Der Iguazú-Nationalpark: Landschaft und Entstehung
Der Iguazú ist ein Fluss, der vor den Fällen breiter ist als manche Seen – und der sich die Schlucht, in die er stürzt, selbst gegraben hat.
Bevor der Iguazú über die Kante fällt, fließt er laut Parkbehörde 1.500 Meter breit zwischen Inseln und Felsen. Dann stürzt er bis zu 80 Meter tief in eine Schlucht, die er selbst ausgewaschen hat, und läuft weiter zum Paraná. Der Name stammt aus dem Guaraní und bedeutet „großes Wasser“.
Die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien folgt dem Fluss. In Argentinien führen Stege über und unter die Fälle, von Brasilien aus blickt man über den Fluss auf das Panorama. Beide Länder schützen ihre Seite als eigenen Nationalpark.
Der erste Europäer an den Fällen war laut Betreiber 1542 Álvar Núñez Cabeza de Vaca. 1902 schickte die Regierung den Landschaftsarchitekten Carlos Thays, um die Fälle zu vermessen; 1934 entstand der Park zusammen mit der Nationalparkverwaltung selbst, als einer der beiden ersten des Landes.
Wie viel Wasser fällt, hängt vom Regen in Südbrasilien ab. Damit Hochwasser die Stege zur Garganta del Diablo nicht beschädigt, hat der Betreiber Böden und Geländer im August 2026 vorsorglich abgebaut.
APN: Steckbrief des Schutzgebiets (Fläche, Gesetz, Fälle, Wahrzeichen) ↗
Der Park in Zahlen
- Fläche
- 67.698 ha
- Gegründet
- 1934, Gesetz 12.103
- UNESCO-Welterbe
- 1984
- Naturwunder
- 2011
- Fallhöhe
- bis 80 m
- Flussbreite vor den Fällen
- 1.500 m
- Wasserfälle
- 275
- Vogelarten
- über 450
- Nachbarpark
- Iguaçu (Brasilien)














