkilometer, wird von Tanzania National Parks verwaltet und ist seit 1987 Welterbe.
Über der Savanne steigt der Berg durch einen geschlossenen Gürtel Bergwald zwischen 1.800 und 2.800 Metern, dann durch Heide und Moorland, durch eine alpine Wüste aus Geröll und Lava bis in die Gipfelzone, die das ganze Jahr Schnee trägt. Die Behörde vergleicht den Aufstieg mit einer Reise vom Äquator in die Arktis. Drei Vulkane bilden das Massiv: Kibo mit dem Uhuru Peak, der zerklüftete Mawenzi mit 5.149 Metern und das Plateau des eingestürzten Shira mit 3.962 Metern.
Sieben Routen führen nach der Behörde zum Gipfel, fünf bis neun Tage lang. Die Machame-Route nehmen 40 Prozent der Bergsteiger, die Westrouten über Londorossi und Lemosho 18, Rongai 12 und Umbwe 2 Prozent; die Marangu-Route ist die einzige mit Hütten. Mindestens fünf Tage verlangt die Behörde für Auf- und Abstieg, und die US-Gesundheitsbehörde CDC rät zu ein bis zwei Tagen mehr: Bei Aufstiegen von vier oder fünf Tagen litten in Studien 75 bis 77 Prozent an akuter Höhenkrankheit.
Was der Berg kostet, steht in der Tarifdatenbank der Behörde, gültig vom 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2027: 178.850 Tansania-Schilling Schutzgebühr je Erwachsenem und 24 Stunden, dazu je Nacht 153.300 für die Hütte oder 127.750 für den Zeltplatz und einmal 51.100 Rettungsgebühr, alles einschließlich Steuer. Bei einer Besteigung von sieben Tagen fallen also Schutzgebühr und Zeltplatz für jede Nacht am Berg an. Die Veranstalter rechnen diese Posten in ihren Preis ein.
Die Anreise führt über den Kilimanjaro International Airport, etwa 45 Kilometer westlich des Parks, nach Moshi; von dort sind es 41 Kilometer zum Marangu-Tor mit der Parkverwaltung. Gute Bedingungen herrschen nach der Behörde in den Trockenzeiten von Ende Juni bis September und von Dezember bis Anfang März; von März bis Mai regnet es am Fuß des Berges, im Oktober und November kommt die kurze Regenzeit.
Die UNESCO hat den Park 1987 als Naturphänomen der Superlative eingetragen und nennt die Gletscher als besonders verwundbar. Der Berg ist den Chagga heilig; als Erste standen am 6. Oktober 1889 Yohani Kinyala Lauwo, Hans Meyer und Ludwig Purtscheller auf dem Gipfel.
TANAPA: Kilimanjaro National Park (Übersicht: Fläche, Gipfelhöhen, Geschichte, Tiere) ↗
Der Park in Zahlen
- Höchster Punkt
- Uhuru Peak, 5.895 m
- Fläche
- 1.712 km²
- Schutzgebühr
- 178.850 TZS je 24 Stunden, Gäste von außerhalb Ostafrikas
- Hütte
- 153.300 TZS je Nacht, Marangu-Route
- Zeltplatz
- 127.750 TZS je Nacht
- Rettung
- 51.100 TZS je Besteigung
- Routen
- 7, dazu Mweka für den Abstieg
- Dauer
- 5 bis 9 Tage laut Behörde
- Nationalpark seit
- 1973, Welterbe 1987












